Nie wieder Schulden! Finanzielle Belastungen abbauen

Viele Darlehen im privaten Bereich belasten das Familienbudget und sind vor allem viel zu teuer. Machen Sie Schluss mit unnötigen finanziellen Belastungen: Hier erfahren Sie, wie Sie Schulden schnell und effizient abbauen und (viel wichtiger) gar nicht erst welche entstehen lassen.

Schritt 1: Platz machen

Sie können Schulden nur abbauen, wenn Sie die Übeltäter für den Geld-Druck ausfindig gemacht haben. Sie müssen also wissen, welche Belastungen Sie so schnell wie möglich loswerden können. Und dabei geht es weniger um die Kredite, die Sie bedienen müssen. Es geht um die vielen kleinen Geldfresser, die sich in unserem Alltag eingenistet haben. Dazu zählen zum Beispiel Kreditlinien beim Bestellhandel im Internet, beim Kreditkarteneinkauf, aber auch dauerhafte Zahlungsverpflichtungen für das Sportstudio, ein überteuerter Handyvertrag mit langer Laufzeit, Dienstleistungen aus dem Internet oder auch teure Hobbys mit laufenden Kosten.

Tipp: Laufende Kosten senken

Hohe laufende Kosten sind der Hauptgrund, warum Menschen mit Krediten in Geldnöte kommen. Die Kredite alleine könnten Sie noch bedienen, die hohen Fixkosten alleine tragen, aber beides zusammen funktioniert nicht. Und da die Kredite nicht von heute auf morgen verschwinden können, müssen die laufenden Kosten gekappt werden. Kündigen Sie also erst einmal alle Konsum-Verträge (Handy, Sportstudio etc.), die entbehrlich sind. Und zwar so viele Verträge, bis Sie monatlich mit Ihrem Geld inklusive Kreditraten auskommen.

Schritt 2: Übersicht schaffen

Ein großes Problem von Menschen mit dauerhaft überzogenem Konto: Sie haben den Überblick verloren. Die monatlichen Raten verteilen sich auf so viele verschiedene Gläubiger, dass manche nicht einmal mehr wissen, wie hoch die Ratenverpflichtungen eigentlich sind. Da hilft nur eins: Bündeln Sie alle Verpflichtungen in einem Kredit. Addieren Sie alle Schulden auf, nehmen Sie einen Kredit in genau dieser Höhe auf, und zahlen Sie damit alle anderen Schulden bei Versandhäusern, dem Kreditkartenunternehmen oder irgendwelchen Einzelhändlern auf einen Schlag ab. So werden Ihre vielen kleinen verteilten Schulden ganz anschaulich zu dem, was sie wirklich sind: Eine riesige Belastung, die Sie schultern müssen.

Tipp: Clever entscheiden

Gehen Sie für diesen einen Kredit zu Ihrer Hausbank, die Ihre Finanzen kennt. Machen Sie klar, dass Sie nicht noch einen Kredit aufnehmen wollen, sondern dass Sie umschulden möchten, um aus der Schuldenfalle herauszukommen. 
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Schritt 3: Bar-Prinzip einführen

Wenn Sie sich der vielen unnötigen Ausgaben entledigt und alle Verpflichtungen auf einen Kredit umgeschuldet haben, gilt für Sie ab sofort das Bar-Prinzip. Sämtliche Maestro-, Kredit- und Kundenkarten mit Zahlungsfunktion bleiben zu Hause bzw. werden zurückgegeben. Sie kehren wieder zum guten alten Bargeld zurück und leben von dem, was Sie sich von der Bank geholt haben. So können Sie gar nicht der Versuchung eines Spontankaufs erliegen, weil Sie dafür wahrscheinlich nicht genug Bargeld und vor allem keine Karten in der Tasche haben.

Tipp: Nicht zu viel Geld bunkern

Holen Sie das benötigte Geld wöchentlich von der Bank ab, damit Sie nicht zu viel Bares zu Hause haben.

Schritt 4: Im Plus leben

Akzeptieren Sie, dass auf dem Konto nach null Euro nichts mehr kommt. Lassen Sie den eingeräumten Überziehungskredit löschen, und leben Sie mit dem, was Sie haben. Wenn Sie nach einer Umschuldung und dem Beginn eines Sparkurses wieder das Konto überziehen, wird es keine drei Monate dauern, bis alles wieder von vorne anfängt.

Tipp: Sprechen Sie mit Ihrer Bank 

In Notfällen können Sie mir der Bank vereinbaren, dass Sie kurzfristig einen Überziehungskredit in Höhe der Summe X bekommen können, damit Sie keine Horror-Zinsen für sogenannte geduldete Überziehungen zahlen müssen.

Schritt 5: Schuldenfrust begrenzen

Viele überschuldete Menschen werden "rückfällig" und leben wieder über ihre Verhältnisse, weil der Schuldenfrust sie packt. Denn monate- oder vielleicht sogar jahrelang auf Anschaffungen, Urlaub oder den einen oder anderen Alltags-Luxus zu verzichten, um endlich schuldenfrei zu sein, ist nicht gerade der ideale Ansporn. Deshalb gilt: Zahlen Sie Ihre Kreditraten konsequent – aber belassen Sie es auch dabei. Versuchen Sie nicht, mit aller Gewalt jeden Cent in den Kredit zu stecken. Das demotiviert und wird über kurz oder lang dazu führen, dass Sie wieder über die Stränge schlagen.

Tipp: Sparen Sie weiter

Hören Sie wegen der Schulden keinesfalls mit dem Sparen auf. Sie werden viel motivierter beim Schuldenabbau sein, wenn Sie sehen, dass Sie gleichzeitig Geld auf die hohe Kante legen – und wenn es nur 25 Euro oder 50 Euro im Monat sind.

02.10.2017

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Modell-Foto: colourbox.com