Girokonto Ratgeber und Vergleich

Girokonto-Vergleich

  • Gebührenfrei
  • Mit Maestro- und Kreditkarte
  • Umfassende Bargeldversorgung

Girokonto: Das sind die wichtigen Merkmale

Bei der Suche nach dem richtigen Girokonto spielen viele Faktoren eine Rolle, die wichtigsten haben wir hier zusammengestellt.

Kontoführungsgebühren

Tatsächlich verlangen vor allem Filialbanken happige Grundgebühren – ein Muss ist das nicht, denn es gibt zahlreiche gebührenfreie Girokonten. Sie sind meist zwar an bestimmte Bedingungen gekoppelt, die viele aber erfüllen, wie etwa einen regelmäßigen Gehaltseingang oder ein Mindestguthaben. Erfüllen Sie die Bedingungen, lassen sich regelmäßige Grundgebühren sparen.

Buchungsposten

Neben den Grundgebühren langen einige Banken auch bei einzelnen Buchungsposten zu – beleghafte Überweisungen, die Sie direkt am Schalter abgeben, werden dann ebenso einzeln berechnet wie bei einigen Banken auch Online-Transaktionen. Passen Sie auf, dass hier keine hohe Gebühren anfallen.

Bargeldversorgung

Der Gang zum Geldautomaten ist für alle mittlerweile eine Selbstverständlichkeit – leider oft auch eine teure. Denn schon zehn Besuche an "fremden" Geldautomaten schlagen im Jahr mit bis zu 50 Euro Gebühren zu Buche. Hier helfen nur Banken, die entweder ein sehr dichtes Filialnetz haben oder aber Bankenverbünde wie die Cash Group (Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank, Hypovereinsbank) oder der sogenannte Cash Pool mit den Instituten BB-Bank, Degussa Bank, SEB, Santander, Targobank und weiteren Instituten. Manche Banken bieten auch im Konto inbegriffene Kreditkarten an, mit denen Sie gebührenfrei im Euroraum oder sogar weltweit Geld abheben können.

Kartengebühren

Kredit- und Maestrokarten bieten viele Banken nicht kostenfrei als Zugabe zum Konto an – ganz im Gegenteil. Kreditkarten kosten je nach Institut bis zu 40 Euro zusätzlich im Jahr – ohne dass die Karten Zusatzleistungen bieten oder eine Partnerkarte inbegriffen wäre. Nur bei Mindestumsätzen mit den Kreditkarten entfallen die Gebühren ganz oder zum Teil – wenn Ihnen Karten im Alltag wichtig sind, achten Sie auf diese möglichen Zusatzkosten.

Dispokredite

Wenn Sie Ihr Konto häufiger überziehen (müssen), treiben die Dispo-Kosten die Gebühren oft "über Gebühr" in die Höhe. Über acht Prozent Dispozins ist als sehr teuer anzusehen – und manche Banken verlangen bis zu 16 Prozent Überziehungszinsen. Das bedeutet für Sie: Wenn Sie Ihr Konto an 100 Tagen im Jahr um 2.000 Euro überziehen, zahlen Sie bei teuren Banken mit 90 Euro Überziehungszinsen mehr als doppelt so viel wie bei den günstigen Anbietern. Hier hilft tatsächlich nur ein Wechsel – oder ein Leben im "Plus"!

Sicherheit des Online-Bankings

Wichtig bei der Suche nach einem Girokonto ist auch, wie sicher sich das Online-Banking gestaltet: Das Erhalten der TANs über SMS ist zwar beliebt, das Chip-TAN-Verfahren mithilfe eines kleinen Generators jedoch sicherer. Eine andere Möglichkeit sind Apps, die eine zusätzliche Sicherheitshürde darstellen. Bietet Ihre Bank das an, informieren Sie sich über die Kosten und ob alle Kontoinhaber das Verfahren nutzen können.

Prämien und Willkommensboni

Viele Girokonten bieten Neukunden Prämien und Willkommensboni bei einer Kontoeröffnung. Üblicherweise handelt es sich dabei um Gutschriften, kleine Geschenke oder Vorteils-Zinsen im Bereich Dispo und Guthaben. Wie bei der kostenlosen Kontoführung müssen aber auch hier oft Mindestbeträge eingezahlt werden, oder es sind regelmäßige Gehaltseingänge erforderlich.

Girokonto wechseln: Worauf Sie achten müssen

Möchten Sie Ihre Bank und Ihr Girokonto wechseln, vergleichen Sie die Konditionen der beiden Konten miteinander. Entscheidend sind diese Punkte:
  • Spart der Wechsel des Girokontos Geld?
  • Bekommen Sie beim neuen Girokonto zusätzliche Leistungen, die Ihnen wichtig sind – etwa mehr Geldautomaten oder kostenlose Karten?
  • Profitieren Sie von einem Neukundenbonus, etwa durch niedrigere Zinsen?
Achten Sie bei einem Wechsel des Girokontos auf die Details der Kontobedingungen: Gibt es Service-Gebühren, die beim neuen Girokonto im Kleingedruckten versteckt sind – etwa für TAN-SMS? Oder ist der Mindest-Gehaltseingang so hoch, dass Sie ihn nicht erreichen und dann doch nachträglich Kontoführungsgebühren fällig werden?  

Girokonto: Sicherheit beim Online-Banking beachten

Online-Banking ist heute Standard bei modernen Girokonten. Sicherheit sollte dabei großgeschrieben werden, damit nicht Unbefugte an Ihre Daten kommen und das Konto missbrauchen können. Um die bestmögliche Sicherheit zu gewähren, gibt es verschiedene Sicherheitsverfahren, die Transaktionen mit Ihrer Bank im Internet schützen. Das sind die heute gängigen Systeme:

Die indizierte TAN-Liste (iTAN)

Hier erhält der Bankkunde per Post eine Liste mit Transaktionsnummern, dier durchnummeriert sind. Bei einer Transaktion wird er aufgefordert, eine ganz bestimmte TAN einzugeben. Tut er das nicht oder nicht schnell genug, verfällt die TAN, und es wird eine neue abgefragt.

MobileTAN

Als deutlich sicherer wir das sogenannte MobileTAN-Verfahren angesehen. Hier erhält der Kunde von seiner Bank eine TAN per SMS auf sein Handy. Die muss er bei der Transaktion am Rechner oder Tablet eingeben.

ChipTAN

Beim sogenannten ChipTan Verfahren nutzt der Kunde einen TAN-Generator mit Ziffernfeld und Karteneinschub. Bei jeder Transaktion muss die Bankkarte in das Gerät gesteckt werden und der generierte Code am PC oder Tablet bzw. Handy eingegeben werden.

PhotoTAN

Ein weiteres Verfahren ist das PhotoTAN-Modell. Hier fotografiert der Kunde mit dem Smartphone einen Code, der auf der Seite der Bank neben der Transaktion erscheint. Mit der entsprechenden App wird der Code in eine Geheimzahl übersetzt, die dann auf dem Smartphone erscheint und bei der Transaktion angegeben werden muss.   

Tipps für sicheres Online-Banking

Firewall und Virenschutz aktualisieren: Eine funktionierende Abwehr ist der beste Schutz gegen Betrüger im Internet.
Keine öffentlichen Netze nutzen: Online-Banking in öffentlichen Netzen ist extrem anfällig für Betrüger – nutzen Sie nur geschützte Bereiche.
Überweisungs-Limits setzen: Wenn alle Vorsichts-Maßnahmen versagen, helfen geringe Überweisungs-Limits beim Verhindern existenzieller Schäden.

Dispo: Sinnvoll, aber ...

Die meisten Besitzer eines Girokontos werden Ihren Dispositionskredit (kurz: Dispo) schon einmal genutzt haben: Damit kann das Konto maximal um einen vorher festgelegten Betrag überzogen werden. Sinnvoll sind solche Dispos allemal, wenn ein kurzfristiger finanzieller Engpass besteht – aber sie werden gefährlich, wenn der Engpass zum Dauerzustand wird, und zwar aus zwei Gründen:

Dispo-Zinsen sind teuer: Die Zinsen für den Dispokredit übersteigen die für einen klassischen Ratenkredit bei Weitem. Immer noch verlangen Banken bis zu 16 Prozent Dispozinsen. Wenn Sie häufiger auf den Dispo ausweichen müssen, suchen Sie sich ein Girokonto mit günstigen Konditionen.

Der Dispo ist oft der Anfang einer Schuldenkarriere: Ein Dispo verleitet zum Geldausgeben – denn, anders als bei einem Kredit, muss keine Hürde genommen werden, um an "frisches Geld" zu kommen. Oft funktioniert auch der Ausgleich im Folgemonat nicht – das Konto richtet sich dauerhaft im roten Bereich ein. Die hohen Zinsen sorgen für weitere Schulden.

Damit es bei Ihnen nicht so weit kommen kann, sollte der Kreditrahmen eng gesetzt und nur mit Bedacht und im Ausnahmefall genutzt werden.

Die häufigsten Fragen zum Girokonto

Wozu benötige ich ein Girokonto? +

Ein Girokonto ist die Voraussetzung dafür, den eigenen Zahlungsverkehr bargeldlos abwickeln zu können – etwa durch Überweisungen und Lastschriften. Ohne Girokonto können auch Zahlungen wie etwa Gehälter nicht empfangen werden.

Wie sicher ist mein Geld auf einem Girokonto? +

Guthaben sind durch die Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Bank innerhalb der EU gesetzlich abgesichert. Aber die Sicherheit spielt auch beim Online-Banking eine Rolle: Transaktionen können nur nach Anmeldung im geschützten Bereich durchgeführt werden, jede einzelne Transaktion muss noch einmal abgesichert werden – meist durch die Eingabe einer Transaktionsnummer (TAN) aus einer Liste oder App.

Wie viel Geld darf ich auf dem Girokonto aufbewahren? +

So viel Sie wollen und haben – sinnvoll ist das allerdings nicht, denn zum Sparen eignen sich Girokonten wegen der geringen Zinsen nicht. Hierfür sollten Sie eher ein Tagesgeldkonto eröffnen.

Wie zahle ich auf ein Girokonto bei einer Direktbank Geld ein? +

Sie können bei jeder Bank Geld auf Ihr Konto einzahlen – müssen aber bei Fremdbanken mit Gebühren rechnen. Sinnvoll sind Girokonten bei Direktbanken, die wie zum Beispiel die Comdirect mit der Commerzbank eine Muttergesellschaft haben. Denn dort kann das Bargeld in der Regel auch ohne Gebühren eingezahlt werden.

Mein Girokonto wurde gesperrt – was mache ich nun? +

Girokonten können aus ganz unterschiedlichen Gründen gesperrt werden: Eine Kontopfändung kann den Zugriff erschweren, ebenso eine Privatinsolvenz oder auch schlicht der Verdacht, dass das Konto missbraucht wird, wenn die Geheimzahl am Automaten oder im Internet mehrfach falsch eingegeben wurde. Um das Girokonto zu entsperren, müssen Sie entweder telefonisch oder persönlich vorstellig werden und sich legitimieren – in der Filiale mit einem Ausweis, im Internet meist durch Eingabe einer TAN.

Wie kann ich mein Girokonto sperren? +

Über eine einheitliche Hotline (116 116) können fast alle Girokonten und Karten gesperrt werden, etwa bei Missbrauchsverdacht.

Wie viele Girokonten kann ich haben? +

Eine Obergrenze gibt es nicht – Sie können bei Ihrer Bank mehrere Konten haben oder bei verschiedenen Banken. Achten Sie aber darauf, dass kostenlose Girokonten oft an einen Gehaltseingang oder ein Mindestguthaben gekoppelt sind – bei mehreren Konten kann das zum Problem werden.

Wie kündige ich mein Girokonto? +

Das steht Ihnen frei: entweder direkt in der Filiale oder per Post bzw. Mail. Meist reicht ein formloser Text mit Ihren persönlichen Angaben und der Kontonummer – Fristen sind bei der Kündigung eines Girokontos nicht zu beachten.

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Modell-Foto: colourbox.com
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