Bessere Bedingungen – günstigerer Beitrag Haftpflichtversicherung kündigen – das sollten Sie beachten

Haftpflichtversicherung

  • Neuer Vertrag – oft 50 Prozent günstiger
  • Bessere Versicherungsbedingungen 
  • Bis zu 50 Mio. Euro absicherbar
 

Haftpflichtversicherung: Vor dem Kündigen Schutz überprüfen

Sinnvoll ist die Kündigung vor allem bei älteren Verträgen, die nicht dem heutigen Standard entsprechen. Aber was heißt das eigentlich? Diese Leistungen sind heutzutage sinnvoll:

Forderungsausfalldeckung mit Rechtsschutz

Wurden Sie geschädigt und kann der Schadenverursacher nicht zahlen, weil er keine Privathaftpflichtversicherung hat und auch aus eigenen Mitteln den Schaden nicht begleichen kann, bleiben Sie auf Ihrem Schaden sitzen. Mit der Forderungsausfalldeckung kommt Ihre eigene Privat-Haftpflichtversicherung für den Schaden auf – im Idealfall hat die Haftpflichtversicherung auch eine Rechtsschutz-Deckung, die Sie beim Durchsetzen Ihrer Ansprüche unterstützt.

Schlüsselverlust

Eine wirklich empfehlenswerte Haftpflichtversicherung deckt mittlerweile auch die Kosten ab, die Ihnen entstehen, wenn Sie einen Schlüssel verlieren und Schlösser oder gar Schließanlagen ausgetauscht werden müssen – und der Schutz dieser sogenanten Schlüsselversicherung sollte für fremde private Schlüssel ebenso gelten wie für gewerbliche. 

Allmählichkeitsschäden

Probleme mit der Haftpflichtversicherung kann es geben, wenn es um einen Schaden geht, der sich erst allmählich entwickelt. Solche sogenannten Allmählichkeitsschäden waren früher nicht mitversichert, obwohl die Schadenssumme hoch sein konnte, wenn etwa Wasser über Monate aus einer Leitung austrat, das aber zunächst nicht entdeckt werden konnte. Ihre Haftpflichtversicherung sollte in diesem Fall schon einspringen.

Mietsachschäden

Mieter sollten bei der Haftpflichtversicherung darauf achten, dass sie gegen sogenannte Mietsachschäden geschützt sind. Die können entstehen, wenn Sie am Gebäude oder der Einrichtung etwas beschädigen, wenn zum Beispiel die Geschirrspülmaschine verrücktspielt und ausläuft. Im Idealfall ist ein solcher Vorfall über die Haftpflichtversicherung bis zu einer Summe von mindestens 300.000 Euro abgesichert. Am besten umfasst der Schutz der privaten Haftpflichtversicherung auch Ferienwohnungen im In- und Ausland.

Hüten fremder Tiere

Was viele bei der Haftpflicht nicht wissen: Wer mit einem fremden Hund Gassi geht oder ein Pferd ausreitet, der haftet, wenn dabei etwas passiert, wenn also zum Beispiel der Hund einen Unfall verursacht und keine Hundehalterhaftpflicht besteht. Ihre Privathaftpflichtversicherung sollte deshalb immer auch das Risiko abdecken, das sich aus dem Aufpassen auf fremde Tiere ergibt.

Internetschäden

Im Internet und bei der Datenübertragung können teure und ärgerliche Schäden entstehen: So können Sie beispielsweise unbeabsichtigt Viren mit einer Mail oder einem USB-Stick übertragen. Zerstört das einen fremden Rechner, müssen Sie für die Neuanschaffung aufkommen. Solche Schäden werden heute ebenfalls von einer Haftpflichtversicherung abgedeckt.

Haftung für deliktunfähigke Kinder

So mancher Schaden in der Haftpflichtversicherung ist nicht groß, sorgt aber für viel Stress: Das können Kinder sein, die mitversichert sind und das Nachbarauto zerkratzen, oder der Freund, der beim Blumengießen das Parkett flutet. Solche Schäden wurden von Haftpflichtversicherungen früher nie reguliert, weil Schäden deliktunfähiger Kinder oder aus Gefälligkeitshandlungen nicht mitversichert waren. Neue Haftpflichtversicherungen sehen im Vergleich bessere Regelungen vor: Schäden deliktunfähiger Kinder werden jetzt genauso reguliert wie Schäden aus Anlass von Gefälligkeiten. Meist sieht der Vertrag jedoch vor, dass von der Haftpflicht nur bis zu einer Summe von meist 10.000 Euro oder 20.000 Euro reguliert wird.  

Tipp: Achten Sie vor allem auch auf die Versicherungssumme

Ihre Haftpflichtversicherung sollte eine Versicherungssumme von mindestens zehn Millionen Euro aufweisen. Vor allem bei Personenschäden können Renten- und Schadensersatzzahlungen schnell Millionenbeträge erreichen, die Ihre Haftpflichtversicherung abdecken sollte. Das gilt auch für Vermögensschäden, die etwa bei einem Verdienst- oder Gewinnausfall entstehen können.

Haftpflichtversicherung: Wann Sie kündigen können

Die Haftpflichtversicherung kann ordentlich und außerordentlich sowie beim Tod des Versicherten gekündigt werden.  
  • Ordentlich
  • Kündigung bei Tod
  • Außerordentlich
Diese reguläre Kündigung ist immer mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres möglich. Bei Haftpflchtversicherungen mit einer Laufzeit von drei Jahren kann zum Ende des dritten Jahres mit einer Frist von ebenfalls drei Monaten gekündigt werden.

Und so wird gerechnet: Ihre Haftpflichtversicherung läuft noch bis zum 11.4. – dann muss die Kündigung spätestens am 11.1. bei der Haftpflichtversicherung eingegangen sein.

Versäumen Sie die Kündigungsfrist, verlängert sich die Laufzeit der Haftpflichtversicherung um ein weiteres Jahr!
Verstirbt der Versicherungsnehmer mit einer Haftpflichtversicherung für Singles, enden auch die Rechte und Pflichten aus der Haftpflichtversicherung – eine Kündigung ist dann nicht erforderlich, es reicht, wenn die Haftpflichtversicherung formlos informiert wird. Der zu viel gezahlte Jahresbeitrag wird dann anteilig an die Hinterbliebenen ausgezahlt.

Bei einer Haftpflichtversicherung für Paare oder Familien besteht der Versicherungsschutz auch nach dem Tod des Versicherungsnehmers erst einmal weiter – auf jeden Fall bis zum Ende des Versicherungsjahres. Die Hinterbliebenen können den Vertrag weiterführen, indem Sie einfach die nächste Prämie zahlen. Nicht nur bei der Haftpflichtversicherung gilt, dass es meist nicht ideal ist, den bisherigen Schutz einfach weiterzuführen. Besser ist es, den Schutz auf die neue Lebenssituation anpassen zu lassen!
Neben der regulären Kündigung besteht für einige Situationen ein Sonderkündigungsrecht mit speziellen Kündigungsfristen. In folgenden Situationen kann ein solches Kündigungsrecht bestehen:

Beitragserhöhung

Wird der Beitrag für die Haftpflichtversicherung erhöht, ohne dass die Leistungen entsprechend angepasst werden, können Sie den Vertrag kündigen und eine neue Haftpflichtversicherung abschließen. Für die Kündigung der Haftpflichtversicherung haben Sie dann einen Monat Zeit, nachdem Sie die Beitragserhöhung erhalten haben.

Schadensfall

Ein Sonderkündigungsrecht besteht darüber hinaus auch, wenn ein Schaden gemeldet wurde. Sie können dann innerhalb eines Monats nach Abschluss der Schadensbearbeitung kündigen.

Kündigung durch Versicherer

Im Schadensfall hat allerdings auch die Haftpflichtversicherung ein Sonderkündigungsrecht und kann die Haftpflicht aufheben. In diesem Fall sind Sie sogar gezwungen, eine neue Haftpflichtversicherung zu suchen.
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Haftpflichtversicherung kündigen – der Ablauf

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Haftpflichtversicherung: So kündigen Sie

Für die Kündigung der Haftpflichtversicherung müssen Sie folgende Punkte beachten:

1. Erst neuen Schutz suchen, dann kündigen!

Kündigen Sie die Haftpflichtversicherung immer erst dann, wenn der neue Haftpflichtschutz bestätigt ist. Gerade bei Vorschäden kann es durchaus schwierig werden, eine (gute und bezahlbare) neue Haftpflichtversicherung zu finden.

2. Besteht das Recht zur Kündigung?

Das kann entweder das Vertragsende sein, das Sie nutzen möchten, oder Sie haben einen Grund für eine außerordentliche Kündigung wegen einer Beitragserhöhung oder eines Schadensfalls.

3. Welche Kündigungsfristen sind zu beachten?

Bei einer ordentlichen Kündigung müssen Sie drei Monate vor der nächsten Hauptfälligkeit kündigen, nach dem Schadensfall oder einer Beitragserhöhung binnen vier Wochen nach der Schadensbearbeitung oder der Beitragserhöhung.

4. Muss schriftlich gekündigt werden?

Das hängt von der jeweiligen Haftpflichtversicherung ab – aus Beweisgründen ist es aber immer sinnvoll, die Kündigung der Haftpflichtversicherung schriftlich vorzunehmen.

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Modell-Foto: colourbox.com