Rürup-Rente
Für wen ist die Basisabsicherung eigentlich interessant?
Die Rürup-Rente ist für viele Vorsorge-Sparer ein wirksames Instrument, um sich für das Alter eine Basisabsicherung oder ein zusätzliches Rentenpolster aufzubauen. Aber es gibt bestimmte Sparer, für die sich die Rürup-Rente ganz besonders lohnt – wir verraten, wer vor allem profitieren kann.
Rentenversicherung für Selbstständige
Für Selbstständige und Freiberufler wurde die Rürup-Rente einst "erfunden", weil beide Berufsgruppen sonst keine Möglichkeit haben, staatlich gefördert für das Alter vorzusorgen. Mit dem Rürup-Modell haben Selbstständige und Freiberufler jetzt die Möglichkeit, bis zu 20.000 Euro im Jahr steuergefördert anzulegen – 74 % der Beiträge werden im Jahr 2012 steuermindernd berücksichtigt, so dass die Förderquote bei über 20 % liegt. Verheiratete können sogar bis zu 40.000 Euro steuerlich geltend machen. Der große Vorteil: Die steuerliche Förderung der Rürup-Rente bei Selbstständigen kollidiert seit 2006 nicht mehr mit der Alt-Förderung von Lebensversicherungen, die vor 2005 abgeschlossen worden sind. Damit kann die Förderung für eine Rürup-Rente auch dann in Anspruch genommen werden, wenn gleichzeitig Steuervorteile mit alten Kapitallebens- und Rentenversicherungen erzielt werden.
Gutverdiener: Vorteile in der Steuererklärung
Anders als bei der Riester-Rente mit ihren festen Zulagen und möglichen Steuervorteilen besteht die Förderung der Rürup-Rente "nur" aus Steuervorteilen. Das bedeutet: Je höher der individuelle Steuersatz, umso höher der Steuervorteil durch die Riester-Rente. Wer mit einem Einkommen von 100.000 Euro monatlich 500 Euro in eine Rürup-Rente investiert, bekommt am Jahresende einen Steuerbonus von knapp 1.900 Euro – und zahlt an Beiträgen im Jahr nur rund 4.000 Euro aus eigener Tasche.
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Rürup-Rente: Steuerplus für Zins-Rentner
Nicht wenige Rentner leben im Alter vor allem von den Kapitalerträgen, die sie mit ihrem Ersparten erwirtschaften. Die werden immer pauschal mit 25 % besteuert, unabhängig von weiteren Einkünften. Das bedeutet, dass sie – wenn keine weiteren Einkünfte erzielt werden – im Jahr 2012 rund 16.000 Euro Rürup-Rente komplett steuerfrei einstecken könnten. Der Grund: Die Rente wird 2011 ohnehin nur zu 64 % versteuert, und von diesem zu versteuernden Rentenanteil bleiben durch verschiedene Freibeträge und das Existenzminimum bis zu 10.000 Euro steuerfrei.
Privatversicherte: Beitragssicherung à la Rürup
Wer privat krankenversichert ist, sollte rechtzeitig damit beginnen, einen Teil seiner Beitragsersparnis für das Alter anzulegen, wenn die Beiträge erfahrungsgemäß deutlich steigen. Eine steuerlich geförderte Rürup-Rente ist dabei eine ideale Geldanlage – und eine gute Alternative zu den
Beitragsentlastungstarifen der privaten Krankenversicherer. Denn die Beiträge für diese Privatvorsorge sind steuerlich absetzbar, und die Rürup-Rente garantiert im Alter eine lebenslange Rentenzahlung, die in aller Regel im Laufe der Jahre steigt. Damit sind auch steigende Krankheitskosten abgedeckt.