Altersvorsorge
8 Gründe für den Abschluss einer Rürup-Rente
Die Rürup-Rente ist bei Deutschlands Vorsorge-Sparern nicht so wohlgelitten: Vor allem beklagen viele Sparer, dass die Rürup-Rente zu starr ist und zu wenig Rendite abwirft. Dabei gibt es gute Gründe, die für den Abschluss einer Rürup-Rente sprechen.
100 % Sicherheit für das Alter
Der große Vorteil der Rentenversicherungen: Sie haben im Alter die Sicherheit einer lebenslangen Rente. Bei Berechnungen werden die möglichen Renten des Rürup-Modells immer gegen die Erträge der Sparer gestellt, die ihr Geld anlegen und sich selbst eine Rente zahlen. Die ist natürlich höher, deckt aber nicht das Langlebigkeitsrisiko ab – mit anderen Worten: Sie haben Ihr Kapital irgendwann verbraucht, während Rürup-Sparer bis an ihr Lebensende versorgt sind.
Flexible Einzahlungen
Die meisten Rürup-Verträge sehen flexible Einzahlungen vor: Damit haben Sie es in der Hand, jedes Jahr aufs Neue zu entscheiden, wie viel Geld Sie in Ihren Rürup-Vertrag stecken können und wollen.
Zusatzschutz möglich
Die Basis-Rentenversicherung nach dem Rürup-Modell können Sie auch zu einem Vorsorge-Paket schnüren. Denn die Rentenversicherung kann ergänzt werden durch eine Zusatzversicherung, und zwar zum einen als Schutz gegen Erwerbs- und Berufsunfähigkeit und zum anderen, um die Familie im Falle eines Todes zu versorgen. Das gilt aber nur für den Ehegatten und die Kinder, für die Sie einen Anspruch auf Kindergeld haben. Ganz wichtig: Die Zusatzabsicherungen dürfen nicht mehr als 50 % der Beiträge verzehren. Das bedeutet: Mehr als 50 % der Beiträge müssen auf die Altersvorsorge entfallen, nur der Rest darf für die Vorsorge verwendet werden.
Sozialversicherungsfreie Rente
Auf die Rürup-Renten werden nach heutigem Recht (anders als z. B. bei Direktversicherungen) keine Sozialversicherungsbeiträge fällig. Sie erhalten die Rente also ohne weitere Abzüge.
Hartz-IV-Sicherheit
Angespartes Rürup-Vermögen muss bei Bezug von Arbeitslosengeld II nicht angerechnet werden und bleibt von daher unangetastet. Ihre Rürup-Rente bleibt also auch in wirtschaftlich schlechteren Zeiten bestehen.
Steuerliche Vorteile
Die Beiträge zu einem Rürup-Vertrag sind als Altersvorsorgeaufwendungen absetzbar – wie die Beiträge zur gesetzlichen Rente. Absetzbar sind die Beiträge bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro, Verheiratete können den doppelten Höchstbetrag in Anspruch nehmen. In 2012 können Rürup-Sparer 74 % dieser Höchstbeträge tatsächlich absetzen, ab 2025 sind es dann 100 %. Ganz wichtig: Seit 2006 können Selbstständige die Beiträge für ihren Rürup-Vertrag auch dann absetzen, wenn Sie noch in den Genuss der Altregelung kommen, die ihnen den Abzug alter Lebens- und Rentenversicherungen nach dem Rechtsstand von 2004 erlaubte. Die Rürup-Rente wirkt sich damit immer steuerlich aus!
Neue Modelle für Sparer
Lange Zeit war der Abschluss einer Rürup-Rente nur als klassische Rentenversicherung fällig – auch das hat viele davon abgehalten, bei der Altersvorsorge auf die Rürup-Rente zu setzen. Seit einiger Zeit aber sind Rürup-Fondssparpläne auf dem Markt, und diese Sparpläne machen das Rürup-Modell auch für Renditesparer interessant. Das Prinzip dabei: Sie zahlen Ihre regelmäßigen Beiträge in Ihren Rürup-Vertrag ein, das Geld wird aber nicht festverzinslich angelegt, sondern Sie kaufen damit Anteile von Investmentfonds, die Sie selbst auswählen. Wenn Sie renditeorientiert anlegen wollen und die Rürup-Rente auch nutzen wollen, um Ihre Rente wirklich nachhaltig zu steigern, dann sind Rürup-Fonds die richtige Wahl. Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen will, entscheidet sich für ein Produkt, bei dem der Anbieter bei Rentenbeginn die eingezahlten Beiträge garantiert, so dass Sie auf jeden Fall eine Sicherheits-Option eingebaut haben.
Für Selbstständige die beste Option
Die meisten Selbstständigen und Freiberufler müssen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Zum Glück, sagen die meisten, verkennen dabei aber, dass die gesetzliche Rentenversicherung für die meisten eine Basis-Versorgung sicherstellt, die bei Selbstständigen fehlt. Und genau eine solche Basisversorgung ist die Rürup-Rente für Selbstständige – und das ohne die Fesseln der gesetzlichen Rentenversicherung. Denn die Rürup-Rente basiert eben auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Das bedeutet: Sie können als Selbstständiger bei den meisten Verträgen regelmäßig Geld einzahlen, müssen aber nicht und können aussetzen, wenn Sie mal saisonal bedingt weniger Einnahmen haben. Trotzdem bauen Sie sich über die Jahre eine Grundversorgung auf, die Sie zudem als Steuersparmodell einsetzen können. In guten Jahren zahlen Sie zusätzlich Beiträge in die Rürup-Kasse ein und sparen so Steuern.
Anzeige:
