Rürup-Rente
Worauf kommt es bei der Wahl des richtigen Vertrages an?
Die Rürup-Rente kann nur dann die ideale Vorsorge sein, wenn der Vertrag zu dem jeweiligen Sparer passt wie die "Faust aufs Auge". Damit das der Fall ist, sollte die Rürup-Rente abgeschlossen werden, die zu den jeweiligen Spar- und Vorsorgezielen passt. Wir stellen hier die wichtigsten Rürup-Renten-Modelle vor.
Die klassische Rürup-Rentenversicherung: Für den sicherheitsorientierten Anleger
Bei der klassischen Rürup-Rente wird das Geld der Vorsorge-Sparer – wie bei herkömmlichen Rentenversicherungen auch – festverzinslich und sicher angelegt. Die Sparer erhalten den Garantiezins von 1,75 %. Der Vorteil: Die Rendite ist kalkulierbar, die Rente steigt in aller Regel durch die über den Garantiezins hinaus zugesagte Summe noch einmal deutlich an. Ein Verlust ist bei dieser Form der Rürup-Rente nicht möglich.
Die fondsgebundene Rürup-Rente: Das Modell für den Rendite-Anleger
Die Rürup-Rente wird auch als fondsgebundene Variante angeboten. Bei diesem Modell fließt vor allem in den ersten Jahren des Vertrages einiges vom Spargroschen in renditeorientierte Fonds, später wird in Anleihen und festverzinsliche Papiere umgeschichtet. Wer sich in jungen Jahren für eine Rürup-Rente entscheidet, kann mit der fondsgebundenen Variante eine deutlich höhere Rendite erzielen als mit der klassischen Rentenversicherung. Der Vorteil für die Anleger: Jeder kann nach seinem Grad der Risikobereitschaft wählen, wie spekulativ die Fonds sein sollen, in die das Geld fließt. Der Nachteil: Bei einem fondsgebundenen Modell muss der Anleger sich im Klaren darüber sein, dass bei besonders spekulativen Fonds auch Verluste drohen. Als Faustregel gilt immer: Je länger der Zeitraum bis zur Rente noch ist, desto eher lohnt sich ein Fondssparplan. Bei kürzeren Laufzeiten sollte eher eine klassische Rentenversicherung in Betracht gezogen werden.
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Fondsgebundene Rürup-Rente mit Kapitalgarantie
Wer größtmögliche Rendite mit Sicherheit verbinden will, kann auf Rürup-Produkte setzen, die zwar in Fonds investieren, bei denen aber eine Kapitalgarantie vereinbart wird. Das bedeutet in der Praxis: Der Rürup-Sparer kann die Chancen nutzen, die die Fonds für die Rendite bedeuten, gleichzeitig wird aber ein Sicherheitsnetz eingebaut, das – je nach Vertrag – die eingezahlten Beiträge oder sogar erreichte Zwischenstände und Kapitalsockel garantiert: In diesem Fall können einmal erreichte Renditen nicht wieder verloren werden. Der Haken dabei: Natürlich wird der Anbieter für eine Kapitalgarantie zusätzliche Gebühren verlangen – sinnvoll ist sie trotzdem, um einmal erreichte Zwischengewinne sicher zu haben.
Die Rürup-Rente als Vorsorgepaket
Daneben besteht die Möglichkeit, die Rürup-Rente zu einem Vorsorge-Paket auszubauen, das über die bloße Altersvorsorge hinausgeht. Die Rürup-Rente wird dann mit Zusatzverträgen erweitert, die einen Schutz gegen Berufsunfähigkeit darstellen oder die Familie, den Partner sowie die Kinder absichern. Gerade der Schutz von Hinterbliebenen sollte in Betracht gezogen werden, da diese im Todesfall sonst keine Leistungen aus der Rürup-Rente erhalten.