Zahnersatz So sparen Sie bares Geld

Sie brauchen Zahnersatz? Das tut weh – und das meist nicht nur im Mund, sondern auch im Portemonnaie. Denn hochwertiger Zahnersatz kostet nicht selten pro Zahn weit mehr als 1.000 Euro. Natürlich gibt es Dutzende Spartipps, um die Kosten zu senken – aber was taugen sie wirklich?
Zahnersatz So sparen Sie bares Geld
Am einfachsten sparen Sie natürlich, wenn Sie regelmäßig zum Zahnarzt gehen – denn damit belohnen Sie sich selbst mit schönen Zähnen und die gesetzlichen Kassen erhöhen den Festzuschuss, wenn die Vorsorge im Bonus-Heft dokumentiert ist. Können Sie fünf Jahre hintereinander lückenlos Ihre Vorsorge nachweisen, erhöht sich der Festzuschuss um 20 Prozent, nach zehn Jahren sogar um 30 Prozent. Im besten Fall sichern Sie sich so einige hundert Euro mehr Zuschuss der gesetzlichen Kassen.

Notwendigkeit überprüfen lassen

"Der will doch nur an mir verdienen!" – das ist eine häufige Reaktion, wenn der Arzt zu kostspieligem Zahnersatz rät. Vor allem dann, wenn wir schmerzfrei sind, sehen wir oft nicht ein, warum derart teure Maßnahmen erforderlich sind. Wenn Sie selbst in einer solchen Situation sind und nicht wissen, ob der Zahnersatz wirklich ein Muss ist, sollten Sie die Institution der zahnärztlichen Zweitmeinung nutzen, die von den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung betrieben wird. Die Zweitmeinung bietet Beratung bei der Frage, ob und in welchem Umfang der vorgesehene Zahnersatz wirklich notwendig ist. Informationen bekommen Sie im Internet unter www.zahnarzt-zweitmeinung.de – dort finden Sie die für Ihren Wohnort zuständigen Beratungsstellen. Zum Beratungstermin bringen Sie den von Ihrem Zahnarzt erstellten Heil- und Kostenplan sowie alle weiteren Unterlagen wie Röntgenbilder mit, und der Beratungs-Zahnarzt spricht dann eine Empfehlung aus.

Ein günstigeres Labor wählen

In aller Regel haben Zahnärzte ein Labor oder sogar mehrere Labore, mit dem/denen Sie zusammenarbeiten, um Zahnersatz herzustellen – Sie haben also wenig Einfluss darauf, welches Labor beauftragt wird. Labore im Ausland sind zwar oft günstiger, werden aber von deutschen Zahnärzten ungern genutzt, weil es schwierig ist, mal eben etwas nachzubessern. Hier schlummert also wenig Sparpotenzial.

Zahnersatz im Ausland verpassen lassen

Viele Patienten schwärmen von der tollen Behandlung vor allem in den osteuropäischen Nachbarländern. Tatsache ist: Günstiger ist der Zahnersatz dort meistens – bis zu 50 Prozent werden locker gespart. Allerdings ist die Behandlung vor Ort auch nicht ganz ohne Risiko. Sprechen Sie die Sprache nicht, können Komplikationen nur schwer gelöst werden. Dauert die Behandlung länger als geplant, muss der Urlaub verlängert werden – es kommen weitere Kosten auf Sie zu, die oft kaum vor der Behandlung abzuschätzen sind. Die Folge: Der Preisvorteil schmilzt. Vor allem aber schmerzen Nachbehandlungen, denn deutsche Zahnärzte müssen die Fehler der Kollegen aus den Nachbarländern nicht nachbessern – damit werden ggf. weitere Reisen oder Behandlungskosten in Deutschland fällig. Vom Zahntourismus ist daher eher abzuraten!

Bindung an den "Kassen-Arzt"

Bei dem sogenannten Einschreibemodell bekommen Sie über Ihre gesetzliche Kasse vergünstigten Zahnersatz, wenn Sie sich nur von bestimmten Vertragsärzten behandeln lassen. Die freie Arztwahl wird also eingeschränkt, dafür sinken die Kosten. Wenn Sie bereits einen Zahnarzt des Vertrauens haben und gerne mit dem zusammenarbeiten möchten, sollten Sie auf das Einschreibemodell verzichten!

Zahnarztauktionsportale

Bei Zahnauktionsportalen versteigern Sie einfach Ihren Zahnersatz – oder besser gesagt: den Auftrag, den Sie zu vergeben haben. Möglich machen das neue Internetportale wie zum Beispiel www.2te-zahnarztmeinung.de oder www.zahngebot.de. 
Dieser Service befindet sich noch im Aufbau und wird zurzeit kostenlos angeboten. Dort stellen Sie Ihre Behandlung anonym ins Internet, und die Zahnärzte unterbieten sich dann, um den Auftrag zu bekommen. Wenn Sie den Service nutzen wollen, müssen Sie sich einfach nur registrieren, sich einen anonymen Nutzernamen zulegen, Ihren Kosten- und Heilplan übertragen oder die gewünschten Leistungen beschreiben und die maximal gewünschte Entfernung zum Zahnarzt angeben. Die Auktion läuft meistens sieben bis zehn Tage, und während dieser Zeit können Zahnärzte um Ihre Gunst bieten. Wie auch bei anderen Internet-Dienstleistungen sind viele Menschen unsicher, ob sie bei Online-Aufträgen die gleiche Qualität bekommen wie in ihrer Zahnarztpraxis. Fakt ist: Im Internet werden nur Aufträge vermittelt, die vermittelten Zahnärzte geben Ihnen genauso zwei Jahre Gewährleistung auf die Leistung wie jeder andere Zahnarzt auch. Und die Qualität der Leistung hat nichts damit zu tun, ob Sie den Zahnarzt nun über das Internet suchen oder vor Ort. Der Preis jedoch ist online um einiges transparenter als in der normalen Praxis, weil Sie Vergleichsmöglichkeiten haben.

Ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll?

Grundsätzlich ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll, wenn Sie eine hochwertige Versorgung suchen und möchten, dass eine Zahnersatzversicherung einen Teil der Kosten trägt. Weniger empfehlenswert sind dann die Tarife, die lediglich die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung aufstocken und dafür sorgen, dass man für die günstigen Lösungen aus dem Leistungskatalog geringere Eigenleistungen zu tragen hat. Hier ist eine Zahnversicherung eher nicht sinnvoll, weil die verbleibenden Restkosten überschaubar sind, sodass dafür nicht unbedingt eine Versicherung benötigt wird. Anders bei teuren Behandlungen: Hier gibt es Versicherungen, die als Zahnersatzversicherung die höheren Kosten für medizinisch anspruchsvollere Lösungen - vor allem bei Ersatzmaßnahmen - zumindest teilweise übernehmen. Sind solche Behandlungen gewünscht, ist die Zahnversicherung eine gute Lösung, damit auch größere Gebiss-Sanierungen die Haushaltskasse nicht unnötig belasten.
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Modell-Foto: colourbox.com