Eigenheim untervermieten Wissenswertes zur Rechtslage

Sind Sie im Besitz eines Eigenheims, können Sie es auf verschiedene Weise nutzen. Die meisten Bauherren planen ihr Eigenheim, um es nach der Fertigstellung selbst zu bewohnen. Wenn sich die Lebensplanung im Laufe der Jahre ändert, kann ein Umzug notwendig werden. Mitunter kommt es auch vor, dass das Eigenheim zu groß oder zu klein ist. Nicht immer ist ein Verkauf die beste Lösung. Auch eine Vermietung kann vorteilhaft und gewinnbringend sein.
Eigenheim untervermieten Wissenswertes zur Rechtslage
Die Option ist empfehlenswert, wenn das Haus zu einem späteren Zeitpunkt wieder genutzt werden soll. Viele Bauherren entscheiden sich auch für eine Vermietung, wenn sie das Eigentum für ihre Kinder, für die Enkel oder für ein anderes Familienmitglied erhalten möchten. Sollte eine Finanzierung auf dem Eigenheim liegen, ist zu prüfen, ob der Kredit daran gebunden ist, dass der Kreditnehmer das Haus selbst bewohnt. Diese Bedingung wird von einigen Banken gestellt, die Förderkredite vergeben. Bei einem klassischen Bankkredit, bei dem das Haus als Sicherheit dient, ist eine Untervermietung in der Regel kein Problem. Im Zweifelsfalle sollte der Bauherr das Gespräch mit der Bank suchen, bevor er den Mietvertrag mit einem Untermieter unterschreibt. Rechtlich gesehen kann der Mieter den Mietvertrag an einen Untermieter weitergeben. Ist eine Untervermietung durch den Eigentümer möglich. Für den Eigentümer können sich daraus jedoch Probleme ergeben, die vor der erstmaligen Vermietung des Hauses bekannt sein sollten.

Untervermietung von Häusern verschiedener Baustile

Grundsätzlich hat ein Mieter das Recht, seine Wohnung oder das gemietete Haus beziehungsweise Teile davon unterzuvermieten. In diesem Falle schließt der Mieter mit einer dritten Person einen Mietvertrag ab. Der Eigentümer kann die Untervermietung nur verhindern, wenn die Wohnung überbelegt ist. Bei einem Haus, das untervermietet werden soll, ist dies jedoch nur selten der Fall. Kommt es zu einer Beschädigung des Hauses oder der Bausubstanz durch den Untermieter, steht der Vermieter dafür in der Haftung. Dies bedeutet, dass der Eigentümer seine Ansprüche gegenüber dem Hauptmieter geltend machen kann. Bei Häusern, die einen bestimmten Baustil aufweisen, kann dies teuer werden. Dies gilt insbesondere für Altbauten, die unter Denkmalschutz stehen, aber auch zum Beispiel für den Bau eines Massivhauses bei Viebrockhaus. Diese Häuser zeichnen sich durch eine besondere hohe Energieeffizienz und durch einen hohen Wohnkomfort aus. Um diese Energieeffizienz zu realisieren, weisen die Häuser bestimmte Ausstattungsmerkmale auf. Kommt es zu einer Beschädigung, kann die Reparatur sehr teuer werden. Aus diesem Grund ist jeder Abschluss eines Mietvertrages sehr gut zu überlegen.

Ansprüche müssen häufig durchgesetzt werden

In Bezug auf die Ansprüche bei Beschädigungen an der Bausubstanz, die einem Mieter oder einem Untermieter anzulasten sind, kommt es häufig zu Streitigkeiten, die vor einem Gericht entschieden werden. Häufig geht es um die Frage, wer für die Beschädigungen verantwortlich ist. Mitunter kann sogar der Eigentümer in Haftung genommen werden, wenn die Bausubstanz schon länger beschädigt war oder notwendige Reparaturen nicht durchgeführt werden. Mieter, die Schäden von ihrem Untermieter gegenüber dem Eigentümer tragen müssen, wählen häufig auch den Klageweg. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, den richtigen Versicherungsschutz bei Untervermietung zu wählen. Aus diesen Gründen sollte ein Eigentümer gut überlegen, ob er sich wirklich für eine Vermietung entscheiden möchte. Der Vorteil durch die Mieteinnahmen sollte durch die Nachteile, die sich im Zusammenhang mit einer Vermietung ergeben können, abgewägt werden. 

02.03.2018

Nach Oben
Modell-Foto: colourbox.com