Sofortrente Lebenslange Rente gegen Einmalzahlung
Sie zahlen bei einer Rente gegen Einmalzahlung den vereinbarten Betrag in eine Rentenversicherung ein. Die Sofortrente verspricht dafür im Gegenzug, Ihnen eine lebenslange Rente auszuzahlen. Sie haben dabei die Wahl, ob die monatliche Rente sofort nach der Zahlung des Einmalbetrages zu laufen beginnt oder ob zwischen Zahlung und Rentenbeginn noch eine Wartezeit vereinbart wird. Ihre Garantie in jedem Fall: Sie erhalten Ihre Rente lebenslang – egal, wie alt Sie werden.
Ihre Vorteile:
- Sie schützen sich gegen das Langlebigkeitsrisiko.
- eine steigende Rente kann vereinbart werden.
- Kapitalentnehmen sind möglich.
- die Rentenzahlung kann über Ihren Tod hinaus fortgesetzt werden.
Sofortrente gegen Einmalzahlung – Absicherung der Hinterbliebenen inklusive
Bei einer Sofortrente ist eine Absicherung der Familie oder enger Verwandter möglich. Diese Gestaltungen des Vertrags sind möglich:
Rentengarantie
Auf Wunsch kann bei der Rente gegen Einmalzahlung etwa eine Rentengarantiezeit vereinbart werden. In dem Fall wird die Rente für einen vereinbarten Zeitraum von in der Regel fünf bis zehn Jahren auch dann gezahlt, wenn Sie als Versicherter bereits verstorben sind: So können Sie gleichzeitig die Familie oder den Partner versorgen.
Beitragsrückgewähr
Ein weiteres Instrument, um das eingezahlte Kapital bei der Sofortrente zu schützen, ist die Beitragsrückgewähr. Wird die vereinbart, werden im Todesfall die „unverbrauchten Beiträge“ an die Hinterbliebenen zurückgezahlt, die damit über das Kapital verfügen können.
Partnerrente
Bei einer Rentenversicherung gegen Einmalzahlung können Sie auch eine Partnerrente vereinbaren. Sollten Sie während der Rentengarantiezeit versterben, erhält Ihr Partner die für Sie vereinbarte Sofortrente bis zum vereinbarten Ablaufdatum. Überleben Sie Ihren mitversicherten Partner, wird Ihr Vertrag in eine Sofortrente mit Rentengarantiezeit umgewandelt.
Rente gegen Einmalzahlung: Sie bleiben Herr Ihres Geldes
Vor einigen Jahren galt die Sofortrente gegen Einmalzahlung als extrem unflexibel – mittlerweile sind die Verträge so gestaltet, dass Sie das eingesetzte Kapital besser nutzen können. Sie haben etwa die Möglichkeit, den Rentenbeginn variabel zu gestalten, wenn Sie wider Erwarten länger im Berufsleben bleiben – die Rente gegen Einmalzahlung startet dann später, die Rente steigt dadurch sogar noch an. Und Sie haben bei vielen Sofortrenten mittlerweile die Möglichkeit, sich Ihr noch nicht verrentetes Kapital oder Teile davon auszahlen zu lassen, wenn Sie überraschend Geld benötigen.
Rente gegen Einmalzahlung: Lohnt sich das denn?
Die Frage für die Versicherten ist natürlich: Lohnt sich die Rente gegen Einmalzahlung für mich? Aus Renditegesichtspunkten lautet die Antwort eher: nein. Wenn Sie 60 Jahre jung sind und leisten 100.000 Euro als Einmalzahlung, dann erhalten Sie erst nach rund einem Vierteljahrhundert Ihre eingezahlten 100.000 Euro wieder zurück. Erst danach erzielen Sie einen – wenn auch kleinen – Gewinn. Lohnen wird sich eine Rentenversicherung gegen Einmalzahlung nur dann, wenn Sie sie als das sehen, was sie ist: eine lebenslange Absicherung im Alter. Gleichzeitig gilt es zu bedenken, dass die Alternativen dünn gesät sind: Anders als bis vor ein paar Jahren gibt es heute keine festverzinslichen Angebote, die bei Verfügbarkeit des Geldes tatsächlich eine ähnliche Rentenleistung erbringen. Und auch ein Entnahmeplan ist keine Option mehr: Denn durch die schlechte Zinslage sind nur noch geringe Renten möglich, wenn das Kapital nicht aufgebraucht werden soll.
Rente gegen Einmalbeitrag als Geldanlage?
Aus einem anderen Grund rückt die Rentenversicherung gegen Einmalzahlung bei vielen in den Fokus: Es fehlt an sicheren Geldanlagen, wenn Kapital über eine längere Zeit geparkt werden soll. Festgeld wirft heute bei drei Jahren Laufzeit im besten Fall 1,5 bis 1,75 Prozent Rendite ab – danach ist die Zinsentwicklung nicht garantiert. Die Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag bietet einen Garantiezins von 0,9 Prozent an – für die gesamte Laufzeit.
Bei 15 Jahren Laufzeit und einem Einmalbeitrag von 100.000 Euro erzielen die besten Versicherer eine Rendite von 0,8 Prozent garantiert. Legt man die mögliche Kapitalabfindung zugrunde, liegen die Werte zwischen 118.000 und 144.000 Euro – das entspricht einer Rendite von bis zu 2,46 Prozent, die zudem auch noch steuerbegünstigt ist –, der Ertrag wird nur zur Hälfte mit dem individuellen Steuersatz belegt. Weitere Pluspunkte: Mittlerweile sehen die meisten Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag auch Entnahmen vor – Ihr Kapital ist also nicht an die Versicherung gekettet, sondern auf Wunsch verfügbar. Und Sie haben am Ende der Vertragslaufzeit die Wahl, ob Sie sich das Kapital auszahlen lassen, ob Sie es verrenten oder eine Mischung aus beiden Varianten wählen.
Sofortente: Einmalzahlung bringt Steuervorteile
Ein weiteres Plus der Rente gegen Einmalzahlung sind die möglichen Steuervorteile: Denn die Rente wird lediglich mit dem Ertragsanteil besteuert – und der liegt bei einem 65-Jährigen bei gerade einmal 18 Prozent. Ein Beispiel: Sie erhalten monatlich 450 Euro Rente aus Ihrer Einmalzahlung, die Sie seit dem 65. Lebensjahr bekommen. Der Ertragsanteil beträgt dann 81 Euro, die individuell versteuert werden müssen. Selbst bei einem für Ruheständler ungewöhnlich hohen Steuersatz von 35 Prozent wären gerade einmal 28 Euro Steuern fällig!
Die häufigsten Fragen zur Sofortrente gegen Einmalzahlung
Wie lange wird die Sofortrente gezahlt?
Kann man seinen Partner in die Sofortrente einschließen?
Wird die Sofortrente versteuert?
Ist die Einmalzahlung steuerlich absetzbar?
Was wird aus der Einmalzahlung, wenn der Versicherte verstirbt?
Für wen ist die Rente gegen Einmalzahlung interessant?
Welche Formen der Rente gegen Einmalzahlung gibt es?
Bei der Rente gegen Einmalzahlung stehen Ihnen drei Varianten zur Verfügung.
Zunächst einmal die konstante Rente. Hier wird vereinbart, dass die Rente dauerhaft stabil bleibt und sich nicht mehr erhöht. Fallen kann sie dagegen schon, wenn nämlich die erwirtschafteten Überschüsse nicht mehr ausreichen, um das Rentenniveau der Vorjahre zu halten. Damit ist diese Variante eher ungeeignet, wenn Sie eine wirklich sichere Rente ausgezahlt bekommen wollen.
Bei der dynamischen Rente sind Sie vor Rentenkürzungen geschützt. Denn eine einmal erreichte Rentensumme darf Ihr Versicherer nicht mehr unterschreiten. Der Haken an der Sache: Zwar soll die Rente jährlich um einen Prozentsatz X steigen, das allerdings ist nicht garantiert, denn die Dynamik hängt davon ab, ob entsprechende Überschüsse erzielt worden sind. Ist das nicht der Fall, entfällt die dynamische Anpassung. Trotzdem ist die dynamische Variante die bessere Wahl, denn in aller Regel erhöht sich die Rente über die Jahre erheblich.
Dazu gibt es eine Mischform aus beiden Varianten, die mehr Sicherheit bietet, gleichzeitig jedoch die Steigerungsraten begrenzt.
Wann beginnt die Auszahlung der Sofortrente?
Kann man die Sofortrentenversicherung kündigen?
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