Kfz-Versicherung
Vollkasko oder Teilkasko: Was ist die richtige Wahl für mich?
Wenn Sie nicht gerade mit einem Neuwagen unterwegs sind, stellt sich beim Wechsel der Kfz-Versicherung die Frage, ob die Vollkaskoversicherung oder die Teilkaskoversicherung die bessere Wahl ist. Pauschal lässt sich das natürlich nicht beantworten, sondern muss im Einzelfall entschieden werden.
Eine Teilkaskoversicherung zahlt bei Schäden, die durch Diebstahl, Feuer, Blitzschlag, Explosion, Sturm, Hagel und Überschwemmung entstehen. Auch bei Zusammenstoß mit Haarwild, bei Glasbruch oder Kabelschäden hilft die Teilkasko, genauso wie bei einem Brand, wenn Feuer den eigenen Wagen versengt. Vandalismus durch Beulen oder aufgeschlitzte Reifen ist jedoch nicht versichert. Eine Vollkasko-Versicherung deckt zudem selbst verursachte Schäden sowie mutwillige Zerstörung und Beschädigung durch Fremde ab. Bei beiden Policen werden die Reparaturkosten sowie − bei Totalschäden − der Wiederbeschaffungswert des Autos ersetzt. Bei der Vollkasko werden viele Tarife angeboten, die in den ersten 12 bis 24 Monaten nach dem Kauf bei einem Totalschaden den Neupreis des Fahrzeugs erstatten bzw.− bei einem Gebrauchten − den tatsächlichen Kaufpreis.
Leistungsspektrum beachten
Das Leistungsspektrum der Vollkaskoversicherung geht also deutlich weiter, die Prämien müssen deshalb nicht zwangsläufig höher sein. Gerade bei günstigen Schadensfreiheitsklassen macht der Aufpreis für die Vollkasko oft nur ein paar Euro im Jahr aus. Unabhängig von der Preis-Differenz zwischen Vollkasko- und Teilkaskoversicherung sollten Besitzer von Neuwagen vor allem in den ersten 3 bis 4 Jahren immer eine Vollkaskoversicherung abschließen, denn die wenigsten Besitzer können den Schaden aus eigener Tasche zahlen, wenn Randalierer das Auto beschädigen oder ein Unfallverursacher Fahrerflucht begeht und nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann. Das gilt vor allem natürlich bei finanzierten oder geleasten Fahrzeugen.
Tipp: Ist die Entscheidung für Voll- oder Teilkaskoschutz gefallen, sollten Sie vor allem darauf achten, welche Leistungsmerkmale die jeweiligen Tarife enthalten – was also tatsächlich versichert ist. Denn darin unterscheiden sich die Anbieter erheblich.
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Teilkaskoschutz bei alten Autos kaum noch sinnvoll
Wenn das eigene Auto in die Jahre kommt, sollten Sie darüber nachdenken, ob eine Kaskoversicherung überhaupt noch sinnvoll ist. Denn ersetzt wird ja immer nur der Zeitwert des Autos – selbst bei einem ursprünglich teuren Wagen liegt der nach 8 oder 9 Jahren nur noch bei einigen 1.000 Euro, die bei einem Totalschaden ersetzt werden – und dann wird auch noch eine Selbstbeteiligung fällig. Meist reicht bei solchen "Alt-Autos" der Haftpflichtschutz aus.
Stichwort Selbstbeteiligung
In Standard-Verträgen wird bei der Teilkasko meist eine Selbstbeteiligung von 150 Euro, bei der Vollkasko eine Selbstbeteiligung von 300 Euro vereinbart, die Sie im Schadensfall selbst tragen müssen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, diese Selbstbeteiligung aufzustocken oder auf Null zu reduzieren. Kaskoversicherungen ohne Selbstbeteiligung sind in aller Regel zu teuer, eine zu hohe Selbstbeteiligung von 500 Euro und mehr führt dagegen nicht zu einer angemessenen Prämienreduzierung. Entscheiden Sie sich daher für eine Selbstbeteiligung, die sich im Korridor von 150 Euro bis 500 Euro befindet. In unserem
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