Rechtsschutzversicherung Familienrecht mitversichern

Rechtsschutzversicherung

  • Schnelle Rechtsberatung
  • Freie Anwaltswahl
  • ohne Selbstbeteiligung möglich
Ein Streit in der Familie ist schnell entbrannt: Mal geht es um eine Erbschaft, mal um eine Betreuung, Vormundschaft oder eine Vorsorge- bzw. Patientenverfügung – und natürlich können auch Trennungen und Scheidungen mit Konflikten einhergehen.

Guter Rat ist dann nicht nur sprichwörtlich teuer: Denn egal, ob Anwaltsbesuch oder sogar Gerichtsverfahren – die Kosten für eine rechtliche Auseinandersetzung können schnell vierstellige Summen erreichen. Was viele nicht wissen: Heute trägt die Kosten für eine Auseinandersetzung oft auch die Rechtsschutzversicherung. Familienrecht mit allen Facetten ist oft mitversichert.

Rechtsschutzversicherung: Familienrecht und mehr

Die Rechtsschutzversicherung sieht dabei vor, dass ein sogenannter erweiterter Beratungsrechtsschutz finanziert wird. Das bedeutet, dass bei Streitigkeiten im Familienrecht die Rechtsschutzversicherung einspringt, solange der Konflikt außergerichtlich im Wege der anwaltlichen Beratung und Begleitung beigelegt werden soll. Nicht mitversichert sind über den Rechtsschutz Streitigkeiten im Familienrecht, die gerichtlich geklärt werden sollen. Wer Wert darauf legt, dass die Rechtsschutzversicherung auch im Familienrecht einspringt, sollte darauf achten, wie genau der Rechtsschutz angeboten wird.

Beratungs-Rechtsschutz im Familienrecht

So gibt es die Möglichkeit, dass der Beratungsrechtsschutz ohne Summenbegrenzung mitversichert ist. Damit haben Sie die Möglichkeit, auf anwaltlichen Rat im Familienrecht zurückzugreifen, ohne dass die Rechtsschutzversicherung ab einer bestimmten Honorarhöhe nicht mehr zahlen muss. Angeboten wird ein solcher unbegrenzter Rechtsschutz im Familienrecht derzeit unter anderem von folgenden Anbietern:
  • Roland-Rechtsschutz im Tarif RS Plus/ RS 1 Mio  
  • Advocard in verschiedenen Tarifen
  • Allianz im Grundschutz 
  • ARAG in verschiedenen Tarifen 
  • Continentale in den ConJure-Tarifen
  • Deurag in verschiedenen Tarifen
  • DMB in verschiedenen Tarifen 
  • Domcura in den Tarifen Magnum/Maximum. 

Tipp: Erbrecht mitversichern

Manche Rechtsschutzversicherungen übernehmen im Rahmen des erweiterterten Rechtsschutzes die Kosten in familein- und erbrechtlichen Angelegenheiten auch über die Erstberatung hinaus – etwa die WGV (Tarif optimal unbegrenzt) oder die Concordia (Tarif Sorglos). Damit ist es möglich, zum Beispiel bei der Errichtung eines Testaments auf den Rat eines Anwalts oder Notars zurückzugreifen und die Rechtsschutzversicherung mit dem Schutz im Erbrecht diese Kosten zahlen zu lassen.

Rechtsschutzversicherung: Familienrecht umfasst nicht die Kosten einer Scheidung

In Deutschland liegt die Scheidungsrate in manchen Regionen mittlerweile bei 50 Prozent – jede zweite Ehe wird also geschieden. Oft zieht eine Scheidung einen aufwendigen Rechtsstreit nach sich, vor allem dann, wenn das Vermögen der Ehegatten aufgeteilt werden muss. Die Kosten für eine Ehescheidung liegen nicht selten im Bereich zwischen 10.000 und 20.000 Euro, die die meisten natürlich gerne über eine Rechtsschutzversicherung abgewickelt sehen wollen. Manche Rechtsschutzversicherungen übernehmen mittlerweile – wie oben gezeigt – einen Beratungsrechtsschutz. Die Rechtsschutzversicherung trägt dann bei Übernahme der Kosten im Familienrecht auch die Kosten für eine anwaltliche Beratung bei einer Scheidung. Der Gang vor Gericht wird allerdings von keiner Rechtschutzversicherung abgedeckt, weil das Kostenrisiko für die Rechtsschutzversicherung einfach zu groß ist. Angebot für Familienrechtsschutz anfordern

Vorsorgeverfügungen & Co.: Wichtiger Schutz der Rechtsschutzversicherung im Familienrecht

Es kann im Leben Situationen geben, in denen Sie wichtige Entscheidungen nicht mehr selbst treffen können. So kann es nach einem Unfall erforderlich sein, dass über lebensrettende und lebenserhaltende Maßnahmen entschieden werden muss, Sie aber keine Entscheidungen treffen können. Oder Sie werden krank und sind nicht mehr in der Lage, sich um Ihre persönlichen Angelegenheiten wie zum Beispiel Ihre Finanzen zu kümmern. In beiden Fällen ist es sinnvoll, Vorsorge zu treffen.
  • Mit einer Patientenverfügung bestimmen Sie eine Person Ihres Vertrauens, die für Sie Entscheidungen trifft, wenn Sie das nicht mehr können.
  • Und mit einer Vorsorgeverfügung bevollmächtigen Sie einen Vertrauten, der sich so lange um Ihre Angelegenheiten kümmern kann, bis Sie dazu wieder in der Lage sind.
Es ist natürlich wichtig, solche Verfügungen so zu formulieren, dass Sie den größtmöglichen Nutzen haben, auf der anderen Seite aber keine Gefahr besteht, dass die Vorsorgeverfügung missbraucht wird – meist wird das nicht ohne anwaltliche Beratung möglich sein.

Rechtsschutz trägt die Kosten

Bei so mancher Rechtsschutzversicherung ist der Rechtsschutz so gestaltet, dass neben dem Familienrecht auch eine anwaltliche Beratung zu den Verfügungen abgedeckt ist. Das Leistungsspektrum der Rechtsschutzversicherungen ist dabei recht weit gefasst. Die Arag sieht jährliche Leistungen vor, die allerdings auf 500 Euro beschränkt sind. Dagegen reicht die Absicherung der Rechtsschutz Union bei dem Tarif mit erweiterten Leistungen mit einer Versicherungssumme von jährlich bis zu 1.000 Euro deutlich weiter.

Tipp: Mehrfachleistung vereinbaren 

Wichtig ist vor allem, dass die Leistung bei den Verfügungen nicht nur einmalig gezahlt wird. Manche Rechtsschutzversicherung sieht während der gesamten Vertragslaufzeit nur eine einmalige Leistung vor – das ist etwa bei der D.A.S. der Fall. Dann haben Sie aber keine Möglichkeit, die Verfügung auf Kosten der Rechtsschutzversicherung an geänderte Lebensumstände anzupassen. 

Rechtsschutzversicherung: Familienrecht deckt auch Betreuungsverfahren ab

Das Betreuungsrecht in Deutschland sieht vor, dass einer volljährigen Person auf eine gerichtliche Anordnung hin auch gegen ihren Willen ein Betreuer zu Seite gestellt werden kann. Damit wird den Betreuten die Möglichkeit genommen, vollumfänglich eigene Entscheidungen zu treffen. Da diese Betreuung oft einer Entmündigung gleichkommt, birgt sie naturgemäß viel Konfliktpotenzial. Und der Betreute hat natürlich die Möglichkeit, die Betreuungsanordnung rechtlich anzugreifen. In diesem Zusammenhang ist natürlich von Interesse, ob die Rechtsschutzversicherung im Familienrecht auch ein solches Vorgehen gegen eine Betreuungsanordnung mitversichert. Die Rechtsschutzversicherung der D.A.S. im Premium-Rechtsschutz bietet hier einen umfassenden Schutz und finanziert solche Verfahren ohne Begrenzung auf die Versicherungssumme. Die Rechtsschutz Union wie auch die Arag unterstützen die Versicherten ebenso bis zu einer Kostenhöhe von 1.000 Euro.

Unterhaltsstreitigkeiten mitversichern 

Bei Streitigkeiten um Unterhaltsverpflichtungen und -zahlungen sieht man sich schnell vor Gericht wieder. Eine Rechtsschutzversicherung hilft hier nur selten – nur wenige Anbieter wie die Domcura oder die Rechtsschutz Union leisten überhaupt. Gedeckelt ist die Kostenübernahme aber bei 1.000 Euro, die Wartezeit kann bis zu sechs Monate betragen. Zum Tragen kommen kann hier ggf. auch der sogenannte erweiterte Familienrechtsschutz im Familien-, Lebenspartnerschafts- und Erbrecht, der als Beratungs-Rechtsschutz angelegt ist. Meist ist die Kostenübernahme auf einen Betrag zwischen 500 und 1.000 Euro je Rechtsschutzfall gedeckelt.
 

Es gibt zahlreiche Tarife ohne Leistungen

Leider sind Leistungen der Rechtsschutzversicherungen im Familienrecht sowie im Erbrecht oder aber auch im Betreuungsrecht oder bei der Beratung zu den Vorsorgeverfügungen nicht der Regelfall. Gerade bei älteren Bestandsverträgen wird der Rechtsschutz sich oft nicht auf das Familienrecht erstrecken. Wenn Ihnen ein solcher Schutz wichtig ist, sollten Sie Ihre Rechtsschutzversicherung auf jeden Fall dahingehend überprüfen lassen, ob der Bereich des Familienrechts mit vom Rechtsschutz umfasst wird.

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Modell-Foto: colourbox.com
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