Mischfonds Für eine sichere Geldanlage

Einfach eine sichere Geldanlage – viele Anleger wünschen sich das derzeit. Verständlich angesichts der hohen Verluste, die viele mit ihren Fonds, Aktien und Zertifikaten in der Vergangenheit hatten. Aber festverzinsliche Papiere alleine drücken die Rendite heftig in den Keller – wie also anlegen?
Einen guten Mix bieten Mischfonds, die aus Aktien und Rentenpapieren bestehen. Hier haben Sie es als Anleger in der Hand, welches Risiko Sie mit Ihren Geldanlagen eingehen wollen und wie viel Sicherheit Sie brauchen.

Richtig mischen!

Durch die Kombination von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren erhält der Anleger beim Mischfonds die Chance auf eine recht gute Rendite. Für jeden Anlegertyp lassen sich dabei auch an das persönliche Risikoverhalten angepasste Mischfonds finden. Dies wird durch die unterschiedliche Gewichtung von Aktien und Rentenpapieren ermöglicht. Innerhalb der Anlageklasse der Mischfonds kann der Anleger zwischen sehr verschiedenen Ausrichtungen wählen. Wenig Risiko bedeutet, dass ein Mischfonds nur wenige Aktien beherbergt und den überwiegenden Anteil in Rentenpapiere investiert. Ein höheres Risiko würde der Anleger wiederum eingehen, wenn er einen offensiveren Mischfonds auswählt, dessen Anteile genau vice versa ausgerichtet sind. Viele Mischfonds haben genaue Grenzen für das Mischverhältnis. Geldanlage-Beratung hier anfordern

Drei Kategorien für jeden Anleger

Grob kann man die Mischfondstypen in drei Kategorien einteilen. Die risikoreichste Gruppe trägt meistens Namen wie Aggressiv, Chance, Dynamik, Growth oder auch Offensiv. Hierbei sind die Aktienquoten bei über 70 Prozent angesiedelt. Die mittlere Gruppe tituliert sich im Fondsnamen oftmals als Balance oder Flexibel. Hier wird im Fondsmanagement auf eine ausgewogene Verteilung der Anteile von Aktien und festverzinslichen Wertapapieren geachtet.

Typisch für diese Fonds ist eine mittlere Aktienquote, die je nach Fonds zwischen 30 Prozent und 70 Prozent liegt. Der dritte Bereich sind konservative Mischfonds, die oftmals unter Bezeichnungen wie Defensiv oder Sicherheit herausgegeben werden. Bei diesen Fonds liegt der Aktienanteil nur bei maximal 30 Prozent. Konservativ ausgerichtete Mischfonds können ihren Aktienbestand sogar vollständig reduzieren. Angesichts der derzeitigen Aktienbaisse sind es deshalb besonders die konservativen Mischfonds, die im Vergleich mit anderen Mischfondsarten momentan am besten abschneiden.

Erfolgsfaktor Fondsmanagement

Das Fondsmanagement bei einem Mischfonds ist von besonderer Bedeutung. Als Anleger sollte man darauf achten, dass in beiden Bereichen – Aktien und Renten – Experten arbeiten. Viele Fondsgesellschaften teilen deshalb das Management auch in zwei Teile auf, eine Arbeitsteilung, die aufgrund der komplexen Materie durchaus sinnvoll ist. Bezüglich der Fondsgröße bieten sich Mischfonds an, die ein hohes Anlagevolumen besitzen. 

Gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten sind ansonsten kleinere Fonds von einer Schließung oder Fusion bedroht, wenn zu viele Anleger ihr Geld plötzlich abziehen. Eine Faustregel hierbei ist, dass Fondsvolumen ab 100 Millionen Euro als krisenfest gelten. Für den Anleger gilt es beim Mischfonds besonders darauf zu achten, welche Anlagestrategie im Fondsprospekt beschrieben wird. So erfährt man am besten, nach welchen Gesichtspunkten das Management über den Zeitpunkt der jeweiligen Order von Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren entscheidet.

Flexibilität sichert den Anlageerfolg

Dieses flexible Moment ist sicherlich der größte Vorteil von einem Mischfonds. Gerade in Zeiten von großen Börsenschwankungen, kann man mit einem Mischfonds bestens reagieren. Fällt die Börse, wird durch den Fondsmanager die Gewichtung von Aktien in festverzinsliche Wertpapiere einfach umgeschichtet. Denn den Fondsgesellschaften ist es ja erlaubt, die Verteilung der angelegten Gelder je nach Marktlage in einem festgelegten Rahmen zu variieren.

Für den Anleger ist das Risiko bei einem Mischfonds also geringer, als wenn er in einen reinen Aktienfonds investieren würde. Auf der anderen Seite bringt es ihm aber neben den festverzinslichen Wertpapieren, die naturgemäß nur wenig Rendite abwerfen, auch den Vorteil des Aktienbesitzes. Durch diese gesplitteten Renditen ist man bei steigenden Aktienkursen nicht außen vor, sondern durch einen Mischfonds ebenfalls an der dann wieder positiven Entwicklung beteiligt.

Tipp: Vertrauen Sie keinesfalls den Zahlen der Anlageberater. Mit einem Sparplanrechner können Sie die Musterrechnungen ganz einfach nachvollziehen.

Als Altersvorsorge einsetzbar

Für langfristige Sparpläne sollte man am besten auf flexible oder konservative Fonds setzen – auf Mischfonds also, die einen ausgewogenen oder geringeren Anteil an Aktien besitzen. Zusätzlich sollte man auch darauf achten, dass es sich bei den Aktien um Anteile an größeren und damit weniger krisenanfälligen Unternehmen handelt. Es gibt aber mittlerweile noch eine weitere Möglichkeit der langfristigen Vermögensanlage mittels Mischfonds. Die Rede ist von der noch recht neuen Form der sogenannten Target-Fonds. Im Gegensatz zu dem klassischen Modell der Mischfonds besitzen Target-Fonds eine feste Laufzeit. Ihre Anlage richtet sich dabei auf das Resultat zum Laufzeitende aus.

Zu Beginn der Fondslaufzeit investieren Target-Fonds ihr Kapital vorwiegend in risikoreichere Aktien. Zum Fondsende hin wird dann die Gewichtung der Fondsinvestitionen in risikoärmere Anlagen vorgenommen, also zum Beispiel in Staatsanleihen. Dadurch ist die Rendite zum Fondsende eher zu garantieren. Die Laufzeiten solcher Target-Fonds sind recht unterschiedlich und lassen sich somit sehr gut an die jeweiligen Anlegerbedürfnisse anpassen.

06.01.2017

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Modell-Foto: colourbox.com