Freitag, 25.04.2014 08:07 Uhr
Im Fokus:

Steuererklärung und Riester-Rente

Geben und Nehmen

Riester-Verträge sind vor allem bekannt, weil der Staat die Eigenbeiträge der Sparer mit Zulagen fördert. So bekommt eine Familie mit zwei Kindern derzeit 504 Euro staatliche Zulage und kann damit bei einem Familieneinkommen von 36.000 Euro fast die Hälfte des fälligen Beitrags als Zuschuss kassieren.
Steuererklärung und Riester-Rente Geben und Nehmen
Neben den staatlichen Altersvorsorgezulagen gibt es aber auch noch eine weniger bekannte Fördermöglichkeit. Denn die Beiträge können auch als Sonderausgabe in der Steuererklärung geltend gemacht werden – und zwar derzeit bis zu einem Höchstbetrag von 2.100 Euro.

Steuerbonus nicht vergessen!

Ob die Beiträge tatsächlich als Sonderausgaben berücksichtigt werden, hängt davon ab, ob die dadurch mögliche Steuerersparnis höher ist als die Altersvorsorgezulage. Ob das der Fall ist, prüft das Finanzamt automatisch, wenn die Kosten als Sonderausgaben angegeben werden. Dafür müssen Steuerzahler auf Seite drei des Steuerhauptformulars in Zeile 40 ein Kreuz machen und der Steuererklärung die "Anlage AV" beifügen. Und dann wird's spannend: Ist der Steuerbonus durch den Sonderausgabenabzug höher, zahlt das Finanzamt diesen Bonus aus. Lohnend kann das allemal sein – vor allem für Gutverdiener. Bei einem Brutto-Jahresverdienst von 48.000 Euro bringt der Abzug der vollen Beiträge (2.100 Euro) eine Steuerersparnis von über 800 Euro. Allerdings dürfen Verträge natürlich nicht doppelt gefördert werden. Deshalb erhält der Sparer in diesem Fall nur den Steuerbonus, der über die 154 Euro Zulagen hinausgeht – also 650 Euro. Interessant dabei: Während die Zulage auf jeden Fall aufs Riester-Konto wandert, kann der Sparer den Steuerbonus nach Belieben verwenden.

Tipp:
Wie hoch Ihr Steuer-Bonus sein kann, erfahren Sie, wenn Sie sich ein individuelles Angebot für einen Riester-Vertrag erstellen lassen. Mehr Informationen bekommen Sie hier!

Kein Sonderausgabenabzug für Berufseinsteiger-Bonus

Wer als Riester-Sparer unter 25 ist, bekommt bei Abschluss eines Riester-Vertrags neben der Grundzulage einmalig einen Betrag von 200 Euro. Dieser Bonus ist beim Sonderausgabenabzug allerdings nicht zu berücksichtigen. Das Finanzamt behandelt den Berufseinsteiger-Bonus deshalb auch nicht als eigene Beitragszahlung. Dadurch kann es vorkommen, dass der Sonderausgabenabzug bei Nichterreichen der Mindestbeiträge deutlich niedriger ausfällt als erhofft.

Riester-Rente in der Steuererklärung: Besonderheiten bei Ehegatten

Wenn beide Ehegatten Anspruch auf die Förderung Ihrer Riester-Rente haben, also beide unmittelbar begünstigt sind, kann auch jeder Ehegatte die 2.100 Euro für Riester in der Steuererklärung geltend machen. Ein nicht ausgeschöpfter Höchstbetrag eines Ehegatten kann jedoch nicht auf den anderen übertragen werden, sodass die Ehegatten die Beiträge entsprechend auf beide Verträge verteilen müssen. Wichtig: Wenn ein Elternteil in Elternzeit geht, gibt es einiges zu beachten, um die staatliche Förderung optimal auszuschöpfen! Mehr dazu hier! Hat nur ein Ehegatte einen unmittelbaren Anspruch, ist der andere mittelbar begünstigt. Während der mittelbar Begünstigte die Zulagen zu seinem Vertrag selbst dann erhält, wenn er keine eigenen Beiträge einzahlt, kann er seine Beiträge zur Riester-Rente nicht in der Steuererklärung absetzen: Steuerlich haben seine Beiträge beim Sonderausgabenabzug im Rahmen der Riester-Rente also erst einmal keine Wirkung. Wenn der unmittelbar begünstigte Ehegatte den steuerlich absetzbaren Höchstbetrag jedoch nicht ausschöpft, kann er auch die Beiträge des mittelbar begünstigten Ehegatten bei Riester mit absetzen.

Beispiel: Die unmittelbar begünstigte A muss bei 24.000 Euro Vorjahreseinkommen 960 Euro in den Riester-Vertrag einzahlen. Der nur mittelbar Begünstigte Ehegatte B müsste gar nichts einzahlen, kann jedoch die Differenz zwischen den eingezahlten 960 Euro und dem Höchstbetrag von 2.100 Euro in seinen Riester-Vertrag einzahlen. Diese maximal 1.140 Euro wären dann beim Sonderausgabenabzug der Riester-Rente steuerlich absetzbar, weil A und B gemeinsam 2.100 Euro einzahlen können.

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Tipp: Ein gutes Geschäft kann die Riester-Rente vor allem für Mini-Jobber werden, denn die können aus der geringfügigen Beschäftigung heraus Riester-Ansprüche erwerben und so mit wenig finanziellem Aufwand eine satte Förderung kassieren. Mehr dazu hier!

Im Alter steht die Steuerpflicht

So viel staatliche Wohltaten haben natürlich eine Schattenseite: Im Alter werden die Riester-Renten voll besteuert. Von den voll steuerpflichtigen Renten kann lediglich ein Werbungskosten-Pauschbetrag von 102 Euro abgesetzt werden – und falls höhere Werbungskosten entstehen, sind diese natürlich auch abziehbar. Ferner sind die Renten begünstigt durch den Altersentlastungsbetrag, der bis 2020 allerdings auch nach und nach abgeschafft wird. Ein Vorteil ist, dass private Riester-Renten derzeit zumindest nicht in die Sozialversicherungspflicht einbezogen sind. Deshalb müssen auf die Riester-Renten derzeit keine Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt werden.

Hier wird es "Steuer-teuer"!

"Steuer-teuer" wird es auch, wenn eine sogenannte schädliche Verwendung des angesparten Geldes vorliegt. Dieser Fall liegt vor, wenn das Riester-Vermögen bestimmungswidrig verwendet wird. Das ist beispielsweise bei einer Kündigung des Vertrages oder bei einem endgültigen Wegzug ins Nicht-EU-Ausland der Fall. Wird eine schädliche Verwendung festgestellt, müssen die Altersvorsorgezulagen und alle zusätzlichen Steuervorteile zurückgezahlt und alle Erträge oder Wertsteigerungen in vollem Umfang versteuert werden. Der einzige Trost: Die selbst gezahlten Beiträge gibt es unversteuert zurück.

Wie werden nicht geförderte Beiträge steuerlich behandelt? 

Die volle Steuerpflicht für Riester-Renten gilt nur für Renten, die vollständig aus durch Zulagen und Steuervorteile gefördertem Kapital gezahlt werden. Was aber, wenn Sie mehr in den Riester-Vertrag eingezahlt haben als nötig war, um die vollen Zulagen und Steuervorteile zu bekommen? Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Sie in einen Riester-Vertrag einzahlen, obwohl Sie (vorübergehend oder dauerhaft) nicht zum begünstigten Personenkreis gehören. Solche Beiträge unterliegen eben nicht den strengen Steuerregeln der Riester-Rente und werden in der Steuerklärung anders behandelt. Wird aus dem nicht geförderten Anteil an den Riester-Beiträgen eine Rente gezahlt, gelten die Regelungen für zeitlich begrenzte oder lebenslange Leibrenten entsprechend. Zu versteuern ist dann im Alter der Ertragsanteil.

Ein Beispiel: Sie erhalten aus dem ungeförderten Teil Ihres Riester-Vertrages mit 65 Jahren eine lebenslange Leibrente. Die wird dann mit einem Ertragsanteil von 18 Prozent besteuert. Lassen Sie sich die angesparte Summe der nicht geförderten Beiträge auf einen Schlag auszahlen, gilt die gleiche Regelung wie bei Lebensversicherungen. 50 Prozenz der erzielten Erträge und Wertsteigerungen werden zum individuelleRatgeber Riester Rente kostenlos herunterladenn Steuersatz besteuert. Damit das Finanzamt auch weiß, wie genau Ihre Riester-Rente in der Steuererklärung behandelt werden muss, stellt Ihr Anlageinstitut Ihnen beim Bezug von Leistungen bzw. bei Änderungen während des Bezuges eine Bescheinigung aus, in der die Leistungen in einen geförderten und in einen nicht geförderten Teil aufgeteilt sind.

Tipp: Jetzt Ratgeber "Riester Rente kompakt" kostenlos herunterladen. Alle Informationen zum Thema Riester und Steuern und noch viel mehr Informationen gratis für Sie. Hier zum kostenlosen Download des Riester-Ratgebers!

Steuersparmodell Riester-Vertrag

Aus dieser Besonderheit bei der Besteuerung ergibt sich für Sie eine Möglichkeit, mit der Riester-Rente Steuern zu sparen, wenn Sie einen eigenen Vertrag abschließen. Denn wenn Sie die Abgeltungsteuer umgehen wollen, können Sie auf das Riester-Modell zurückgreifen. Bei einem übersparten Riester-Vertrag oder einem ungeförderten Neuvertrag können Sparer so viel Geld in den Vertrag einzahlen, wie sie wollen, ohne dass die Abgeltungsteuer in der Ansparphase greift und die Kapitalerträge besteuert werden. Zu Beginn der Auszahlungsphase kann das Kapital aus den ungeförderten Verträgen bzw. den überzahlten Beiträgen ohne Begrenzung entnommen werden – und auch in diesem Fall kommt die Abgeltungsteuer nicht zum Zug, wenn der Vertrag mindestens zölf Jahre lief und die Auszahlung frühestens mit 60 Jahren erfolgt, weil die Erträge in diesem Fall widerum wie Lebensversicherungen behandelt werden: Der Gewinn ist lediglich mit dem halben Unterschiedsbetrag zwischen Auszahlungs- und Einzahlungsbetrag steuerpflichtig.
04.04.2014
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