Festgeld Zinsen – Vergleich – Tipps

Festgeld

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Festgeld – das Wichtigste im Überblick

  • Leistungen
  • Worauf achten?
  • Für wen sinnvoll?
Fester Zinssatz: Sie bekommen einen garantierten Zins für das angelegte Kapital während der gesamten Vertragslaufzeit.
Zinseszins-Effekt: Werden die Zinsen bei längeren Laufzeiten mitverzinst, steigert das die Rendite.
Planungssicherheit: Attraktive Zinsen sind garantiert.  
Laufzeit: Entscheidend mit der Zinsbindung ist auch die Bindung des Kapitals – stellen Sie sicher, dass Sie für den Anlagezeitraum auf das Kapital verzichten können.
Einlagensicherung: Je nach Bank beträgt die Einlagensicherung 100.000 Euro (gesetzlich vorgeschriebene Mindestsumme) bis hin zu mehreren Millionen Euro.
Freistellungsauftrag: Stellen Sie die Zinseinkünfte unbedingt abgeltungssteuerfrei.
Ein Festgeldkonto ist immer sinnvoll, wenn Sie
  • größere Summen längere Zeit fest anlegen wollen,
  • attraktive Zinsen bei hoher Sicherheit suchen,
  • auf das Kapital für den Anlagezeitraum verzichten können.

Das richtige Festgeld finden – das sind die Auswahlkriterien

Die Wahl des richtigen Festgeldkontos wird natürlich bestimmt durch den Zinssatz: Jeder möchte für sein Erspartes die besten Zinsen. Aber auch andere Faktoren können wichtig werden:

Anlagesumme

Die Anlagesumme bestimmt oft die Höhe der Zinsen. Meist gelten bei langfristigen Anlagen die Zinsen nur für bestimmte Margen bis zu 50.000 Euro. Höhere Beträge werden dann schlechter verzinst – achten Sie unbedingt auf diese Grenzen, um nicht zu viel Kapital zu dann schlechten Konditionen anzulegen.

Laufzeit

Grundsätzlich gilt beim Festgeld: Je länger der Zeitraum, über den das Geld angelegt wird, desto höher wird der mögliche Zinssatz. Das heißt: Kapital, das auf einem Festgeldkonto angelegt wird, wird langfristig attraktiv verzinst – es ist aber auch während der Laufzeit des Festgeldes nicht verfügbar. Überlegen Sie deshalb, welchen Betrag Sie für welche Zeit für verzichtbar halten. Berücksichtigen Sie dabei Anschaffungen genauso wie eine Rücklage für Unvorhergesehenes. Entscheidend für die Laufzeit ist auch das Zinsniveau: In Zeiten niedriger Zinsen raten wir eher zu kürzeren Laufzeiten. So können Sie bei Zinssteigerungen schneller reagieren und auf ein besser verzinstes Festgeldkonto umsteigen.

Einlagensicherung

Die Einlagensicherung gilt es bei jedem Angebot im Auge zu behalten. Bis 100.000 Euro bieten alle Banken in Europa 100 Prozent Schutz für das Tagesgeld. Zusätzlich zu diesem System sind Tagesgelder bei Banken in Deutschland in faktisch unbegrenzter Höhe geschützt, weil die Einlagensicherungssysteme der einzelnen Institute greifen.

Intervall der Zinsgutschrift

Gerade bei langjährigen Anlagen sind die Intervalle zur Zinsgutschrift entscheidend. Je häufiger die Zinsen auf dem Festgeldkonto ausgezahlt werden, umso höher der Zinseszinseffekt.

Festgeld und Steuern: Auf die Zinsintervalle achten!

Alle Zinsen auf Tagesgeldkonten werden mit 25 Prozent Abgeltungssteuer zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und eventuell anfallender Kirchensteuer belegt. Steuerfrei bleibt lediglich der Sparerpauschbetrag von derzeit 801 Euro pro Person. Gerade bei langjährigen Festgeldern ist es wichtig, dass die Zinsen mindestens jährlich gutgeschrieben werden – so können Sie in jedem Jahr den Sparerpauschbetrag ausnutzen. Werden die Zinsen zum Beispiel bei einer fünfjährigen Laufzeit nur einmalig am Ende gutgeschrieben, verschenken Sie den Pauschbetrag für die vier vorhergehenden Jahre.
 

Festgeld und die Treppenstrategie

Gerade in Zeiten günstiger Zinsen ist es wichtig, dass Sie das Beste aus Ihrem Ersparten herausholen. Die Treppenstrategie unterstützt Sie dabei, wenn Sie auf steigende Zinsen setzen möchten. Sie teilen dabei Ihr Kapital in mehrere gleich große Summen auf und verteilen diese Summen auf verschiedene Laufzeiten. Eine Summe kann bis zu fünf Jahre angelegt werden, die anderen zum Beispiel über ein Jahr, zwei oder drei Jahre. Beim Auslaufen der Festgelder können Sie aufs Neue entscheiden, wie Sie das Festgeld anlegen möchten. So profitieren Sie von dann gestiegenen Zinsen und können eine längere Laufzeit wählen. Sind die Zinsen immer noch niedrig, wählen Sie erneut eine kurze Laufzeit und hoffen auf steigende Zinsen.
 

Festgeld vorzeitig kündigen – geht das?

Bei einem Festgeldkonto werden Sie mit höheren Zinsen belohnt, weil Sie sich länger an eine Bank binden – die kann das Geld entsprechend teurer weiterverleihen. Während der Laufzeit eines Festgeldes haben Sie in aller Regel keinen Zugriff auf Ihr Kapital – allerdings haben Sie nach dem Wortlaut des Gesetzes die Möglichkeit, das Konto “aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist” zu kündigen. Das kann zum Beispiel bei Eintritt einer Insolvenz oder beim Bezug von Hartz IV der Fall sein.

Während in diesen Fällen die Bank zur Auszahlung verpflichtet ist, sind Sie in allen andere Fällen auf die Kulanz angewiesen: Die Bank muss freiwillig bereit sein, das Geld auszuzahlen. Ist sie das, fallen in der Regel Kosten an – in Form von deutlich geringeren Zinsen als vereinbart. Auch bereits gezahlte Zinsen können dabei verrechnet werden. Zusätzlich ist die Bank durchaus berechtigt, Gebühren zu erheben – so kann am Ende sogar eine negative Rendite zu Buche stehen, wenn ein Festgeldkonto vor Ablauf der Vertragslaufzeit aufgelöst werden muss. Auch aus diesem Grund sollte die Laufzeit gut durchdacht sein.

Die häufigsten Fragen zum Festgeld  

Für wen eignet sich Festgeld? +

Festgeld eignet sich besonders für Sparer, die Planungssicherheit mit festen Zinsen schätzen. Denn die Verzinsung von Festgeld bleibt die gesamte Laufzeit über gleich, sodass die Rendite bereits bei Vertragsabschluss feststeht.

Muss ein Festgeldkonto gekündigt werden? +

Wer nach Ablauf der Vertragslaufzeit auf sein Festgeld zugreifen will, der sollte eine entsprechende Kündigung aussprechen. Die Verträge sehen häufig vor, dass das Festgeld sonst erneut angelegt wird – und das meist zu den dann aktuellen Konditionen, die vielleicht gar nicht infrage kommen für Sie.

Müssen Zinserträge aus Festgeld versteuert werden? +

Kapitalerträge – auch aus Festgeld-Anlagen – unterliegen der sogenannten Abgeltungssteuer. Mit einem Freistellungsauftrag kann die Steuerpflicht bei Zinseinnahmen bis zu 801 Euro pro Person vermieden werden.  

Was ist ein Freistellungsauftrag? +

Sparer dürfen pro Jahr Kapitalerträge bis 801 Euro ohne steuerliche Abzüge einnehmen, wenn die Zinsen entsprechend steuerlich freigestellt sind. Diese Freistellung erreichen Sie mit den sogenannten Freistellungsaufträgen, die Sie Ihrer Bank erteilen.

Welche Kosten können bei einem Festgeldkonto anfallen? +

Ein Festgeldkonto wird in aller Regel gebühren- und kostenfrei angeboten.

Was ist der Unterschied zwischen Festgeld und Tagesgeld? +

Vor allem die Verfügbarkeit macht den Unterschied aus: Während auf ein Tagesgeldkonto jederzeit zugegriffen werden kann und Sie über Ihr Geld verfügen können, ist dies beim Festgeldkonto nicht der Fall – hier müssen Sie mit Zins-Abschlägen rechnen, wenn Sie Ihr Geld vor Vertragsende benötigen. 

Wie viel Festgeld kann ich anlegen? +

Grundsätzlich so viel, wie Sie haben und entbehren können. Denken Sie aber daran, dass Sie während der Vertragslaufzeit keinen Zugriff auf das Festgeld haben. Sie sollten es also tatsächlich auch nicht benötigen müssen für die Dauer des Anlagezeitraums.

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Modell-Foto: colourbox.com