Private Rentenversicherung im Vergleich
Das ist wichtig vor dem Abschluss
Die private Rentenversicherung hat in der Regel einen schlechten Ruf – nicht unbedingt zu Recht. Wichtig ist, sich vor dem Abschluss klarzumachen, ob und wie die private Rentenversicherung im Vergleich zu anderen Vorsorgeformen in die eigene Strategie für die private Vorsorge passt.
Natürlich müssen Sie die Alternativen zur Rentenversicherung genau abwägen. Auf der einen Seite finden sich dort die staatlich geförderten Modelle wie Riester oder Rürup. Die bestechen natürlich vor allem durch die hohe Förderquote und die damit verbundenen Rendite-Vorteile. Allerdings steht dem im Alter auch eine Steuerbelastung gegenüber – und wenn Sie im Alter über gute Einkünfte verfügen, schlägt die Steuerbelastung voll zu. Dazu kommt, dass private Rentenversicherungen oft eine Vorsorge-Wahl für Selbstständige sind – und denen steht das
Riester-Modell nur offen, wenn der Ehegatte angestellt ist und selbst riestert. Aber selbst dann ist der Weg zu den
lukrativen Steuervorteilen des Riester-Modells verbaut – denn wer nur mittelbar berechtigt ist, kann keinen eigenen Sonderausgabenabzug geltend machen.
Die Alternativen
Bleibt das
Rürup-Modell. Hier locken während der Einzahlungsphase Steuervorteile. 70 % der Beiträge können aktuell steuerlich angesetzt werden, bei 4.800 Euro Jahresbeitrag sind damit 3.360 Euro absetzbar, was immerhin bei einem hohen Steuersatz zu einem Steuervorteil von bis zu 1.500 Euro führen kann. Allerdings müssen die Rentnerjahrgänge ab 2040 die dann
gezahlte Rente voll versteuern – und das kann die heute gewährten Steuervorteile wieder aufzehren. Dazu kommt die mangelnde Flexibilität: Denn die Rürup-Rente darf im Alter nur als monatliche Rente ausgezahlt werden. Kapitalauszahlungen sind genauso Tabu wie das Beleihen des Spargroschens oder das Vererben an Angehörige. Die profitieren nur dann von dem Rürup-Modell, wenn der Rürup-Vertrag mit einem Hinterbliebenen-Schutz ausgestattet war. Das aber kostet wiederum Rente und Rendite …
Betriebliche Altersvorsorge
Ebenfalls in Konkurrenz zur privaten Rentenversicherung steht die betriebliche Altersvorsorge. Ihr großer Vorteil: Die Beiträge bleiben in aller Regel steuer- und sozialabgabenfrei, so dass die Altersvorsorge über das Unternehmen aus Renditegesichtspunkten oft die beste Wahl ist. Flexibilität gehört allerdings im Alter nicht zu den Stärken der betrieblichen Altersvorsorge, denn das angesparte Kapital darf nur verrentet ausgezahlt und muss zu 100 % versteuert werden. Steuerlich stehen börsennahe Investments – z. B. Fondssparpläne – besser da, weil sie nur mit der Abgeltungssteuer von 25 % belegt werden und im Alter bei niedrigem Steuersatz die 25 % auch unterschritten werden können. Die Renditechancen sind im Vergleich zu privaten Rentenversicherungen natürlich deutlich besser, dafür besteht aber auch ein deutlich höheres Risiko, das in schwierigen Börsenzeiten auch hohe Verluste mit sich bringen kann. Fonds, Zertifikate und Aktien kommen deshalb nur als Anlage infrage, wenn Sie wirklich die Zeit haben, Ihre Investments aktiv zu managen.
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Sicherheit + Zuverlässigkeit + Berechenbarkeit = Rentenversicherung
Der Vergleich mit den Alternativen zeigt die Stärken der
besten Anbieter einer privaten Rentenversicherung. Sie legen Ihr Geld sicher an, Sie wissen, was Sie im Alter aus dem Vertrag erhalten, Sie wissen, dass Sie mit dem Geld der privaten Rentenversicherung lebenslang rechnen können, und Sie wissen, dass Sie keine Überraschungen erleben, die Ihre private Vorsorge torpedieren. Die private Rentenversicherung ist damit ein Baustein für die Altersvorsorge, auf den Sie zählen können.
Nicht überfordern und flexibel bleiben
Allerdings wird die Mischung aus Sicherheit und Zuverlässigkeit nur dann im Alter wirken, wenn Sie den Vertrag dauerhaft besparen können. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie sich mit dem Vertrag finanziell nicht überfordern. Denn wenn Sie im Laufe der Vertragslaufzeit kündigen müssen, den Vertrag beitragsfrei stellen oder verkaufen wollen, dann wird die private Rentenversicherung zum Zusatzgeschäft, das Ihre Altersvorsorge eher belastet. Schließen Sie eher einen Vertrag mit einer niedrigen Versicherungssumme ab, und sichern Sie sich eine Police, bei der Zuzahlungen möglich sind, wenn Sie mehr Geld einzahlen wollen.
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Setzen Sie auf Sicherheit
Ein Kriterium für einen guten Vertrag ist auch die Absicherung Ihrer Beiträge. Denn sterben Sie in der Ansparphase, ist Ihr Geld verloren, wenn Sie keine Beitragsrückgewähr für die Ansparphase vereinbart haben. Mit einer Beitragsrückgewähr zahlt der Versicherer die eingezahlten Beiträge an Ihre Erben aus. Für die Auszahlphase können Sie eine Rentengarantiezeit vereinbaren: Die Erben erhalten dann für einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren die vereinbarte Rente.
Wenn Sie sich ein Angebot erstellen lassen, berücksichtigen Sie diese Faktoren mit.
Was ist mit Überschüssen?
Während der Sparphase fließen die erzielten Überschüsse in den Vertrag und erhöhen die Rente oder das angesparte Kapital. Wenn Sie später Ihre Rente erhalten, gibt es verschiedene Überschussmodelle. Bei einer volldynamischen Auszahlung ist die Ausgangsrente geringer, sie kann aber dann im Laufe der Jahre meist steigen. Der Vorteil: Die einmal gewährte Rente kann nicht mehr sinken. Bei einer konstanten Überschussrente kann die Rente dagegen auch fallen. Die Ausgangsrente bleibt so lange auf dem gleichen Niveau oder steigt, wie die Überschussbeteiligung stagniert oder steigt. Sinkt sie jedoch, sinkt auch die Rente. Als teildynamische Rente bekommen Sie eine Mischform der beiden Modelle. Die Ausgangsrente ist hier anfangs niedriger als bei einer konstanten Auszahlungsform, steigt aber meist. Allerdings können Rentenerhöhungen eben auch ausfallen, wenn die Überschussbeteiligung reduziert wird.
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