Berufsunfähigkeitsversicherung Wie Sie sich richtig gegen Berufsunfähigkeit absichern

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist ein unerlässlicher Schutz für alle, die von ihrem Arbeitseinkommen leben.
     
  • Ohne private Berufsunfähigkeitsversicherung droht in vielen Fällen der soziale Absturz, denn die Erwerbsminderungsrente der Deutschen Rentenversicherung bietet keinen ausreichenden Einkommensersatz.
     
  • Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist ohne größere Vorerkrankungen am einfachsten und günstigsten - schließen Sie den Schutz daher so früh wie möglich ab.
     
  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung muss optimal zu Ihrer Lebensplanung, Ihrem beruflichen Werdegang und Ihren Wünschen und Vorstellungen passen - daher ist eine kompetente Beratung unerlässlich, um für einen günstigen Beitrag die beste Absicherung zu bekommen.
So gehen Sie vor: 

Schritt 1: Es gibt einige Vorüberlegungen anzustellen und erste Informationen einzuholen, wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung suchen. Welche Absicherung passt zu Ihrem Job, welche Alternativen kann es geben, wenn die BU zu teuer oder nicht abschließbar ist - etwa wegen Vorerkrankungen? Was sind Gründe, die gegen eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu sprechen scheinen und welche Einwände sind zutreffend? Sind die ersten Überlegungen angestellt, geht es zu ...

Schritt 2: Sie treffen eine Entscheidung. Welche Leistungsmerkmale sind wichtig? Was bestimmt den Beitrag, den ich zahlen muss und zahlen kann? Welche Art von BU-Versicherung möchte ich abschließen? Das sind nur einige der Fragen, auf die Sie Antwortren brauchen, um eine Entscheidung für Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung zu treffen. Ist die gefallen, geht es zu ...

Schritt 3: Sie schließen den Vertrag ab. Was ist beim Antrag zu beachten? Sollte ich eine Risikovoranfrage stellen oder doch lieber einen Invitatio-Antrag? Was genau muss ich bei den Gesundheitsfragen beachten und was ist, wenn der Versicherer Rückfragen hat?

Natürlich begleiten, beraten und unterstützen wir Sie bei allen diesen Schritten gerne - sprechen Sie uns einfach an! Am Ende steht dann hoffentlich die Berufsunfähigkeitsversicherung, die Sie optimal absichert!
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Inhaltsübersicht - in 3 Schritten zur Berufsunfähigkeitsversicherung:

Schritt 1: Informationen und Vorüberlegungen

Wer braucht eigentlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für alle wichtig, die von Ihrem Arbeitseinkommen leben - das dürfte auf die Mehrheit von Ihnen zutreffen. Der Schutz ist umso wichtiger, weil die staatliche Absicherung dürftig ist: Gerade einmal 700 bis 800 Euro monatlich beträgt die Erwerbsminderungsrente - und die bekommen viele nicht einmal. Die private Absicherung ist deshalb durch fast alle Berufsgruppen und Stadien der Erwerbstätigkeit und Ausbildung hindurch wichtig:
  • Arbeitnehmer und Angestellte haben zwar Ansprüche auf eine Erwerbsminderungsrente: Die aber ist selten höher als ein Drittel des letzten Bruttoeinkommens.
  • Beamte haben trotz ihrer Pensionsansprüche mit immer größeren Lücken bei Dienstunfähigkeit zu rechnen – sie benötigen eine Dienstunfähigkeitsversicherung.
  • Beamte im Vollzugsdienst benötigen eine besondere Dienstunfähigkeitsversicherung, die zum Beispiel auch Polizeidienstunfähigkeit absichert.
  • Lehrer benötigen ebenfalls umfassenden Schutz, sind sie doch besonders häufig von Berufsunfähigkeit bedroht.
  • Selbstständige haben meist gar keine staatlichen Ansprüche und müssen privat vorsorgen. Hausfrauen und -männer können nach einer langen Auszeit im Job kaum mit staatlicher Unterstützung bei Erwerbsminderung rechnen.
  • Schüler und Studenten haben noch keine Ansprüche auf eine Erwerbsminderungsrente aufgebaut und erhalten ohne private Absicherung keine Leistungen bei Invalidität.
  • Hausfrauen und -männer brauchen ebenso im Falle einer Berufsunfähigkeit einen privaten Schutz.

Individueller Schutz für jeden Beruf

Nicht jede BU passt zu jedem Beruf:
  • Medizinisches Fachpersonal braucht einen Vertrag mit Infektionsklausel
  • Selbstständige eine Verufsunfähigkeitsversicherung ohne Verweisungsklausel,
  • Polizisten müssen für den Vollzugsdienst abgesichert werden - ebenso wie Feuerwehrleute,
  • Beamte können von einer Dienstunfähigkeitsklausel profitieren 
  • bei Stundenten muss die angestrebte Tätigkeit richtig versichert werden. 
Hier hilft nur eine kompetente Beratung (hier klicken und anfordern), um den passenden Schutz zu bekommen - Kleinigkeiten können über Leistungsansprüche im Wert von mehreren 100.000 Euro entscheiden!

Berufsunfähigkeitsversicherung: Das sind die Alternativen

Nicht jeder bekommt eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder ein Angebot, das bezahlbar oder akzeptabel ist. In dem Fall braucht es eine Alternative, um das Risiko einer Invalidität abzusichern.

Alternative 1: Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt, wenn Erwerbsunfähigkeit festgestellt wird, Sie also auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr einsetzbar sind. Die Voraussetzungen sind damit im Grundsatz angelehnt an die der staatlichen Erwerbsminderungsrente.

Der Überblick:
  • Sichert Arbeitskraft als Basis-Schutz ab
  • Günstiger als eine Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Höhere Hürde für Rentenzahlung als bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Gesundheitsprüfung erforderlich
  • Ablehnung oder Erschwernisse möglich

Alternative 2: Grundfähigkeitsversicherung

Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt, wenn bestimmte körperliche Haupt-Fähigkeiten wie "Sehen", "Sprechen", "Orientieren" oder "Hände gebrauchen" nicht mehr möglich sind. Geleistet wird auch, wenn bestimmte Neben-Fähigkeiten wie "Sitzen", "Greifen" oder "Stehen" kumulativ nicht mehr ausübbar sind.

Der Überblick:
  • Leistungen auch ohne Berufsunfähigkeit
  • Verlust von Grundfähigkeiten ggf. leichter zu beweisen als Berufsunfähigkeit
  • Absicherung auch mit Vorerkrankungen möglich
  • Psychische Erkrankungen als Hauptursache für Berufsunfähigkeit nicht versichert

Alternative 3: Dread-Disease-Versicherung

Der Begriff "dread disease" bedeutet so viel wie "schwere Krankheit". Zu den versicherten schweren Krankheiten gehören in der Regel immer Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, multiple Sklerose, Nierenversagen und Bypass-Operationen. Wird eine der Krankheiten diagnostiziert, zahlt die Dread-Disease-Versicherung die vereinbarte Versicherungsleistung – als Rente oder einmalige Versicherungsleistung.

Der Überblick:
  • Leistungen auch ohne Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit
  • Kein Schutz bei typischen Krankheiten, die zur Berufsunfähigkeit führen
  • Einmalzahlung sichert keine Rente
  • Gesundheitsprüfung erforderlich 

Alternative 4: Private Pflegezusatzversicherung

Die private Pflegezusatzversicherung zahlt in der Regel eine monatliche Rente, wenn ein Pflegegrad festgestellt wird oder bestimmte Aktivitäten des täglichen Lebens (sog. ADL wie Ausziehen, Essen, Körperhygiene) nicht mehr alleine ausgeführt werden können. Der Überblick: Wenn Pflegebedürftigkeit zur Berufsunfähigkeit führt, wird eine Rente gezahlt. Es ist eine ausreichende Rente zu günstigen Beiträgen versicherbar. Aber: Die Pflegezusatzversicherung soll Pflegekosten decken, nicht den Lebensunterhalt. Und mit einer Pflegeversicherung decken Sie lediglich eine Ursache für Berufsunfähigkeit ab. 

Alternative 5: Unfallversicherung

Eine Unfallversicherung zahlt, wenn nach einem Unfall körperliche Folgen zurückbleiben – je nach Vertrag gibt es eine Rente, eine Einmalzahlung oder eine Mischung aus beidem. Wenn ein Unfall zu dauerhafter Invalidität führt, kann eine Rente gezahlt werden. Eine zusätzliche Einmalzahlung ist möglich. Die Unfallversicherung sichert nur eine Ursache für Berufsunfähigkeit ab. Den geringen Kosten stehen aber hohe Leistungen gegenüber.

Alternative 6: Multi-Risk-Policen

Eine Multi-Risk-Police ist je nach Versicherung und Anbieter eine Mischung aus Pflege-, Unfall-, Grundfähigkeits- und Schwere-Krankheiten-Versicherung, die Rentenzahlungen mit Einmalleistungen verbindet. Die Police deckt verschiedene mögliche Ursachen für Berufsunfähigkeit ab.

Der Überblick:
  • Leichtere Annahme – vor allem mit Vorerkrankungen
  • Umfangreicher Leistungskatalog zu günstigen Beiträgen
  • Keine Absicherung einer bestimmten beruflichen Tätigkeit

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen – die Gründe für eine Invalidität

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen – unabhängig vom Job, dem Lebenswandel oder dem aktuellen Gesundheitszustand: Denn die Ursachen für eine Berufsunfähigkeit können vielfältig sein. Somit sind körperlich arbeitende Menschen genauso gefährdet wie Akademiker, Kaufleute und viele andere Berufsgruppen. Die Hauptgründe für eine Berufsunfähigkeit zeigt die folgende Grafik.
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Leider wird die Berufsunfähigkeitsversicherung manchmal erst dann zu einem Thema, wenn eine Krankheit bereits diagnostiziert worden ist. Manchmal kann es dann tatsächlich buchstäblich zu spät sein, wenn die Krankheit schwerer oder der Krankheitsverlauf stark fortgeschritten ist. Aber in vielen anderen Fällen lässt sich Versicherungsschutz oft noch sicherstellen - und das zu besseren Konditionen, als die meisten vermuten. Grundsätzlich lässt sich ohne Prüfung des Einzelfalls bei den meisten Krankheiten nicht vorab sagen, ob und zu welchen Konditionen der Einzelne versicherbar ist. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Versicherbarkeit im Rahmen unserer Beratungserfahrung und mit einer Risikovoranfrage zu ermitteln. Sprechen Sie uns an!

Kritik an der Berufsunfähigkeitsversicherung - was ist dran?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt als eine der wichtigsten Versicherungen − aber keine Police steht auch so in der Kritik, weil die Versicherer die Kunden im Leistungsfall angeblich benachteiligen. Stimmt das? Auf der einen Seite stehen immer wiederkehrende Vorwürfe gegen die BU-Versicherer, sich vor Zahlungen "drücken" zu wollen im Leistungsfall. Auf der anderen Seite steht die Praxis der Leistungsfallbearbeitung. Was also stimmt? Eine Antwort darauf gibt eine Studie des Analysehauses Franke und Bornberg, die stichprobenartig 700 Leistungsfallakten bei den sieben Versicherern AachenMünchener, ERGO, HDI, Nürnberger, Stuttgarter, Swiss Life und Zurich Deutscher Herold ausgewertet haben.

Vorurteil 1: "Die Versicherer verweigern erst einmal die Zahlung."

Stimmt nicht, ganz im Gegenteil: Rund 16 Prozent aller einmal angestoßenen Leistungsprüfungen werden von Kunden selber gar nicht weiterverfolgt, weil es zum Beispiel den Betroffenen schneller als gedacht wieder besser geht. Tatsache ist aber auch: Sieben von zehn Leistungsanträgen werden anerkannt. Abgelehnt wird vor allem wegen Anfechtungen der Gesellschaften rund um das Thema Gesundheitsfragen – Sie haben es mit ehrlichen Angaben in der Hand, dass das nicht passieren kann.

Vorurteil 2: "Die Versicherer zermürben die Kunden."

Dieser Vorwurf wird oft laut, wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung vom Vertrag zurücktritt oder ihn anficht: Meist ist die falsche oder unvollständige Beantwortung der Gesundheitsfragen der Auslöser für diesen Schritt des Versicherers – siehe oben. Fakt ist aber: Seit 2007 ist der Anteil der Rücktritte und Anfechtungen an den Ablehnungen von 40 Prozent auf knapp 33 Prozent gefallen, und Sie können gemeinsam mit uns falsche Angaben vermeiden.

Vorurteil 3: "Die Versicherer ziehen das Verfahren in die Länge."

Dieses Klischee hält sich standhaft: Berufsunfähigkeitsversicherungen versuchen, die Bearbeitung und Anerkennung der Leistungsansprüche in die Länge zu ziehen, bis der Kunde aufgibt. Fakt ist aber: Die Bearbeitung dauert lange, was der Komplexität des Verfahrens geschuldet ist. Der Kunde muss seine Ansprüche anmelden und Auskunft erteilen, der Versicherer muss den Anspruch bewerten und externen Rat einholen. Vor allem ist aber auch die Mitwirkung von Ärzten und Kunden erforderlich, die oft länger als notwendig dauert. Für den Kunden gilt: Je aussagekräftiger die eingereichten Unterlagen sind, desto schneller ist eine Bearbeitung möglich.

Vorurteil 4: "Die Versicherer setzen auf immer neue Gutachten."

Vor jeder Entscheidung steht erst einmal ein Gutachten – und das wird immer von versicherungsfreundlichen Gutachtern erstellt – so das Vorurteil. Die nackten Zahlen belegen diese Einschätzung jedoch nicht: Gerade einmal in sieben Prozent aller Leistungsprüfungen wurde 2012 ein Gutachten angefordert. 93 von 100 Fällen dagegen wurden ohne Gutachter bearbeitet! Der Großteil der Gutachter kam dabei bei psychischen Erkrankungen (51 Prozent der Fälle) sowie bei Erkrankungen am Bewegungsapparat (32 Prozent der Fälle) zum Einsatz. Die beauftragten Gutachter stammten übrigens meist aus spezialisierten Gutachterbüros oder kamen aus Universitätskliniken – spezielle, "versicherungsfreundliche" Gutachter konnten dabei nicht ausgemacht werden.

Vorurteil 5: "Die Kunden werden in Prozesse verstrickt."

Auch das gehört zum Repertoire an Vorwürfen gegen Berufsunfähigkeitsversicherungen: Sie sollen die Kunden in Gerichtsverfahren verstricken, damit diese die Lust auf die Durchsetzung ihrer Ansprüche verlieren. Schaut man sich die bewertete Prozessquote von 2010 bis 2012 an, kann von Systematik keine Rede sein: Gerade einmal drei Prozent der angemeldeten Leistungsfälle landeten vor Gericht – und die Quote bleibt auch im Fünfjahres-Überblick stabil. Ein weiterer Wert ist interessant: Die Versicherungsgesellschaften haben gerade einmal jedes sechste Verfahren vor Gericht verloren – das spricht nicht dafür, dass unberechtigt und mutwillig prozessiert wird.

Das Ergebnis: In der Praxis lassen sich die gängigen Vorurteile nicht belegen.

Berufsunfähigkeitsversicherung: DIY-Schutz gibt es nicht!

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungspolicen überhaupt. Trotzdem verzichten nicht wenige auf den Berufsunfähigkeitsschutz – oft auch in dem Irrglauben, dass man selbst eine solche Police (noch) nicht braucht, etwa weil die Rentenversicherung doch eine Erwerbsminderungsrente vorsieht oder der Bürojob nicht so gefährlich ist, dass man wirklich berufsunfähig wird. Manchen denken auch, dass es sinnvoller ist, den Beitrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung lieber zu sparen und dann von dem Ersparten zu leben - eine rechnung, die in der Praxis oft nicht aufgeht:

Sie entscheiden sich mit 25 Jahren, statt einer BU im Monat die 60 Euro Beitrag beiseite zu legen. 27 Jahre später, mit 52 Jahren und einem Nettoeinkommen von 3.000 Euro monatlich, werden Sie berufsunfähig: Sechs jahre lang müssen Sie aus dem Ersparten leben, Sie brauchen also 216.000 Euro auf der hohen Kante - gespart haben Sie in den 27 Jahre aber lediglich 19.440 Euro. Nur mit einer Rendite von knapp 15 Prozent kommen Sie in die Nähe der 216.000 Euro - eher unwahrscheinlich, dass das zu schaffen ist. Und was, wenn Sie statt sechs zehn Jahre berufsunfähig werden? Oder schon mit 42 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Job ausscheiden? Sie merken es selber: Die Rechnung kann und wird nicht aufgehen! 
Hier zum Ratgeber BU und Information: Die ersten Schritte zur Arbeitskraftabsicherung

Schritt 2: Entscheidung treffen

Im zweiten Schritt auf der Suche nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung geht es darum, die Entscheidung für den "richtigen" Versicherer zu treffen. Hier geht es darum, sich für das Modell einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu entscheiden: Die selbstständige BU oder die BUZ, die weitere Leistungsmerkmale wie etwa den Hinterbliebenenschutz in einem Tarif vereint. Es geht darum, das Kleingedruckte zu analysieren (oder von uns anlysieren zu lassen): Denn die Versicherungsbedingungen entscheiden darüber, ob und wann geleistet werden muss, wenn es Ihnen gesundheitlich schlecht geht. Und es geht natürlich auch darum, bezahlbaren Schutz zu finden, denn die Arbeitskraftabsicherung soll exzellent sein - aber eben auch nicht (zu) teuer.  

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine der Fragen, die uns in der Beratung als erstes gestellt wird, ist: Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung? tatsache ist (und das enttäuscht viele): Den tatsächlich zu zahlen den Beitrag können wir erst ganz am Ende unserer Beratung nennen, denn der konkrete Beitrag ist das Ergebnis unserer Analyse und Beratung und die berücksichtigt eine Vielzahl von Faktoren:

Ihr Beruf

In der heutigen Berufswelt gibt es immer weniger klassische Berufsbilder - auf der anderen Seite versuchen die Berufsunfähigkeitsversicherungen sich in immer feineren Differenzierungen: Wie genau sieht die konkrete Tätigkeit aus? Welche Ausbildung wurde absolviert? Wie hoch ist der Anteil an Bürotätigkeit? Wie oft müssen Sie zu Kunden fahren? Wie oft reisen? Für viele Mitarbeiter tragen Sie die Verantwortung. Viele Kunden können es sich nicht vorstellen, aber schon eine kleine Drehung an einer der vielen Stellschrauben kann den Beitrag um zehn oder 20 Prozent verändern - zu Ihrem Vorteil, aber eben auch zu Ihrem Nachteil. Deshalb halten wir auch wenig von Vergleichsrechnern, die Ihnen in Sekundenschnelle ein Ergebnis präsentieren wollen, ohne die so wichtige berufliche Eingruppierung vornehmen zu können - und meist ist das Ergebnis unpräzise und wenig aussagekräftig.

Ihre Hobbys

Das Freitzeitverhalten kann Ihre Versicherbarkeit in der BU deutlich beeinflussen und den Beitrag je nach Hobby auch schnell verdoppeln. Manche (günstigen) Versicherer bieten Ihnen auch gar keinen Versicherungsschutz, sodass schon der günstigste Tarif deutlich teurer ist als für Antragssteller ohne entsprechendes Hobby - wenn dann noch Risikozuschläge erhoben werden, können Sie sich vorstellen, dass die Schaufenster-Beiträge der Vergleichsrechner kaum zu halten sein dürften.

Ihr Gesundheitsstatus

Ebenso wie Ihr Beruf und Ihr Freizeitverhalten beeinflusst Ihr Gesundheitsstatus den beitrag für Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung. Bestimmte Risikofaktoren wie Über- oder Untergewicht führen zu Beitragszuschlägen, die bis zu 100 Prozent ausmachen können. Andere Erkrankungen schließen - ähnlich wie gefährliche Hobbys - die Versicherbarkeit bei einer Vielzahl von Versicherungen komplett aus: Die (oder manchmal auch der einzige) verbleibenden Versicherer verlangen dann deutlich höhere Beiträge gegenüber einem Antragssteller ohne gesundheitliche Einschränkungen.

Sie merken: Die Beiträge in der Berufsunfähigkeitsversicherung sind sehr individuell und können nur nach persönlicher Beratung individueller Analyse verlässlich bestimmt werden. Dazu kommt eine mitunter schwer nachvollziehbare Beitragsgestaltung der BU-Versicherer: denn während der eine den Beruf A günstig einstuft, will ein anderer Versicherer einen doppelt so hohen Beitrag haben. Auch hier ist es wichtig, auf Experten wie uns zuzugreifen, dei wissen, welcher Versicherer Ihre Berufsgruppe günstig versichert.

Das kostet Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung

Rechnen Sie selbst

In unserem Vergleichsrechner können Sie Ihren individuellen Beirag für die Berufsunfähigkeitsversicherung selbst berechnen. Ihr Vorteil: Sie haben mit ein paar Mausklicks einen ca-Wert, was der Schutz der Arbeitskraft Sie kosten wird. Der Nachteil: Nach Antragsprüfung kann der Beitrag zum Teil deutlich teurer oder auch günstiger werden. Die schnelle Lösung, die aber auch etwas ungenau sein kann. 

>>> Hier zum Vergleichsrechner  

Lassen Sie sich ein Angebot erstellen

Fordern Sie einfach eine unverbindlich und natürlich kostenlose Beratung mit einer Analyse und einem schriiftlichen Angebotsvergleich an. Ihr Vorteil: Sie erhalten eine verlässliche Auskunft, welche Versicherer Sie tatsächlich zu welchen Konditionen versichern. Der Nachteil: Sie brauchen etwas Geduld und haben nicht sofort einen ca-Wert auf dem Bildschirm. Die gründliche Lösung, die Ihnen exakt verrät, wie Sie versichert werden können. 

>>> Hier zur Angebotsanfrage 

Berufsunfähigkeitsversicherung: Die wichtigsten Leistungsmerkmale auf einen Blick

Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht gleich Berufsunfähigkeitsversicherung! Wer sich für den passenden Schutz interessiert, wälzt viele BU-Ratgeber, studiert Checklisten, nimmt professionelle Beratung in Anspruch und stellt fest: Neben den klassischen Premium-Tarifen mit starken Leistungsmerkmalen gibt es auch Basis-Tarife mit abgespeckten Leistungsmerkmalen. Hier sehen Sie, welche Leistungsmerkmale bei den Basis- und den Premium-Tarifen der Berufsunfähigkeitsversicherungen erfüllt, zum Teil erfüllt oder eben nicht erfüllt sind.
  Premium-Tarife Basis-Tarife

Damit ist es nicht möglich, Sie auf einen anderen Beruf abzuschieben, den Sie gar nicht ausüben können oder wollen.

Verzicht auf abstrakte Verweisung

Wenn Sie unbeabsichtigt die Gesundheitsfragen falsch beantwortet haben, verzichten die Versicherer darauf, gemäß § 19 VVG die Prämie anzupassen oder den Vertrag zu kündigen.

Verzicht auf die Rechte aus § 19 VVG

Sie sind überall auf der Welt gegen das Risiko einer Berufsunfähigkeit geschützt.

Weltweiter Schutz

Sie müssen für die Anerkennung der Berufsunfähigkeit keine ärztlichen Behandlungen oder Therapien auf sich nehmen.

Verzicht auf Arztanordnungs-Klausel

Bei einer Dynamik wird die Berufsunfähigkeitsrente jedes Jahr um einen vorher festgelegten Satz erhöht.

Dynamik

Es gibt Ausschlusstatbestände, bei denen die Rente nicht gezahlt wird. Vor allem geht es dabei um eigenes Fehl- oder Risikoverhalten, das zu einer Berufsunfähigkeit führen könnte.

Keine Leistungsausschlüsse bei ...

Der Versicherer zahlt auch dann, wenn Sie bei Fahrzeugrennen verunglücken und berufsunfähig werden.

... Fahrveranstaltungen

Geleistet wird auch, wenn die Berufsunfähigkeit eine Folge von Verstrahlung ist – Ausnahmen bilden große Unglücksfälle.

... Strahlen

Geleistet wird auch, wenn Berufsunfähigkeit die Folge einer ABC-Belastung ist – Ausnahmen bilden große Unglücksfälle.

... durch ABC-Stoffe
... fahrlässigen Vergehen im Straßenverkehr
... grob fahrlässigen/vorsätzlichen Vergehen im Straßenverkehr

Sie sind berufsunfähig, wenn Sie außerstande sind, Ihren bisherigen Beruf weiter auszuüben. Bei einem kurzen Prognosezeitraum reicht es, wenn Sie voraussichtlich sechs Monate berufsunfähig sind.

Kurzer Prognosezeitraum

Wird nur der letzte Beruf der versicherten Person beachtet und nicht auf frühere Berufe abgestellt, ist es für den Versicherer in aller Regel schwieriger, die Rentenzahlung zu verweigern.

Einfache Berufsprüfung

Es ist wichtig, dass Ihr Berufsunfähigkeitsschutz auch bei Zahlungsschwierigkeiten bestehen bleiben kann.

Überbrückung bei finanziellen Problemen

Mit einer Nachversicherungsgarantie besteht diese Möglichkeit bei Eintritt wichtiger Lebensereignisse wie zum Beispiel einer Heirat oder der Geburt eines Kindes. Manche Versicherer bieten eine solche Garantie auch anlassunabhängig.

Nachversicherungsgarantie

Wenn Sie nach einer Berufsunfähigkeit wieder arbeiten, sollte eine konkrete Verweisung davon abhängig sein, dass Sie mindestens 80 Prozent Ihres früheren Einkommens in einer vergleichbaren beruflichen Position erzielen.

Erschwerte konkrete Verweisung

Im Idealfall bemisst sich die Berufsunfähigkeit bei einem Ausscheiden aus dem Job – zum Beispiel wegen Elternzeit oder Sabbatical – ohne zeitliche Begrenzung nach dem zuletzt ausgeübten Job.

Keine Verweisung bei Ausscheiden aus dem Job

Befristungen der Rente sorgen für Unsicherheit, weil Sie nach einem Jahr einen neuen Antrag stellen müssen.

Unbefristete Leistungsversprechen

Einige Versicherungen sehen als Leistungsauslöser für die Rentenzahlung bereits den Eintritt einer mindestens sechsmonatigen Arbeitsunfähigkeit vor, wenn zeitgleich Leistungen wegen Berufsunfähigkeit beantragt werden. So erhalten Sie schneller Leistungen, auch wenn später keine Berufsunfähigkeit festgestellt wird.

Leistungen bei Arbeitsunfähigkeit

Wenn Ihr Studienabschluss versichert ist, werden Sie bei Berufsunfähigkeit so gestellt, als wenn Sie die berufliche Stellung nach dem Studium erreicht hätten. Damit sind Sie zum Beispiel schwerer zu verweisen.

Absicherung des angestrebten Studienabschlusses

Leistungsmerkmal erfüllt   Leistungsmerkmal zum Teil erfüllt   Leistungsmerkmal nicht erfüllt  

Welche Arten von Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es?

Es gibt Berufsunfähigkeitsversicherungen in verschiedenen Varianten – hier erfahren Sie, welche für Sie infrage kommt.

Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung

Die selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung – auch BU oder SBU genannt – ist die klassische Variante der Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie wird als Einzelvertrag abgeschlossen und hat als Vertragsinhalt nur den Schutz gegen Berufsunfähigkeit.
  • Vorteil: Die selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung ist in der Regel die günstigste und einfachste Absicherung.
  • Nachteil: keiner

Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

Die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung – auch als BUZ bezeichnet – ist ein Berufsunfähigkeitsschutz, der als Zusatz zu einem anderen Vertrag abgeschlossen wird. In vielen Fällen ist die Basis eine Risikolebensversicherung, die um eine Berufsunfähigkeitsversicherung ergänzt wird. Aber auch Altersvorsorgeversicherungen werden oft mit einem Zusatz in Form einer Berufsunfähigkeitsversicherung versehen. Am bekanntesten sind dabei Berufsunfähigkeitsversicherungen zu einer Basis-Rente oder Rürup-Rente. Die Kosten der Berufsunfähigkeitszusatzversicherung können dann wie die Beiträge für die Altersvorsorge steuerlich abgesetzt werden.
  • Vorteil: Mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung lassen sich verschiedene Vorsorgemaßnahmen verbinden, und Sie sparen Beiträge und ggf. sogar Steuern.
  • Nachteil: Die Kosten sind meist höher, achten Sie vor allem bei einer Koppelung mit einer Altersvorsorge darauf, dass Sie die Berufsunfähigkeitsversicherung auch ohne die Rentenversicherung fortführen können.

Dienstunfähigkeitsversicherung

Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist eine spezielle Variante der Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie koppelt bei Beamten die Leistungen bei Berufsunfähigkeit an die Entscheidung eines Dienstherrn über die Dienstunfähigkeit: Wird die ausgesprochen, werden Leistungen aus der Dienstunfähigkeitsversicherung fällig.
  • Vorteil: Mit einer Dienstunfähigkeitsversicherung werden Beamte sehr gezielt gegen das Risiko einer Dienstunfähigkeit abgesichert.
  • Nachteil: Anbieter mit einer Dienstunfähigkeitsklausel sind selten, die Auswahl der Anbieter ist damit eingeschränkt – gerade einmal eine Handvoll Anbieter sind am Markt vertreten.

Beitragsübernahme bei Berufsunfähigkeit

Einige Berufsunfähigkeitsversicherungen bieten auch Bausteine an, die bei Berufsunfähigkeit keine monatliche Rente zahlen, sondern die Beiträge für eine Renten- oder Kapitallebensversicherung weiterzahlen, wenn Sie berufsunfähig sind. Damit wird sichergestellt, dass die private Altersvorsorge auch bei Berufsunfähigkeit weiter aufgebaut wird.
  • Vorteil: Mit einer Beitragsübernahme bei Berufsunfähigkeit wird Ihre Altersvorsorge abgesichert – egal, was auch passiert. Ihre (Zusatz-) Rente ist sicher!
  • Nachteil: Sie sichern nur Ihre Altersvorsorge ab, nicht Ihr Arbeitseinkommen. Es besteht zusätzlicher Absicherungsbedarf.
Hier zum Ratgeber BU und Entscheidung: Die richtige Wahl treffen

Schritt 3: Der Abschluss 

Antrag stellen - wie läuft das denn ab?

Wenn Sie nach unserer Beratung wissen, wie und bei wem Sie sich im Idealfall versichern möchten, ist es an der Zeit, konkreter zu werden und den Schutz in trockene Tücher zu bringen - damit ist es Zeit für den Antrag. Neben der Aufnahme Ihrer persönlichen Daten geht es vor allem um die Risikofaktoren
  • Beruf
  • Hobbys und Freizeitverhalten sowie 
  • Gesundheit.
In der Regel werden wir diese Faktoren im Rahmen der Beratung bereits erörtert und bewertet haben, in der Praxis entscheiden wir jetzt gemeinsam, wie wir weiter vorgehen.

Variante 1: Direkt Antragsstellung 

  • Sie sind gesund? 
  • Sie haben einen Beruf der einfach zu versichern ist? 
  • Sie haben keine gefährlichen Hobbys? 
  • Die versicherte Rente liegt unter 2.500 Euro monatlich? 
Glückwunsch, in diesem Fall können wir Sie direkt versichern. Sie unterzeichnen die Antragsunterlagen und in aller Regel wird der Schutz in rund einer Woche spätestens bestätigt sein, wenn Sie den Versicherungsschein in den Händen halten. 

Variante 2: Der Invitatio-Antrag 

Sie sind grundsätzlich gesund oder nur gering eingeschränkt? Dann wissen wir mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, welche Versicherer Sie annehmen würden. In diesem Fall empfehlen wir einen Invitatio-Antrag. Damit fordern Sie und wir gemeinsam den Versicherer auf, Ihnen ein Versicherungsangebot zu unterbreiten. Versichert Sie Ihr Wunsch-Anbieter ohne Einschränkung, müssen Sie lediglich die Annahmeerklärung unterschreiben und der Versicherungsschutz steht. Ist das Angebot wider Erwarten schlecht (z. B. mit einem Zuschlag oder Leistungsauschluss versehen), nehmen Sie es nicht an. Aber: Sie müssen diesen nicht angenommen Antrag nicht angeben, wenn Sie weitere Anträge stellen - und das nehmen wir dann gemeinsam in Angriff. 

Varainte 3: Die Risikovoranfrage 

Bei Vorerkrankungen und manchmal auch bei besonderen Berufen und einigen gefährlichen Hobbys sind Risikovoranfragen sinnvoll, um ganz konkret die Versicherbarkeit bei Ihrem Wunsch-Versicherer oder mehreren Versicherern zu ermitteln. Alle Informationen fließen dafür in spezielle Formulare, die wir für die Voranfrage bei allen Gesellschaften verwenden können. Heraus kommt die fertige Voranfrage, die wir um die (dann natürlich anonymisierten) Arztberichte und weiteren (ebenso geschwärzten) medizinischen Unterlagen ergänzen, die für die Entscheidungsfindung beim Versicherer relevant sind. Diese gesammelten Unterlagen erhalten Sie von uns zur Überprüfung, BEVOR wir eine Voranfrage stellen. Erst wenn wir von Ihnen grünes Licht haben, senden wir sie an unsere Ansprechpartner in die Risikoprüfungsabteilungen.

Wir sammeln dann in den meist kommenden sieben bis 14 Tagen die Voten der Versicherer ein und bereiten alle Informationen für Sie auf: So bekommen Sie einen Überblick, welche Versicherer Sie zu welchen Konditionen nehmen würde. Diese Voten teilen wir Ihnen zusammen mit unserer Analyse und Empfehlung  mit. Wir stellen dann mit Ihnen gemeinsam die Antragsunterlagen zusammen, zu denen neben dem eigentlichen Antragsformular auch die Risikovoranfrage inkl. des Votums des Versicherers gehört. Durch die Voranfrage ist die Risikoprüfung eine kurze Angelegenheit - es sei denn, im Rahmen der Antragsstellung tauchen weitere Umstände auf, die eine Erschwernis rechtfertigen. Ansonsten wird aus der anonymen Voranfrage ein personalisierter Antrag, der dann damit endet, dass Sie den Versicherungsschein in den Händen halten und versichert sind.

Risikovoranfrage: Das klingt so kompliziert - geht es nicht einfacher?

Ja, wenn Sie kerngesund sind, keine über den Breitensport hinausgehenden Hobbys haben, nicht rauchen, nicht zu dick oder zu dünn sind und einen ganz klassischen Beruf ausüben, den der Versicherer ganz eindeutig einstuft, dann können wir gemeinsam mit Ihnen direkt den Antrag stellen.

Aber...

Wir raten Ihnen dazu, Ihre Gesundheitsgeschichte immer exakt zu recherchieren - Sie werden sich wundern, was manche Ärzte für Ihre Patienten abrechnen und welche Diagnosen dahinterstehen, von denen Sie niemals gehört haben. Das können (müssen nicht) vorsätzliche Falschdiagnosen sein, um mehr Geld abrechnen zu können, manchmal sind es auch Gefälligkeits-Diagnosen, damit Sie z. B. eine Kur beantragen können oder auch einfach nur die gewünschten sechs Massagen bekommen - und manchmal sind es einfach auch Fehler in der Akten durch falsche Eintragungen der Ärzte. Am Ende müssen Sie das aber im Leistungsfall ausbaden und öffnen der Leistungsabteilung eine weit offene Hintertür, um leistungen ablehnen zu können. Heute - als Antragssteller - haben Sie es hingegen in der Hand, falsche Diagnosen richtigstellen zu lassen. Klar: Einfach ist das nicht, manche Ärzte sperren sich auch gegen eine Akteneinsicht, obwohl sie Ihnen zusteht - wohl wissend, dass damit Falschabrechnungen auffliegen könnten. Aber einfach heißt auch, dass Sie im Leistungsfall die (und deutlich mehr) Arbeit haben, die Sie sich jetzt ersparen möchten.
Hier zum Ratgeber BU und Abschluss: Den Schutz unter Dach und Fach bringen
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Berufsunfähigkeitsversicherung Tipps: Mehr Informationen und Ratgeber 

Rund um die Arbeitskraftabsicherung gibt es viele Fragen - vor und auch nach Vertragsschluss. In unseren Tipps finden Sie viele Informationen, die Ihren Schutz verbessern helfen. Etwa zum Thema Steuern: Sind die Beiträge absetzbar und wie werden Leistungen besteuert? Oder beim Thema BU-Versicherung und Zahlungsschwierigkeiten: Wer finanzielle Probleme bekommt, will oft Versicherungen wie die Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen - aber ist das eine gute Idee? Und auch die Kritik an der Berufsunfähigkeitsversicherung sehen wir uns an: Die Versicherer benachteiligen die Kunden im Leistungsfall angeblich erheblich - stimmt das? Mehr zu diesen Themen in unseren Tipps. 
Hier zu den Tipps und Ratgebern rund um die Berufsunfähigkeitsversicherung

Die häufigsten Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung? +

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt Ihnen die vereinbarte Rente, wenn Sie Ihren aktuellen Beruf nicht mehr ausüben können. Das ist wichtig, weil Sie ohne private Berufsunfähigkeitsversicherung keinerlei finanzielle Mittel haben, wenn Sie berufsunfähig werden. Die Deutsche Rentenversicherung zahlt Ihnen nur dann eine Rente wegen Berufsunfähigkeit, wenn Sie vor 1961 geboren sind. Alle anderen bekommen eine Erwerbsminderungsrente, die kaum mehr als 30 Prozent des letzten Bruttoeinkommens ausmacht – dafür dürfen Sie aber auch nicht in der Lage sein, noch mehr als drei Stunden am Tag zu arbeiten. Wer bis zu sechs Stunden arbeiten kann, erhält nur eine halbe Erwerbsminderungsrente.

Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll? +

Wenn Sie Ihren Job über eine längere Zeit nicht mehr ausüben können, verlieren Sie Ihr Einkommen und damit Ihre Lebensgrundlage. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist sinnvoll, weil sie für Sie einen Einkommensersatz darstellt und damit Ihre finanzielle Unabhängigkeit sichert.

Wie kann ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung online vergleichen? +

Sie finden auf unserer Seite einen Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Damit haben Sie die Möglichkeit, ganz individuell Ihren Beitrag für Ihre individuelle Berufsunfähigkeitsversicherung zu berechnen. Sie geben Ihr Geburtsdatum ein, die gewünschte Berufsunfähigkeitsrente, die Laufzeit des Vertrages und Ihren Beruf und erhalten die günstigsten Top-Anbieter für Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung.

Kann ich die Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen? +

Sie haben grundsätzlich immer die Möglichkeit, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu kündigen – meist sogar binnen Monatsfrist. Die Entscheidung sollte aber nicht überstürzt erfolgen. Wenn Sie zu einer anderen Berufsunfähigkeitsversicherung wechseln wollen, sollten Sie vor der Kündigung eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben. Sind zu hohe Beiträge der Grund dafür, dass Sie die Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen möchten, lassen Sie sich von uns zu Alternativen einer Kündigung beraten: Der Schutz der Berufsunfähigkeitsversicherung ist zu wichtig, um ihn einfach aufzugeben.

Brauchen Beamte auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung? +

Beamte erhalten im Falle einer Dienstunfähigkeit Leistungen von Ihrem Dienstherrn, die aber die wegfallenden Bezüge nicht in voller Höhe ausgleichen. Diese Versorgungslücke schließt eine spezielle Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte, die als Dienstunfähigkeitsversicherung bezeichnet wird.

Zahlt eine Berufsunfähigkeitsversicherung nur bei Berufsunfähigkeit? +

Nein, einige Berufsunfähigkeitsversicherungen haben das Leistungsspektrum um eine sogenannte Arbeitsunfähigkeitsversicherung erweitert, soass auch bei einer längeren Arbeitsunfähigkeit von meist mindestens sechs Monaten die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente gezahlt wird. Diese Leistungen werden für 18 bis 24 Monate bewilligt und müssen auch dann nicht zurückgezahlt werden, wenn später keine Berufsunfähigkeit festgestellt wird.

Wie werden Renten aus der Berufsunfähigkeitsversicherung versteuert? +

Die Höhe der Steuer auf eine Rente aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung richtet sich nach der voraussichtlichen Laufzeit der Berufsunfähigkeitsrente. Fällig wird dann der sogenannte Ertragsanteil: Der beträgt bei einem 40-Jährigen, der eine Rente bis 65 versichert hat, aktuell 26 Prozent.

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Modell-Foto: colourbox.com