Rürup-Rente
3 wichtige Fragen – und Antworten!
Rund um die Rürup-Rente gibt es viele Wissens-Lücken – was auch daran liegen dürfte, dass die Rürup-Rente als Altersvorsorge kaum akzeptiert ist. Dabei bietet sie durch die umfangreiche steuerliche Förderung durchaus Potenzial, um sich bei Ihnen zu einer guten Vorsorge zu mausern.
Gerade Gutverdiener können von vielen Vorteilen profitieren und ihre Vorsorge um eine Säule ergänzen. 3 Fragen zur Rürup-Rente tauchen dabei immer wieder auf – Antworten finden Sie hier.
Lohnen sich Einmaleinzahlungen in die Rürup-Rente?
Grundsätzlich gilt: Ja, wenn Sie heute gut verdienen und in den nächsten 3 bis 5 Jahren in Rente gehen. Wenn Sie heute mit 55 Jahren eine Summe von 20.000 Euro in eine Rürup-Rentenversicherung einzahlen, können Sie bei einem leistungsstarken Versicherer in 5 Jahren mit einer Rente von 120 Euro monatlich rechnen. Von den 20.000 Euro des Einzahlungsbetrages bekommen Sie bei einem angenommen Steuersatz von 35 % rund 5.000 Euro vom Finanzamt erstattet – netto zahlen Sie also lediglich 15.000 Euro ein. Die Alternative: Sie legen die 15.000 Euro an, haben in 5 Jahren bei 4 % Rendite nach Abzug der Abgeltungsteuer 18.200 Euro auf dem Konto und können sich daraus rund 17 Jahre lang 120 Euro Rente zahlen. Ab dem 18. Jahr wäre der Sparplan leer, und dann punktet die Rürup-Rente, denn sie muss Ihnen lebenslang die vereinbarte Rente zahlen.
Das Fazit: Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann mit einer Einmalzahlung in eine Rürup-Rentenvertrag ein sicheres Standbein für die Altersvorsorge aufbauen. Besonders interessant ist die Lösung natürlich für alle Sparer, die heute einen hohen Steuersatz haben, im Alter jedoch größtenteils von Zinsen und anderen Finanzerträgen leben. Denn bei diesen Sparern ist davon auszugehen, dass die Rürup-Rente heute Steuervorteile bis zum höchstmöglichen Steuersatz von 45 % bringt, im Alter aber durch die Steuerfreistellung des Existenzminimums keine Steuern auf die Rürup-Rente fällig werden.
Was hat es mit Rürup-Fonds auf sich?
Lange Zeit war der Abschluss einer Rürup-Rente nur als klassische Rentenversicherung fällig – auch das hat viele davon abgehalten, bei der Altersvorsorge auf die Rürup-Rente zu setzen. Seit einiger Zeit aber sind Rürup-Fondssparpläne auf dem Markt, und diese Sparpläne machen das Rürup-Modell auch für Renditesparer interessant. Das Prinzip dabei: Sie zahlen Ihre regelmäßigen Beiträge in Ihren Rürup-Vertrag ein, das Geld wird aber nicht festverzinslich angelegt, sondern Sie kaufen damit Anteile von Investmentfonds, die Sie selbst auswählen. Ihre Chancen dabei: Mit Investmentfonds lassen sich vor allem bei einer Laufzeit bis zum Rentenbeginn von mehr als 10 Jahren deutlich höhere Renditen erzielen als mit einer klassischen Rentenversicherung. Wenn Sie über 25 Jahre lang 100 Euro monatlich einzahlen und nach Abzug aller Kosten eine Rendite von 6 % erwirtschaften, ist eine garantierte Rente von mindestens 250 Euro im Monat möglich – lebenslang!
Das Fazit: Wenn Sie renditeorientiert anlegen wollen und die Rürup-Rente auch nutzen wollen, um Ihre Rente wirklich nachhaltig zu steigern, dann sind Rürup-Fonds die richtige Wahl. Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen will, entscheidet sich für ein Produkt, bei dem der Anbieter bei Rentenbeginn die eingezahlten Beiträge garantiert, so dass Sie auf jeden Fall eine Sicherheits-Option eingebaut haben.
Warum sollten Selbstständige auf die Rürup-Rente setzen?
Die meisten Selbstständigen und Freiberufler zahlen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Zum Glück, sagen die meisten, verkennen dabei aber, dass die gesetzliche Rentenversicherung für die meisten eine Basis-Versorgung sicherstellt, die bei Selbstständigen fehlt. Und genau eine solche Basisversorgung kann die Rürup-Rente für Selbstständige sein – und das ohne die Fesseln der gesetzlichen Rentenversicherung. Denn die Rürup-Rente basiert eben auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Das bedeutet: Sie können als Selbstständiger bei den meisten Verträgen regelmäßig Geld einzahlen, müssen aber nicht und können aussetzen, wenn Sie mal saisonal bedingt weniger Einnahmen haben. Trotzdem bauen Sie sich über die Jahre eine Grundversorgung auf, die Sie zudem als Steuersparmodell einsetzen können. In guten Jahren zahlen Sie zusätzlich Beiträge in die Rürup-Kasse ein und sparen so Steuern.
Das Fazit: Selbstständige können mit staatlicher Unterstützung nur im Rahmen der Rürup-Rente vorsorgen. Bei einem Selbstständigen mit 35 % Steuersatz kommen auf 1.000 Euro Beitrag derzeit immerhin 250 Euro Steuerersparnis – und dieser Betrag steigt bis 2020 auf 350 Euro an. Wenn die Vorsorge dann noch so geplant wird, dass die Vorsorge im Alter hauptsächlich aus Einnahmen besteht, die mit der Abgeltungsteuer pauschal besteuert werden, dann kassieren Sie die Rürup-Rente in der Regel ganz ohne Abzüge und profitieren damit ohne spätere Steuerlast von den heutigen Steuervorteilen.
Anzeige:
