Risikolebensversicherung Familien richtig und günstig absichern

Risikolebensversicherung Familien

  • Finanzielle Sicherheit für die Hinterbliebenen
  • Steuerlich vorteilhaft gestalten
  • Beide Eltern absichern

Risikolebensversicherung für Familien: Darauf kommt es an 

Wir haben die Risikolebensversicherungen in unserem Test unter verschiedenen Aspekten untersucht: Zum einen wurde das Beitragsniveau bewertet, außerdem wurden die Verbraucherfreundlichkeit der Bedingungen und der Antragsfragen unter die Lupe genommen, und wir haben die aktuellen Ratings am Markt ausgewertet, um die Finanzstärke einschätzen zu können. Bei den Risikolebensversicherungen für Familien haben wir den Fokus etwas anders gelegt:

1. Bei Familien liegt der Fokus noch viel mehr als bei anderen Interessenten auf einem günstigen Beitrag. Wir haben deshalb die Risikolebensversicherungen mit den günstigsten Tarifen für Familien ausgezeichnet. 

2. In die Auswahl kamen nur Risikolebensversicherungen mit einem niedrigen Verteuerungsrisiko von weniger als 75 Prozent. Damit soll dauerhaft sichergestellt werden, dass der Risikoschutz für Familien bezahlbar bleibt und keine Beitragserhöhungen drohen, die vielleicht zur Kündigung zwingen. 

3. Wichtig sind uns Nachversicherungsgarantien: Gerade Familien starten oft mit einem kleinen Budget und einer entsprechend geringen Absicherung in den Risikoschutz. Sie müssen deshalb die Möglichkeit haben, die Vrsicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung anpassen zu können – und zwar bei möglichst vielen Anlässen und im idealfall auch anlassunabhängig. 

4. Die Risikolebensversicherungen für Familien müssen eine Trennung von versicherter Person und Versicherungsnehmer ermöglichen: Damit kann jeder (Ehe-)Partner selbst einen Vertrag auf das Leben des anderen abschließen. Damit wird die Leistung steuerfrei ausgezahlt, wenn der Partner verstirbt. Ist eine solche Überkreuzversicherung nicht möglich, drohen vor allem bei Lebenspartnerschaften hohe Steuerbelastungen für die ausgezahlte Versicherungssumme. 

Risikolebensversicherung für Familien: Die Top-Tarife auf einen Blick!

  Beitragsniveau Verteuerungs-Risiko Nachversicherung möglich

Risk Vario Konstant

1. Dialog
0,6 (sehr gut)

Tarif T20

2. Stuttgarter Lebensversicherung
0,6 (sehr gut)

Tarif L0U

3. DLVAG
0,6 (sehr gut)

Tarif Top

4. Zurich
1,1 (sehr gut)

Festpreis

Nur Heirat, keine Begründung einer Lebenspartnerschaft

Risikoleben optimal

5. Canada Life
1,2 (sehr gut)

Festpreis

auch ereignisunbhängig

Risikolebensversicherung

6. Continentale
1,3 (sehr gut)

Tarif Premium

7. Württembergische
1,3 (sehr gut)

Tarif Risikolebensversicherung Plus

8. Allianz Leben
1,4 (sehr gut)

Tarif RiskAl Ri 10

9. Alte Leipziger
1,4 (sehr gut)

Tarif Plus

10. Gothaer
1,5 (sehr gut)

geringes Verteuerungsrisiko < 20 % oder Festpreis   normales Verteuerungsrisiko > 20 %   hohes Verteuerungsrisiko > 75 %  

Eine Übersicht über die untersuchten Leistungsmerkmale finden Sie hier

Besondere Angebote für junge Eltern mit Kindern

Junge Eltern mit Kindern können bei einigen Risikolebensversicherungen Anträge mit vereinfachten Gesundheitsfragen stellen. Ihr Vorteil: Es ist einfacher, den gewünschten Schutz abzuschließen.  

Allianz Risikolebensversicherungen +

In beiden Allianz-Tarifen – der Basis-Version der DLVAG und der Plus-Version der Allianz – können Eltern einen vereinfachten Antrag stellen. Voraussetzung: Sie müssen in den letzten sechs Monaten ein Kind bekommen haben, dürfen nicht älter als 40 Jahre sein, maximal 75.000 Euro versichern und das bei einer Laufzeit von bis zu 25 Jahren. Ist das gegeben, müssen nur die folgenden Gesundheitsfragen beantwortet werden:
  • Leiden oder litten Sie an Krebs oder an einer koronaren Herzerkrankung oder an Asthma bronchiale oder an Diabetes mellitus oder an einer anderen chronischen Erkrankung?
  • Waren Sie aus gesundheitlichen Gründen in den letzten zwei Jahren mehr als vier Wochen durchgehend nicht in der Lage, Ihre berufliche Tätigkeit auszuüben und daher krankgeschrieben?
  • Wurden in den letzten fünf Jahren Anträge auf Risikolebensversicherungen zu erschwerten Bedingungen angenommen oder abgelehnt?
  • Beziehen, bezogen oder beantragten Sie in den letzten fünf Jahren eine Leistung aus einer Berufsunfähigkeits- oder sonstigen Invaliditätsversicherung (wie Erwerbsunfähigkeits- oder Grundfähigkeitsversicherung)?

Wie hat die Allianz in unserem Test abgeschnitten?

Die Allianz Risikolebensversicherung Plus gehört u den Top-Tarifen am Markt mit einer Bewertung von 1,5 – die DLVAG liegt mit einer 1,6 und einer guten Bewertung nur knapp dahinter.

Württembergische +

Die Württembergische bietet Eltern mit vereinfachten Gesundheitsfragen maximal eine Versicherungssumme von 200.000 Euro für 25 Jahre an – das Endalter liegt bei maximal 67 Jahren. Auch hier sind Körpermaße und Raucherstatus anzugeben, außerdem sind folgende Fragen zu beantworten:
  • Sind Sie derzeit voll oder teilweise arbeitsunfähig?
  • Waren Sie innerhalb der letzten zwei Jahre vor Antragstellung länger als zwei Wochen zusammenhängend krank oder wegen ein und derselben Erkrankung häufiger als zweimal in Behandlung, Beratung oder Kontrolle?
  • Nehmen oder nahmen Sie innerhalb der letzten zwei Jahre regelmäßig Medikamente ein? Hierbei geht es um ärztlich verordnete Medikamente, zum Beispiel Betablocker, Blutverdünner, Insulin, Hormonpräparate, Antidepressiva. Nicht gemeint sind zum Beispiel Vitaminpräparate, Antibabypille oder ab und zu eingenommene Kopfschmerztabletten.
  • Werden oder wurden Sie in den letzten fünf Jahren wegen der Folgen von Alkohol-, Drogen- oder Betäubungsmittelgenuss beraten oder behandelt, bzw. nehmen oder nahmen Sie in den letzten fünf Jahren Drogen oder Betäubungsmittel ein?
  • Wurden in den letzten fünf Jahren Anträge auf Lebensversicherungen zu erschwerten Bedingungen angenommen oder abgelehnt?

Wie hat die Württembergische in unserem Test abgeschnitten?

Die Württembergische Risikolebensversicherung ist mit zwei Tarifen im Test vertreten: Der Kompakt-Tarif wurde der Note 2,3 (gut) bewertet, der Premium-Tarif mit der Note 1,8 (gut).

Brauchen eigentlich beide Eltern eine Risikolebensversicherung?

Die Frage stellen viele Kunden auf der Suche nach einer Risikolebensversicherung – nicht zu Unrecht. Häufig wird zunächst der Hauptverdiener abgesichert, denn sein Tod reißt die größte finanzielle Lücke, wie die Grafik unten zeigt. Aber auch der Tod derjenigen Person, die sich um die Kinder kümmert, hat natürlich finanzielle Auswirkungen. Denn der Hauptverdiener muss entweder selbst einspringen – dann fällt sein Gehalt ebenso weg. Oder er überträgt die familiären und haushaltlichen Pflichten auf eine dritte Person – dann kann die Versicherungssumme der Risikolebensversicherung helfen, diese Last finanziell zu schultern.
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Und was passiert, wenn beide Eltern sterben?

In diesem Fall wandert die Versicherungssumme der Eltern in die Erbmasse, die in der Regel den Kindern zustehen wird. Für diesen Fall sollten Eltern übrigens auch daran denken, eine Sorgerechtsverfügung zu verfassen. Damit legen sie nicht nur verbindlich fest, wer sich beim Tod beider Eltern um die Kinder kümmern soll, sondern auch finanzielle Dinge – wie etwa die Verwendung der Versicherungssumme aus der Risikolebensversicherung – können darin verbindlich geregelt werden.

Wie hoch müssen Eltern sich absichern?

Zunächst einmal stellt sich die Frage, wofür die abgeschlossene Versicherungssumme eigentlich benötigt wird. In aller Regel wird damit kalkuliert, die auszuzahlende Summe als Einkommensersatz oder als Tilgungsersatz für Verbindlichkeiten zu nehmen – oder als eine Mischung aus beiden. Beantworten Sie sich zunächst einmal die folgenden Fragen:
  • Wie viel Einkommen fällt im Todesfall eines Verdieners weg?
  • Welche Einnahmen fließen stattdessen (zum Beispiel Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung)?
  • Gibt es Vermögenswerte, auf die im Todesfall zurückgegriffen werden kann?
  • Welche Verbindlichkeiten müssen mit der Versicherungssumme getilgt werden (zum Beispiel Hauskredit)?
  • Welche regelmäßigen Ausgaben müssen aus der Versicherungssumme finanziert werden?

Die richtige Versicherungssumme ermitteln

Wenn das Einkommen ersetzt werden soll, rechnen Sie wie folgt:

Beispiel: Der Versicherte V verdient 2.200 Euro netto. Im Todesfall fließen ca. 450 Euro gesetzliche Rente, sodass monatlich 1.750 Euro Einkommensersatz aus der Risikolebensversicherung finanziert werden müssen. Dieser Einkommensersatz muss für 14 Jahre fließen, dann sind die Kinder aus der Ausbildung. Das entspricht einem Betrag von 294.000 Euro, der benötigt wird.

Der benötigte Betrag und die Versicherungssumme sind nicht identisch. Denn die Versicherungssumme wird im Todesfall ausgezahlt, angelegt, und die Rente fließt aus dem Kapital und den Zinsen. Unter n-heydorn.de/zinsen.html können Sie mit Ihren Kunden rechnen, wie hoch die Versicherungssumme sein muss, wenn die gewünschte Rente ausgezahlt werden soll. Einfach bei der "Sparrate" die gewünschte Rente mit einem Minus-Zeichen davor eingeben, Anlagezeitraum, Steuersatz und Freibetrag eingeben und beim Grundkapital mit verschiedenen Versicherungssummen spielen. Das Endkapital muss dabei immer im Plus bleiben!

Soll die Versicherungssumme eingesetzt werden, um damit Schulden zu tilgen, ergibt sich die Höhe der Summe naturgemäß aus der Summe der Verbindlichkeiten. Bei der Absicherung von Immobiliendarlehen und anderen Krediten mit laufender Tilgung kann eine fallende Versicherungssumme vereinbart werden, die sich an die jeweilige Restschuld anpasst.

Familien: Risikolebensversicherung steuergünstig planen

Grundsätzlich wählen die meisten Familien eine klassische Variante der Absicherung: Jeder Partner versichert sein Leben und benennt einen Begünstigten, der im Todesfall die Versicherungssumme erhält. Besser gesagt: Die Versicherungssumme wandert in die Erbmasse und wird dann den Hinterbliebenen und Begünstigten ausgezahlt. Allerdings sollten Sie bei der Risikolebensversicherung die Steuer nicht vergessen: Bei Eheleuten ist das oft steuerlich unbedenklich, weil sie große Steuerfreibeträge für Erbschaften nutzen können. Anders bei Lebenspartnerschaften: Sie haben geringe Freibeträge, die Versicherungssumme wird als Erbmasse schnell steuerpflichtig.

Die Lösung ist die sogenannte Über-Kreuz-Versicherung: Sie machen den Versicherungsnehmer und die begünstigte Person zu einer Person und versichern in Ihrem Vertrag das Leben Ihres Partners. Stirbt der, bekommen Sie aus Ihrem eigenen Vertrag die Versicherungssumme ausgezahlt, die nicht in die Erbmasse wandert, sondern steuerfrei fließt. Das ist auf jeden Fall die bessere Variante für Lebenspartnerschaften und Paare, die ohne rechtlichen Rahmen zusammenleben – bei Ehepaaren kann die Variante sinnvoll sein, wenn es einiges zu vererben gibt.  
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Die häufigsten Fragen zur Risikolebensversicherung für Familien

Sollte die Risikolebensversicherung für die Familie eine Dynamik vorsehen? +

Ja, unbedingt, so steigt die Versicherungssumme jährlich ohne erneute Gesundheitsprüfung an und deckt damit auch Mehrbedarf – zum Beispiel durch Gehaltssteigerungen – ab.  

Braucht die Risikolebensversicherung für die Familie eine Nachversicherungsgarantie? +

Eine solche Nachversicherungsgarantie ohne erneute Gesundheitsprüfung ist absolut sinnvoll – ähnlich wie die Dynamik ermöglicht sie, den Schutz anzupassen – etwa nach einem Hauskauf mit zusätzlichen finanziellen Verpflichtungen.  

Unserer Familie ist die Risikolebensversicherung zu teuer? Können wir sie kündigen? +

Eine Risikolebensversicherung sollte niemals vorschnell gekündigt werden – ist der Schutz zu teuer, nutzen Sie unseren Vergleichsrechner, um mögliche günstigere Alternativen zu ermitteln. Finden Sie entsprechende Angebote, fordern Sie über den Rechner ein Angebot an – wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung und vermitteln auf Wunsch neuen Schutz. Erst wenn der bestätigt ist, sollten Sie die bisherige Lebensversicherung aufkündigen.  

Ist eine verbundene Risikolebensversicherung eine Option für Familien? +

Eine solche verbundene Risikolebensversicherung verbindet beide Eltern in einem Vertrag – gezahlt wird die Versicherungssumme nur einmal nach dem Tod des zuerst Verstorbenen – danach erlischt der Vertrag. Der Vorteil: Der eine Vertrag ist meist deutlich günstiger, als wenn beide Eltern sich mit eigenen Verträgen schützen. Der Nachteil: Der überlebende Elternteil ist nicht mehr versichert und muss ggf. einen neuen Vertrag abschließen.

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Modell-Foto: colourbox.com