Private Haftpflichtversicherung Informieren und gesetzliche Haftpflicht abdecken

Haftpflichtversicherung

  • Bis zu 50 Mio. Euro versichert
  • alle Lebensbereiche geschützt
  • Top-Versicherungsbedingungen

Haftpflichtversicherung: Das Wichtigste im Überblick

  • Leistungen
  • Worauf achten?
  • Wer braucht sie?
Eine Haftpflichtversicherung hat zwei Aufgaben: berechtigte Schadensersatzansprüche zu regulieren und unberechtigte abzuwehren – notfalls vor Gericht. Dabei gibt es verschiedene Schadensarten, bei denen die Haftpflichtversicherung leistet:

Personenschäden

Von einem Personenschaden spricht man, wenn ein Mensch zu Schaden kommt. Sie laufen als Fußgänger ohne zu schauen auf die Straße und verursachen einen Unfall, bei dem ein Autofahrer schwer verletzt wird. Ihre gesetzliche Haftpflicht erstreckt sich auf den Ersatz der Behandlungskosten, auf die Kostenübernahme für Reha-Maßnahmen, vielleicht sogar für einen behindertengerechten Wohnungsumbau, ein Schmerzensgeld und auch auf einen möglicherweise entstandenen Verdienstausfall.

Sachschäden

Wenn das Eigentum anderer Personen beschädigt oder zerstört wird, liegt ein Sachschaden vor – im Beispiel oben müssen Sie auch die Kosten für die Reparatur des bei dem Unfall beschädigten Autos zahlen. Aber auch kleinere Schäden wie ein Glas Rotwein auf dem hellen Sofa sind Haftpflichtschäden, die Ihre Haftpflichtversicherung tragen muss.

Vermögensschäden

Auch Vermögensschäden sollten von Ihrer Haftpflichtversicherung getragen werden – wenn Sie etwa durch einen Unfall jemanden daran hindern, zu einem wichtigen Geschäftstermin zu kommen, kann ein Vermögensschaden entstehen, weil ein Geschäft platzt – auch das kann ein Fall für die Haftpflichtversicherung sein.
Eine Haftpflichtversicherung bietet viele Leistungsmerkmale:
  • Versicherungssumme: Bis zu 50 Millionen Euro Versicherungssumme sind mittlerweile möglich. Oft reichen fünf bis zehn Millionen, die aber in allen Bereichen gelten sollten.
  • Selbstbeteiligung: Eine vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung kann den Beitrag deutlich senken.
  • Individuelle Anpassung: Wichtig ist, dass die Haftpflichtversicherung zur Lebenssituation passt und Sie als Single oder Paar mit oder ohne Kinder umfassend abgesichert sind.
  • Forderungsausfall: Ihre Haftpflichtversicherung lässt sich mit einem Forderungsausfallschutz so erweitern, dass auch Ihre Schäden bezahlt werden, wenn der Schädiger dazu nicht in der Lage ist.  
  • Schlüsselverlust: Wer Schlüssel einer Schließanlage verliert und für Ersatz sorgen muss, der bekommt von einer guten Haftpflichtversicherung die Kosten ersetzt.
  • Internetschäden: Im Internet schädigt man Dritte schnell und ohne Absicht – zum Beispiel mit einem Virus. Eine exzellente Haftpflichtversicherung deckt auch die Haftung für Internet-Schäden mit einer ausreichenden Versicherungssumme  ab.

Private Haftpflichtversicherung: In diesen Lebensbereichen ist sie nützlich

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Die Versicherungssumme der Haftpflichtversicherung

Die Versicherungssumme liegt heute standardmäßig meist bei fünf bis zehn Millionen Euro bei Sach- und Personenschäden sowie auch bei Vermögensschäden – bei einzelnen Haftpflichtversicherungen sind schon bis zu 50 Millionen Euro möglich.

Tipp: Auf das Detail kommt es an

Für einzelne Leistungsmerkmale kann die Versicherungssumme allerdings auch deutlich unter der für Personen- und Sachschäden liegen: Mietsachschäden sind oft deutlich geringer versichert, ebenso Schäden durch Schlüsselverlust, Gefälligkeitsschäden oder Schäden durch deliktunfähige Kinder. Achten Sie hier auf den Umfang Ihrer Haftpflichtversicherung auch bei einzelnen Leistungsmerkmalen.

Wer ist in der privaten Haftpflichtversicherung standardmäßig mitversichert?

In einer guten Haftpflichtversicherung sollten nahestehende Personen immer mitversichert sein. Der Schutz der privaten Haftpflicht sollte gelten für …
  • Ehegatten und Lebenspartner,
  • Kinder bis zum Ende von Ausbildung, Studium oder Sozialdiensten,
  • Elternteile, die mit im Haushalt leben,
  • Hausangestellte im Rahmen Ihrer Tätigkeit.
Außerdem sollten Regressansprüche der Sozialversicherungsträger gegenüber dem Versicherungsnehmer mitversichert sein, wenn der mitversicherte Personen schädigt! Individuelles Angebot anfordern

Mehr als nur der Basisschutz: Zusatzbausteine für die Haftpflichtversicherung

Jede Haftpflichtversicherung lässt sich mit Zusatzbausteinen aufwerten – die wichtigsten haben wir hier für Sie zusammengestellt. 

Schlüsselverlust

Wenn Sie beruflich oder privat Schlüssel verlieren, kann das teuer werden: Schnell schlägt der Austausch einer Schließanlage mit einigen tausend Euro zu Buche. Eine gute Haftpflichtversicherung deckt die Folgekosten eines privaten oder beruflichen Schlüsselverlusts mit einer Deckungssumme von mindestens 10.000 Euro ab – und die Versicherung übernimmt neben dem Austausch der Schlösser die Kosten für den Ersatz der ganzen Schließanlage bis hin zur Bewachung des Objektes.
Tipp: Achten Sie genau auf den Umfang der Schlüsselversicherung und darauf, welche Art von Schlüsselverlust abgesichert ist: Ist der Verlust fremder privater oder dienstlicher Schlüssel versichert? Und ist auch der Schlüsselverlust für eine zentrale Schließanlage mitversichert?

Gefälligkeitshandlungen

Wer anderen einen Gefallen tut, soll nicht auch noch mit der gesetzlichen Haftpflicht bestraft werden, wenn er dabei "aus Versehen" einen Schaden anrichtet. Das ist gängige Rechtsprechung, und wenn keine Haftung besteht, hat die Privathaftpflicht auch keinen Schaden, den Sie übernehmen kann. Wer also beim Umzug die teure Vase des Freundes aus Versehen fallen lässt, kann mangels Haftung nicht damit rechnen, dass die private Haftpflichtversicherung einspringt. Beim Vergleich der Haftpflichtversicherung darauf achten, dass die Haftpflicht Schäden wegen Gefälligkeiten zumindest bei kleineren Schadenssummen trägt.

Geliehene Sachen

Wenn Sie sich von Freunden etwas leihen und an den geliehenen Sachen einen Schaden anrichten, ist der bei den meisten Haftpflichtversicherungen nicht abgedeckt. Nur selten sieht die Privathaftpflicht hier Versicherungsschutz vor, immer mehr Tarife bieten es allerdings an.

Computer-Schäden

Das Internet birgt ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko – so können erhebliche Schäden angerichtet werden, wenn Sie unbeabsichtigt Computerviren von Ihrem Rechner auf ein fremdes Gerät übertragen. Solche Schäden sollten in der Privathaftpflichtversicherung mitversichert sein. 

Forderungsausfallschutz

Es kann natürlich auch vorkommen, dass Sie selbst Schadensersatzansprüche gegen einen Dritten geltend machen möchten, weil der Sie zum Beispiel mit dem Fahrrad angefahren hat. Aber was, wenn der Schädiger keine Privathaftpflicht abgeschlossen hat und den Schaden auch nicht aus eigener Tasche tragen kann? Damit Sie als Geschädigter nicht auf dem Schaden sitzen bleiben, ist es gut, wenn Sie eine Privathaftpflicht mit Forderungsausfalldeckung abgeschlossen haben: Ihre Haftpflichtversicherung trägt dann auch Ihren eigenen Schaden.
Tipp: Im Idealfall übernimmt die Haftpflichtversicherung auch gleich die Kosten für die gerichtliche Geltendmachung Ihrer Ansprüche.

Schäden an Mietsachen

Mieter sollten bei der Privathaftpflicht darauf achten, dass sie gegen Mietsachschäden geschützt sind. Eine Schadenssumme von mindestens 300.000 Euro sollte in der Privathaftpflichtversicherung abgesichert sein, falls mit einer gemieteten Wohnung oder Ferienwohnung – auch im Ausland – etwas passiert. Heute sehen die Versicherungen meist vor, dass Mietsachschäden unbegrenzt abgesichert sind. Geben Sie eine solche unbegrenzte Deckung an, wenn Sie für die Haftpflichtversicherung einen Vergleich starten.

Hüten fremder Hunde/Tiere

Passen Sie oder Ihre Kinder gelegentlich auf den Hund der Nachbarn auf? Dann bedeutet das auch, dass Sie mit Ihrer gesetzlichen Haftpflicht dafür einstehen, wenn der Hund zum Beispiel einen Unfall verursacht oder jemanden beißt. Ihre Privathaftpflicht sollte deshalb das Risiko abdecken, dass sich aus dem Aufpassen auf fremde Hunde ergibt. Das gilt übrigens auch, wenn Sie gelegentlich fremde Pferde reiten – auch hier übernehmen Sie beim Ausritt die volle Haftung, für die im Idealfall Ihre Privathaftpflicht einsteht. 

Noch mehr Haftpflicht-Schutz: Weitere Zusatzbausteine  

Haftung bei deliktunfähigen Kindern

Die private Haftpflicht leistet nur dann Ersatz, wenn auch ein rechtlich begründeter Ersatzanspruch besteht. Kinder unter sieben Jahren (im Straßenverkehr bis zehn Jahre) gelten vor dem Gesetz als deliktunfähig, sodass sie nicht für die von ihnen verursachten Schäden geradestehen müssen – und die Haftpflicht nicht einspringen muss. Und die Eltern haften nur dann, wenn Sie selbst die Aufsichtspflicht verletzt haben, in der Praxis ist das eher selten. Hier hilft eine familienfreundliche Haftpflichtversicherung, die unter anderem auch die Schäden durch nicht deliktfähige Kinder übernimmt.

Allmählichkeitsschäden

Allmählichkeitsschäden sind Schäden, die nicht sofort offensichtlich werden. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie eine neue Spülmaschine in der Küche anschließen und sich dabei ein Anschlussrohr lockert. Über Tage und Wochen tritt dann Wasser aus und beschädigt den Fußboden Ihrer Wohnung oder sorgt sogar in angrenzenden Wohnungen für Wasserschäden. Sind solche – in der Praxis oft auftretenden Fälle – nicht versichert, muss die private Haftpflichtversicherung nicht einspringen, und Sie müssen den Schaden selbst tragen.

Gewässerschäden

Es gibt wohl kaum einen Haushalt, in dem nicht irgendwo alte Farbe oder ein Eimer mit Lösungsmitteln herumsteht. Ist das der Fall, sollte die private Haftpflichtversicherung die möglichen Schäden abdecken, die solche Substanzen am Grundwasser anrichten können, wenn sie auslaufen. Denn wenn die zuständige Behörde Schutzmaßnahmen ergreifen muss, wird sie Ihnen die Kosten dafür in Rechnung stellen. Und die sind dann über die Privathaftpflichtversicherung mit abgedeckt.

Abwasserschäden

Ein alltäglicher Fall: Ein Abflussrohr Ihrer Wohnung ist verstopft, und das rücklaufende Wasser richtet erheblichen Schaden im Haus und in Nachbarwohnungen an. Ohne entsprechende Absicherung über die private Haftpflichtversicherung für diese häuslichen Abwässer müssen Sie auch in diesem Fall den Schaden selbst tragen, wenn Sie an der Verstopfung schuld sind. Und die Schäden können immens sein, wenn das Wasser das Parkett oder einen teuren Teppich beschädigt oder gar in den Estrich eindringt.

Immobilienschutz

Viele Haftpflichtversicherungen tragen auch die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht bei selbstgenutzten Wohnimmobilien. Und das gilt bei einer leistungsstarken Versicherung für alle Ihre Immobilien im In- und Ausland. Und auch die Haftpflicht aus der Nutzung von Photovoltaik- und Erdwärmesystemen kann über eine sehr gute Haftpflichtversicherung mit abgesichert werden. Nicht zuletzt wird in der Regel über die private Haftpflichtversicherung auch das Haftpflichtrisiko aus einem Öltank im eigenen Haus mit abgesichert - nur in seltenen Fällen (z. B. bei größeren Tanks) kann eine Öltankversicherung sinnvoll und notwendig sein.

Die häufigsten Fragen zur Haftpflichtversicherung

Sind Vorschäden wichtig? +

Die Vorversicherung ist beim Vergleich der Haftpflichtversicherung wichtig. Jede Haftpflichtversicherung wird bei Antragsstellung nach der Vorversicherung fragen, weil ein erlittener Schaden die Haftpflichtversicherung im Vergleich zu einem Versicherten ohne Schaden teurer macht. Wird von der bisherigen Versicherung mehr als ein Schaden gemeldet, kann es sogar sein, dass Sie die eine oder andere Haftpflichtversicherung aus dem Vergleich streichen können, weil sie Ihnen kein Angebot zum Abschluss einer Privathaftpflicht machen will. Bevor Sie also eine bestehende Haftpflichtversicherung kündigen, sollten Sie den neuen Vertrag sicher haben.  

Gilt die private Haftpflichtversicherung im Ausland? +

Wenn Sie längere Zeit im Ausland sind, sollte die private Haftpflichtversicherung auch dort Schäden wie im Inland regulieren. Standard bei den Haftpflichtversicherungen ist heute ein Schutz bei einem Aufenthalt bis zu drei Jahren, einige Anbieter verlängern den Schutz um mehrere Jahre oder begrenzen bei der Haftpflicht den Schutz im Ausland gar nicht.

Ist eine Selbstbeteiligung bei der Privathaftpflicht sinnvoll? +

Eine solche Selbstbeteiligung ist immer dann eine Überlegung wert, wenn eine zu hohe Prämie für eine Versicherung durch die Selbstbeteiligung so gesenkt wird, dass der Schutz bei der gewünschten Versicherungssumme bezahlbar wird. In aller Regel wird das auf eine Haftpflichtversicherung nicht zutreffen, weil die Haftpflicht auch ohne Selbstbeteiligung zu den günstigsten Policen am Markt zählt. Mehr als 100 Euro wird auch eine Familie kaum für die Privathaftpflicht an eine Versicherung zahlen müssen – ob nun mit oder ohne Selbstbeteiligung.

Wann zahlt die Haftpflichtversicherung nicht? +

Bestimmte Schäden sind von der Leistungspflicht der Haftpflichtversicherung immer oder zumindest bei vielen Verträgen ausgenommen – dazu zählen unter anderem:
  • Schäden, die vorsätzlich herbeigeführt wurden
  • Schäden, die Sie selbst erleiden – Ausnahme ist der Forderungsausfallschutz
  • Schäden von Angehörigen, die mit Ihnen zusammenwohnen oder im Vertrag mitversichert sind
  • Schäden durch den Gebrauch von Fahrzeugen

Was tun im Schadensfall? +

Haben Sie einen Haftpflichtschaden verursacht, sollten Sie besonnen reagieren und einige wichtige Punkte beherzigen:
  • Begrenzen Sie den Schaden soweit wie möglich: Sorgen Sie dafür, dass der angerichtete Schaden nicht größer oder schlimmer werden kann.
  • Dokumentieren Sie den Schaden: Nutzen Sie einen Fotoapparat, um den Schaden zu dokumentieren, oder fertigen Sie eine Skizze an.
  • Melden Sie den Schaden Ihrer Versicherung: Dies sollte am besten direkt nach Entstehung des Schadens erfolgen – hier reicht in der Regel auch eine telefonische Meldung, am besten innerhalb der nächsten drei bis fünf Tage nach dem Schadensereignis.
  • Binden Sie Ihre Haftpflichtversicherung immer ein: Erhalten Sie Klagen, Mahnungen oder andere Briefe und Infos vom Geschädigten, leiten Sie all diese an Ihre Versicherungsgesellschaft weiter. Sie wird die Ansprüche regulieren und notfalls unberechtigte Forderungen auch abwehren.

Deckt die private Haftpflichtversicherung auch Schäden am Arbeitsplatz ab? +

Nein, sie deckt nur Schäden ab, die im privaten Bereich entstehen – wenn Sie beruflich einen Schaden verursachen, gibt es dafür spezielle Haftpflichtversicherungen, die sogenannten Berufshaftpflicht- oder Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen.  

Gibt es eine Wartezeit bei der Haftpflichtversicherung? +

Nein, sobald Sie eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, beginnt Ihr Versicherungsschutz.  

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Modell-Foto: colourbox.com
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