Rente gegen Einmalzahlung
Sicherheit für das Alter
Wer im Alter Geld ausgezahlt bekommt, legt es meist an, um sich eine zusätzliche Rente zu sichern. Versicherungen bieten für diese Fälle an, das Geld in eine Rentenversicherung zu stecken. Doch statt den Vertrag monatlich zu besparen, zahlen Sie einmalig eine fixe Summe in den Vertrag ein.
Die Rentenversicherung verpflichtet sich im Gegenzug, Ihnen eine lebenslange Rente auszuzahlen. Sie haben dabei die Wahl, ob die monatliche Rente sofort nach der Zahlung des Einmalbetrages zu laufen beginnt, oder ob zwischen Zahlung und Rentenbeginn noch eine Wartezeit vereinbart wird. Das Ersparte wird so angelegt, dass ein Leben lang eine sichere Rente fällig wird, die durch zusätzliche Überschüsse steigen kann und
bei den besten Anbietern für eine der Sicherheit angemessene Rendite sorgt. Auf Wunsch (und gegen Aufpreis) wird auch eine Rentengarantiezeit vereinbart. In dem Fall wird die Rente für einen vereinbarten Zeitraum von meist 5 bis 10 Jahren auch dann gezahlt, wenn der Versicherte bereits verstorben ist: So können Sie gleichzeitig die Familie oder den Partner versorgen.
Wie lohnend ist das Modell?
Die Frage für die Versicherten ist natürlich: Lohnt sich eine Rentenversicherung gegen Einmalzahlung für mich? Dafür ist es sinnvoll, sich einmal ein Angebot genauer anzuschauen. Wer als heute 60-Jähriger 100.000 Euro in eine Sofortrentenversicherung steckt, erhält lebenslang eine garantierte Rente von 392 Euro, die mit Überschussbeteiligung auf bis zu 526 Euro ansteigen kann. Wer sein Geld als Festgeld mit 3 % anlegt, kann sich über 25 Jahre immerhin eine Rente von 475 Euro auszahlen, die allerdings nicht mehr steigt. Das Beispiel zeigt auch, wo die Stärke der Sofortrentenversicherung liegt: Sie bietet die Garantie einer lebenslangen Rente, die in aller Regel auch steigt und angepasst wird. Bei einem Entnahmeplan hingegen ist − anders als bei der Sofortrentenversicherung − das Kapital irgendwann verbraucht und somit kein Geld mehr da, um sich selbst eine Rente zu zahlen.
Steuervorteile nutzen
Die Sofortrentenversicherung bietet für Sparer große Steuervorteile, weil die ausgezahlte Rente nur mit dem Ertragsanteil besteuert wird. Nur ein Bruchteil der Rente aus der Sofortrentenversicherung ist damit überhaupt steuerpflichtig und wird mit dem persönlichen Steuersatz belegt. Ein Beispiel: Geht ein Rentner mit 65 Jahren in den Ruhestand, muss er seine Sofortrente aus einer Rentenversicherung gegen Einmalzahlung mit einem Ertragsanteil von 18 % besteuern. In der Praxis werden von 500 Euro Sofortrente also nur 90 Euro überhaupt als steuerpflichtiges Einkommen angesehen. Hat der Mann zusätzlich 1.100 Euro aus der gesetzlichen Rente, bleibt die gesamte Rente inklusive der 500 Euro aus der Sofortrente steuerfrei, weil er nach Abzug der Freibeträge unterhalb des steuerfreien Existenzminimums bleibt.
Verschiedene Varianten zur Auswahl
Bei der
Rentenversicherung gegen Einmalzahlung stehen Ihnen 3 Varianten zur Verfügung. Zunächst einmal die
konstante Rente. Hier wird vereinbart, dass die Rente dauerhaft stabil bleibt und sich nicht mehr erhöht. Fallen kann sie dagegen schon, wenn nämlich die erwirtschafteten Überschüsse nicht mehr ausreichen, um das Rentenniveau der Vorjahre zu halten. Damit ist diese Variante eher ungeeignet, wenn Sie eine wirklich sichere Rente ausgezahlt bekommen wollen. Bei der
dynamischen Rente sind Sie vor Rentenkürzungen geschützt. Denn eine einmal erreichte Rentensumme darf Ihr Versicherer nicht mehr unterschreiten. Der Haken an der Sache: Zwar soll die Rente jährlich um einen Prozentsatz X steigen, das allerdings ist nicht garantiert, denn die Dynamik hängt davon ab, ob entsprechende Überschüsse erzielt worden sind. Ist das nicht der Fall, entfällt die dynamische Anpassung. Trotzdem ist die dynamische Variante die bessere Wahl, denn in aller Regel erhöht sich die Rente über die Jahre erheblich. Dazu gibt es eine
Mischform aus beiden Varianten, die mehr Sicherheit bietet, gleichzeitig jedoch die Steigerungsraten begrenzt.
Sofortrente: Was passiert, wenn ich sterbe?
Wer sein Geld in eine Sofortrente steckt, möchte das Kapital natürliuch erhalten, wenn er früh stirbt. Diesem Wunsch targen die Versicherungen durch diverse Regelungen Rechnung. So kann bei der Sofortrentenversicherung eine Rentengarantiezeit vereinbart wwerden. Vereinbart wird dann eine Mindestrentenzahlungsdauer für den Fall, dass der Versicherte kurz nach Rentenbeginn verstirbt. Ein weiteres Instrument, um das eingezahlte Kapital bei der Sofortrente zu schützen, ist die Beitragsrückgewähr. Wird dei vereinbart, werden im Todesfall die "unverbrauchten Beiträge" an die Hinterbliebenen zurückgezahlt. Bei einer Sofortrentenversicherung können Sie auch eine Partnerrente vereinbaren. Die Funktionsweise: Sollten Sie während der Rentengarantiezeit versterben, erhält Ihr Partner die für Sie vereinbarte Sofortrente bis zum vereinbarten Ablaufdatum – ähnlich wie bei der Rentengarantiezeit. Sie können alternativ auch bei einigen Sofortrentenversicherungen festlegen, ob die Rente zu 100% oder weniger (z. B. 60% oder 80%) weitergezahlt werden soll. Überleben Sie Ihren mitversicherten Partner, wird Ihr Vertrag in eine Sofortrente mit Rentengarantiezeit umgewandelt.
Sie bleiben auch mit einer Sofortrentenversicherung flexibel
Vor einigen Jahren galten Sofortrentenversicherungen als extrem unflexibel – mittlerweile sind die Verträge so gestaltet, dass Sie das eingesetzte Kapital besser nutzen können. Sie haben z. B. die Möglichkeit, den Rentenbeginn variabel zu gestalten, wenn Sie wider Erwarten länger im Berufsleben bleiben – die Rentenzahlung startet dann später, die Rente steigt dadurch sogar noch an. Und Sie haben bei vielen Sofortrentenversicherungen mittlerweile die Möglichkeit, sich Ihr noch nicht verrentetes Kapital oder Teile davon auszahlen zu lassen, wenn Sie überraschend Geld benötigen.
Tipp: Lassen Sie sich beraten und von einem Experten zeigen, welche Möglichkeiten eine Sofortrente bietet.
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