Risikolebensversicherung Steuer nicht vergessen

Risikolebensversicherung

  • Ausgezeichneter Top-Schutz
  • Dauerhaft günstige Beiträge
  • Steueroptimierte Auszahlung
Grundsätzlich gilt: Eine Kapitalzahlung aus einer klassischen Risikolebensversicherung ist für den Bezugsberechtigten steuerfrei, wenn sie im Todesfall ausgezahlt wird. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange die Police bereits lief, denn die von den Kapitalpolicen bekannte Zwölf-Jahres-Frist spielt keine Rolle. Und auch, ob die Beiträge einmalig, laufend und für einen bestimmten Zeitraum gezahlt wurden, ist unerheblich.

Risikolebensversicherung: Steuerpflicht droht

Trotzdem kann die Risikolebensversicherung steuerlich zur Last werden – nämlich dann, wenn der Verstorbene die Versicherungsleistung selbst ausgezahlt bekommt, also Versicherter, Bezugsberechtigter und Versicherungsnehmer in einer Person war. Die Versicherungssumme der Risikolebensversicherung wandert dann ins Erbe und wird an denjenigen verebrt, der damit  begünstigt werden soll. Bei der Risikolebensversicherung für Familien und Ehepaare ist das in aller Regel wegen der höheren Freibeträge unproblematisch – nicht eingetragene Lebenspartnerschaften aber sind nicht privilegiert, und der geringe Freibetrag ist schnell ausgeschöpft. 

Freibeträge bei der Erbschaftssteuer

  Freibetrag
Ehe- und eingetragene Lebenspartner 500.000 Euro
Kinder, Enkelkinder, Stief- und Adoptivkinder 400.000 Euro
Enkelkinder 200.000 Euro
Eltern, Großeltern 100.000 Euro
Alle anderen 20.000 Euro

Die Lösung: Überkreuzversicherung

Die einfachste Lösung, um Steuern auf die Risikolebensversicherung zu vermeiden, ist eine sogenannte Überkreuzversicherung. Die abzusichernden Partner schließen eine Risikolebensversicherung als Versicherungsnehmer ab, sie sind Bezugsberechtigte, versichert ist aber das Leben des jeweils anderen. Stirbt der eine Versicherungsnehmer, erhält der andere aus dessen Risikolebensversicherung als Bezugsberechtigter die Versicherungssumme. Sie  versichern damit quasi als Begünstigte/r das Leben eines anderen – und erhalten die Leistungen steuerfrei.
+

Die Alternative: Verbundene Risikolebensversicherung 

Auch eine verbundene Risikolebensversicherung ist eine Option, wenn es darum geht, bei der Risikolebensversicherung Steuern zu sparen. Die beiden abzusichernden Personen schließen dann einen gemeinsamen Vertrag ab, der sie beide als Versicherungsnehmer berechtigt. Versicherte Personen sind ebenso beide, gezahlt wird die Versicherungssumme beim Tod des zuerst Versterbenden – danach erlischt der Vertrag. Bei dieser Variante reduzieren Sie die mögliche Erbschaftssteuer um 50 Prozent. 
+

Rentenzahlung steuerpflichtig

Anders sieht es dagegen aus, wenn eine Risikoversicherung keine Einmalzahlung leistet, sondern eine monatliche Rente. Diese Rente ist dann mit dem Ertragsanteil steuerpflichtig, wenn sie lebenslang gezahlt wird. Dieser Ertragsanteil liegt beispielsweise bei 38 Prozent, wenn die Rente ab dem 40. Lebensjahr gezahlt wird. Im 50. Lebensjahr beträgt der Ertragsanteil 30 Prozent. Wird die Rente nur für eine begrenzte Dauer gezahlt, gilt der besondere Ertragsanteil: Bei einer auf zehn Jahre angelegten Rente liegt der Ertragsanteil bei 19 Prozent, bei 20 Jahren sind es 35 Prozent.

Beiträge für eine Risikolebensversicherung steuerlich absetzbar?

Grundsätzlich sind die Prämien für reine Risikoversicherungen als "andere Versicherungen" steuerlich absetzbar – leider aber nur in einem sehr engen Rahmen. So können Arbeitnehmer bis zu 1.900 Euro steuerlich geltend machen – Selbstständige bis zu 2.800 Euro, wobei das nur gilt, wenn nicht die Krankenversicherungsbeiträge diese Höchstbeträge schon alleine ausfüllen. Da das meist der Fall ist, läuft die steuerliche Anerkennung der Beiträge für die Risikolebensversicherung meist ins Leere.  

Überschüsse steuerpflichtig?

Nicht nur bei Kapitalversicherungen erzielen die Versicherer Überschüsse, die den Versicherten zugute kommen – auch bei Risikoversicherungen fallen natürlich Überschüsse an, die entweder dazu genutzt werden, den Beitrag dauerhaft zu senken, oder angespart und der Versicherungssumme zugeschlagen werden. Steuern müssen die Empfänger der Versicherungsleistung darauf dennoch nicht zahlen, weil – so der Bundesfinanzhof (AZ: X R 64/01) – die Überschüsse lediglich Risiko- und Kostenüberschüsse darstellen, die wie die Leistung selbst steuerfrei sind. Die angesammelten Überschüsse sind übrigens auch nicht als Kapitalertrag steuerpflichtig! Risikolebensversicherung - steueroptimiertes Angebot hier

Nach Oben
Modell-Foto: colourbox.com