Diese Versicherungsunterlagen müssen immer griffbereit sein
Bitte aufräumen!
Versicherungen sind immer für Ausnahmesituationen gemacht. Und wenn eine dieser Ausnahmesituationen eintritt, dann müssen Versicherte schnell handeln können. Denn die Versicherungsgesellschaften schreiben bei einigen Verträgen ein rasches Handeln vor, um Ansprüche nicht zu gefährden.
Das beste Beispiel: In der Sparte Lebensversicherung muss der Versicherer sofort informiert werden, wenn der Versicherte stirbt. Dafür haben die Hinterbliebenen in der Regel nur wenig Zeit, denn die Versicherung will sich natürlich die Option offen halten, bei strittigen Fällen ggf. selbst Untersuchungen zu veranlassen.
Lebensversicherung: Ansprüche schnell sichern!
Damit der Partner oder die Kinder die Versicherung jedoch informieren können, müssen sie wissen, dass es eine entsprechende Police gibt, und sie müssen natürlich wissen, an welche Versicherung sie sich wenden sollen. Aus diesem Grund sollte die Versicherungspolice oder eine Kopie davon an einem Ort aufbewahrt werden, an dem sie für Angehörige leicht zu finden ist. Sinnvoll kann es sein, eine Kopie bei einem Freund oder Vertrauten zu hinterlegen, der im Todesfall alles Weitere in die Hand nimmt – denn im Trauerfall sind Angehörige naturgemäß oft nicht in der Lage, sich um bürokratische Dinge zu kümmern.
Nicht vergessen: Antragsunterlagen aufbewahren
Nicht nur die Policen selbst sind wichtig, auch die Antrasgunterlagen sollten griffbereit aufbewahrt werden. Denn oft entzündet sich Streit mit der Versicherung an Fragen, die etwas mit dem Antrag zu tun haben. Das beste Beispiel sind die Gesundheitsfragen, die Sie z. B. bei einer Berufsunfähigkeits- oder einer Krankenversicherung beantworten müssen. Nur wenn Sie bei einer Auseinandersetzung die eigenen Antragsunterlagen parat haben, können Sie Ihre Position und Auffassung vertreten und durchsetzen.
Auslandsschutz im Ausland auch belegen können
Die Unterlagen zur Auslandsreisekrankenversicherung sind zu Hause fehl am Platz, wenn man im Urlaub krank wird. Sie gehören ins Reisegepäck, denn der beste Schutz nützt nichts, wenn man in den Ferien keine Papiere hat, die man im Notfall vorlegen kann und aus denen die Basisdaten wie der Umfang der Versicherung oder die Nummer des Versicherungsscheins hervorgehen. Am besten hinterlegt man auch zu Hause Kopien der Verträge, so dass sich im Ernstfall Verwandte oder Freunde um die Abwicklung kümmern können, wenn man selbst – zum Beispiel wegen eines Unfalls – nicht mehr in der Lage dazu ist.
Vermögen beweisbar machen
Existenziell wichtig können auch die Wohngebäude- sowie die Hausratversicherung sein, denn immerhin versichern sie in der Regel einen Großteil des eigenen Vermögens. Kopien der Verträge sollten deshalb auch immer außerhalb der eigenen 4 Wände aufbewahrt werden. Denn der Versicherungsschein und die dazugehörigen Unterlagen können bei größeren Schäden sehr wichtig sein – und Versicherte haben nichts mehr in der Hand, wenn sie beispielsweise gestohlen oder bei einem Brand vernichtet werden. Genau so wichtig wie Versicherungsverträge sind übrigens Aufstellungen über den Wert des Hausrats. Vor allem bei Totalschäden gibt es oft Streit über den Wert der Einrichtung oder der Ausstattung des Hauses. Da kann es hilfreich sein, wenn detaillierte Listen darüber vorliegen, was sich am und im eigenen Zuhause befand – bei besonders wertvollem Hausrat ist es wichtig, dass Fotos gemacht und sicher verwahrt werden, damit der Besitz nachgewiesen werden kann.
Unterlagen systematisch aufbewahren
Grundsätzlich empfiehlt es sich, nicht nur den Versicherungsschein selbst, sondern auch die Antragsunterlagen, eingereichte Dokumente (z. B. zu den Gesundheitsfragen) und die Dokumentation der Beratung durch den Vertreter mit aufzubewahren. Denn Streit entzündet sich in der Regel an den Antragsunterlagen und den Beratungsgesprächen. Deshalb ist es sinnvoll, das gesamte Antragsverfahren zu dokumentieren, um bei einem möglichen Rechtsstreit alle wichtigen Unterlagen parat zu haben, die die eigenen Ansprüche stärken können.