Innovative Geldanlage Mit dem Herzen investiert man besser

Geld anlegen macht keinen Spaß, sagen Sie? Das stimmt! Vermehrt es sich, ist es normal, machen Sie Verlust, beginnt man, sich zu ärgern. Aber haben Sie schon mal daran gedacht, aus der Geldanlage eine Herzensangelegenheit zu machen? Investieren Sie doch einmal nicht in Aktien, Gold oder Immobilien.
Eine Option: Tun Sie etwas Gutes mit Ihrem Geld, etwa durch ein Investment in die Natur in Form des Baumsparvertrags. Oder wenden Sie sich den schönen Dingen zu, denn mit dem Herzen investiert man besser. Ein Beispiel sind Kunst und Antiquitäten: In sie zu investieren, ist aus zwei Gründen interessant. Zum einen legen Sie Ihr Geld sichtbar in Gegenstände an, die Sie jeden Augenblick genießen können. Und zum anderen kommt aus dieser emotionalen Rendite eine auf längere Sicht auch eindrucksvolle finanzielle Rendite hinzu.

So bringen Spitzenantiquitäten mehr als zehn Prozent Rendite im Jahr. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie das Geld für diese Anlage einige Zeit entbehren können. Denn hohe Auktionsgebühren beim An- bzw. Verkauf von zehn bis 25 Prozent des Kaufpreises verhindern jede kurzfristige Spekulation. Diese Einschränkung erzwingt eine durchaus erwünschte langfristige Anlagestrategie. Sicherheit bietet diese Anlage dafür allemal, denn Qualitätsware wird am Kunstmarkt immer gesucht – unabhängig von den Kapitalwerten.

Tipp: Rendite braucht Zeit

Wenn Sie in Kunst und Antiquitäten investieren möchten, dürfen Sie nicht auf schnelle Gewinne hoffen. Dafür aber werden Sie mit einer Rendite von über zehn Prozent und dem Genuss belohnt, sich mit Kunst zu umgeben.

Wein und Whisky

Wein stand lange Zeit bei Anlegern hoch im Kurs. Die wenigsten lagerten dabei die edlen Tropfen im Keller, in der Hoffnung, sie irgendwann verkaufen zu können. Stattdessen wurde in Wein-Fonds investiert, es wurden Genussscheine von Weingütern verkauft, und es wurde vieles andere unternommen, um an edlen Tropfen zu verdienen.

Die Erkenntnis heute: Geld ist damit nicht zu verdienen, Wein ist zum Trinken da, nicht zum Investieren. Die Fonds haben allesamt kaum Renditen abgeworfen, die dem Risiko angemessen sind. Anleger sind mit Wein eher schlecht gefahren. Der Wein-Markt für Anleger ist ziemlich tot, Finger weg von solchen Genuss-Scheinen. Wenn Sie Wein mögen, dann genießen sie ihn einfach! Auch bei Whisky gilt: Heute werden manche Flaschen hoch gehandelt, aber es ist absolut unsicher, ob Sie damit langfristig wirklich Gewinne werden erzielen können. Individuelle Beratung zur Geldanlage anfordern

Uhren

Tatsächlich gewinnen Uhren als Anlageobjekte an Wert. Damit Sie aber von diesem Trend profitieren können, ist Fachwissen gefragt, das man sich aneignen kann. Im Grundsatz gilt: Mit bekannten Fabrikaten wie Patek Philippe, Rolex und Audemars Piguet können Sie kaum etwas falsch machen, das gilt auch für Uhren der deutschen Hersteller A. Lange & Söhne sowie Glashütte. Entscheidend ist daneben natürlich das Modell. Je seltener die Serie, aus der die Uhr stammt, umso wertvoller das Stück. Außerdem sollte der Stil der Uhr möglichst neutral sein: Denn als Investitionsobjekt taugen vor allem klassische Uhren, die keinem modischen Trend folgen.

Tipp: Gut informieren

Auf der Seite www.uhrenpreisspiegel.de finden Sie Informationen über die wichtigsten Auktionen der Branche. Dort können Sie sehen, welche Modelle gut versteigert wurden und welche Uhren an Wert gewinnen.

Oldtimer

Sie sind für Kleinanleger genauso geeignet wie für Sparer mit größerem Budget: Oldtimer. Die historischen Autos – auf dem Kennzeichen übrigens an dem H am rechten Rand zu erkennen – zählen dann zu den Oldtimern, wenn sie älter als 30 Jahre sind. Wirklich anlagetauglich werden die Oldtimer allerdings nur bei Modellen, die in kleinerer Stückzahl gefertigt wurden oder bei Sammlern besonders beliebt sind. 

Ein Mercedes 280 SL zum Beispiel kostet im guten Zustand rund 25.000 Euro und legt eine jährliche Rendite von vier Prozent an den Tag. Ein echter Renditebringer sind solche Autos aber am ehesten für Bastler, die nicht restaurierte Autos kaufen und sie dann voll restauriert auf den Markt bringen und verkaufen. Hier sind einmalige Renditen von bis zu 30 Prozent möglich. Der schnelle Euro lässt sich mit Oldtimern nicht machen. Als Anlage und Investition sind sie am ehesten für Bastler geeignet, die sich dann aber mit handwerklichem Geschick eine gute Rendite sichern können.

Modelleisenbahnen

Als Kind hatten Sie sicherlich auch eine im Keller oder auf dem Dachboden: eine Modelleisenbahn. Heute können Sie mit HO und Co. vielleicht reich werden. 183.500 Euro gingen immerhin 2001 beim Versteigerungshaus Christie's für einen Modellzug über den Auktionstisch. Voraussetzung dafür ist aber eine wirklich gute Kenntnis des Marktes. Die Basis dafür finden Sie in den Katalogen der Anbieter wie zum Beispiel Kolls Preiskatalog.  

Tipp: Aktiv werden!

Sie haben ein Faible für Modelleisenbahnen? Dann werden Sie aktiv! Experten setzen auf Tauschbörsen wie zum Beispiel die von Lankes in Hof, um dort Schnäppchen aufzustöbern. Auch Flohmärkte können eine Fundgrube sein! 

02.02.2017

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Modell-Foto: colourbox.com