Berufsunfähigkeitsversicherung Absicherung für Arbeitnehmer und Angestellte

Das Wichtigste zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Angestellte

  • Berufsunfähigkeit kann jeden treffen – Angestellte und Arbeitnehmer sind in allen Berufen betroffen.
     
  • Risiko Pflegebedürftigkeit: Berufsunfähigketsschutz sichert auch das Pflege-Risiko ab.
     
  • Fehlender staatlicher Schutz: Die Erwerbsminderungsrente sorgt nicht für ausreichenden Schutz, die private Berufsunfähigkeitsversicherung schließt die Lücke.
     
  • Günstiger Schutz möglich: Viele Berufe sind zu niedrigen Beiträgen absicherbar.

Risiko Berufsunfähigkeit: Viele Angestellte und Berufe betroffen

In vielen handwerklichen Berufen sind Angestellte besonders von dem Risiko betroffen, berufsunfähig zu werden. Aber auch viele andere Berufe außerhalb des Handwerks haben ein höheres Risiko einer Berufsunfähigkeit: Pflegekräfte sind besonders häufig betroffen, Erzieher ebenso, und auch Lehrer – Beamte wie auch angestellte Lehrkräfte – werden wie auch Angestellte in besonders fordernden Berufen wie zum Beispiel bei den Juristen besonders häufig berufsunfähig.
 

Berufsunfähigkeit ist (auch) keine Frage des Alters

Viele jüngere Arbeitnehmer und Angestellte nehmen das Risiko einer Berufsunfähigkeit auf die leichte Schulter, weil sie es für ein Alters-Phänomen halten – ein Trugschluss: Sechs Prozent der Berufsunfähigkeitsfälle treffen Unter-35-Jährige, mehr als jeder vierte Berufsunfähige ist jünger als 45 Jahre.
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Berufsunfähigkeitsversicherung für Angestellte : Ein Baustein der optimalen Absicherung

Arbeitnehmer sind im Fall einer Krankheit bis zu sechs Wochen mit der Lohnfortzahlung gut abgesichert, weil sie ihr Gehalt ohne Einbußen weiterhin gezahlt bekommen. Wer darüber hinaus krank bleibt, der bekommt Krankengeld von der gesetzlichen Krankenversicherung – zwischen 70 und 90 Prozent des letzten Nettolohnes. Begrenzt sind die Zahlungen aber auf rund 2.700 Euro – unabhängig davon, ob jemand 5.000 oder 15.000 Euro verdient. Zudem wird das Krankengeld der gesetzlichen Kassen über den Progressionsvorbehalt indirekt besteuert und für maximal 78 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt. An diesem Punkt der Absicherung ergänzt eine private Krankentagegeldversicherung die Absicherung.

Läuft das Krankengeld bei einer dauerhaften Erwerbsminderung aus, zahlt die Deutsche Rentenversicherung eine Erwerbsminderungsrente, wenn Sie nicht mehr als sechs Stunden am Tag arbeiten können. Die Versorgungslücke wird dann noch größer, weil Sie im Schnitt nur 20 bis 30 Prozent des Bruttoeinkommens als Erwerbsminderungsrente erhalten – im Schnitt sind das wenige 100 Euro.

Eine sehr gute Berufsunfähigkeitsversicherung schließt für Arbeitnehmer die Lücken: Sie zahlt bereits bei andauernder Arbeitsunfähigkeit als Arbeitsunfähigkeitsversicherung – sogar rückwirkend ab dem ersten Tag. Und sie leistet bei dauerhafter Berufsunfähigkeit – bei entsprechender Vertragslaufzeit sogar bis zum Beginn der Altersrente.  

Als Angestellter berufsunfähig? Ich doch nicht!

Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es nicht zum Spartarif – je nach Alter, Laufzeit und Rentenhöhe werden die meisten mit Beiträgen aufwärts der 30,40 Euro monatlich konfrontiert. Naheliegend, dass man sich das lieber sparen möchte – und nach guten Gründen sucht, die gegen den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sprechen. Die häufigsten Einwände kennen wir (natürlich) – und entkräften sie immer wieder gerne. 

"Ich kann immer noch irgendwie arbeiten!"

Tatsächlich werden gesundheitliche Probleme nicht in jedem Job sofort zum Aus führen – aber auf die Einschätzung des Alles-Könnens trifft man ja auch heute, wenn es einem gutgeht. Was aber, wenn zum Beispiel ein Schicksalsschlag Sie aus der Bahn wirft? Was, wenn Sie eine schwere Krankheit bekommen? Was, wenn Sie bei einem Unfall schwer verletzt werden? Das alles kann Ihr Leben von heute auf morgen ändern – und an Arbeiten ist dann nicht mehr zu denken.

Das Fazit: Berufsunfähigkeit kann jeden treffen – unabhängig vom Job!

"Das ist doch viel zu teuer – da spare ich lieber!"

Je nach Berufsgruppe kann der BU-Schutz schon teuer werden – Handwerker zahlen schnell 100, 150 Euro im Monat. Da kommt über 30 Jahre einiges zusammen. Das gilt aber auch für das Einkommen: 3.000 Euro brutto summieren sich über 30 Jahre auf mehr als eine Million Euro – und diesen Wert versichern Sie!

Das Fazit: Schauen Sie nicht darauf, was Sie zahlen – sondern, was Sie versichern!

"Ich kriege ja Rente vom Staat!"

Ja, bei Erwerbsminderung sind das im Schnitt rund 700 Euro, die die Deutsche Rentenversicherung Ihnen überweist. Und das auch nur dann, wenn Sie nicht mehr als drei Stunden am Tag arbeiten können. In irgendeinem Job wohlgemerkt, nicht in Ihrem zuletzt ausgeübten. Können Sie bis zu sechs Stunden täglich arbeiten, wird die Leistung drastisch reduziert – sogar bis auf null Euro, wenn Sie noch mehr als sechs Stunden arbeiten können.

Das Fazit: Ja, Sie bekommen als berufsunfähiger Arbeitnehmer eine Rente – nur die Höhe ist das Problem!

"Ich komme ohne Versicherung über die Runden!"

Das glaube ich vielen unserer Kunden, wenn die Berufsunfähigkeit ein paar Monate dauert. Aber zwei Jahre vom Ersparten leben? Vier Jahre? Ein (Arbeits-) Leben lang? Schon zwei Jahre Berufsunfähigkeit reißen bei 2.500 Euro Nettogehalt ein Loch von bis zu 60.000 Euro!

Das Fazit: Ohne Absicherung durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung droht Angestellten bei Berufsunfähigkeit der soziale Abstieg!

Berufsunfähigkeitsversicherung: Angestellte frühzeitig absichern

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung können Angestellte schon als Auszubildende abschließen. Der Vorteil: Das niedrige Eintrittsalter und der meist gute Gesundheitszustand ohne Vorerkrankungen erleichtern es, guten und bezahlbaren Schutz zu finden. Die Berufsunfähigkeitsversicherungen sehen heute für das spätere Leben als Angestellter in der Regel umfangreiche Nachversicherungsgarantien vor, sodass auch eine kleinere Rente während der Ausbildung später ausgebaut werden kann – eine erneute Gesundheitsprüfung ist dann nicht mehr nötig. 
Die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Angestellte schwanken stark – je nach Beruf und Qualifikation. Vor allem aber spielt auch das Einstiegsalter eine wichtige Rolle, und ein frühzeitiger Abschluss verbilligt den Schutz über Jahre und Jahrzehnte.  

Kosten für verschiedene Angestellte im Überblick

  Absicherung mit 25 ... ... und mit 35 Jahren
Krankenpfleger/-schwester 127,44 Euro 156,89 Euro
Anwalt 47,27 Euro 59,90 Euro
Kaufmännischer Angestellter 61,10 Euro 75,65 Euro
Erzieher 85,75 Euro 103,85 Euro
Redakteur 61,92 Euro 77,94 Euro
Allgemeinmediziner 48,38 Euro 60,96 Euro
Angestellter Antragsteller, 25 bzw. 35 Jahre, Nichtraucher, ohne Vorerkrankungen, 1.500 Euro Rente bis 67 Jahre, jeweils günstiger Top-Versicherer  

BU oder BUZ: Die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung für Angestellte

Mit einer BUZ (Berufsunfähigkeitszusatzversicherung) wird die Absicherung der Berufsunfähigkeit mit einem weiteren Vertrag verbunden – meist mit einer Altersvorsorge – zum Beispiel mit einer Rentenversicherung. Von solchen Ergänzungen der Berufsunfähigkeitsversicherung für Angestellte zu einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung ist abzuraten: Der Schutz wird dadurch teuer, intransparent und unflexibel! 

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Modell-Foto: colourbox.com