Wie viel Verkäufer steckt in Ihrem Vertreter?
Machen Sie den Kaiser-Test
Wenn Sie sich mit den wichtigsten Versicherungen schützen wollen, werden Sie in aller Regel einen Versicherungsvertreter oder -makler zu Rate ziehen, der Sie beraten soll. Aber leider haben viele Vertreter nicht Ihre Sicherheit im Auge, sondern vor allem die eigenen Provisionen.
So passieren immer wieder die abenteuerlichsten Geschichten, und jeden tag melden sich auch hier bei uns Kunden, die überhaupt nicht das verkauft bekamen, was sie eigentlich gesucht hatten. Hier erfahren Sie, wie viel Verkäufer in Ihrem Experten steckt und ob er Ihnen tatsächlich helfen will.
Die Zeit-Falle
Jeder Verkäufer weiß: Haben Sie erst einmal Zeit, über das Gesagte nachzudenken und sich mit Freunden oder sogar Experten auszutauschen, steht der Abschluss auf der Kippe, denn vielleicht werden Sie unsicher, oder irgendjemand zeigt Ihnen, wie unsinnig das vorgeschlagene Produkt ist. Deshalb sollen Sie möglichst sofort unterschreiben – ohne noch einmal über das Verkaufsgespräch nachdenken zu können.
Das darf nicht passieren: Drängt der Verkäufer Sie zu einer Entscheidung, sollten Sie Beratungsgespräche sofort abbrechen. Keine Geld-Entscheidung ist so wichtig, dass Sie sie sofort treffen müssen. Gute Berater wissen, dass ihre Vorschläge gut sind und müssen sich keine Sorgen machen, dass sie abspringen.
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Es geht um IHR Geld
Eine gute Beratung setzt voraus, dass der Berater Ihre persönliche Situation analysiert und basierend darauf Vorschläge für den richtigen Versicherungsschutz unterbreitet. Denn nur individueller Schutz, der Ihre persönliche Situation ganz genau berücksichtigt, kann guter Schutz sein.
Vorsicht: Schlechte Verkäufer aber bieten nur Produkte von der Stange an, Versicherungen, die "man braucht", wobei gar nicht klar ist, ob Sie "man" sind. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Herr Kaiser oder einer seiner Kollegen geht nicht auf das ein, was Sie sagen, sann sollten Sie ihn vor die Tür setzen. Immerhin geht es um Ihre finanzielle Absicherung!
Es gibt immer eine Alternative
Sie sind von dem, was der Verkäufer Ihnen vorschlägt, nicht so recht überzeugt? Und trotzdem zeigt der "Experte" Ihnen keine Alternativen auf? Dann sollten die Alarmglocken schrillen. Gerade unerfahrene Vermittler sind oft gar nicht in der Lage, flexibel auf Ihre Wünsche einzugehen. Zu lückenhaft ist das Wissen über mögliche Alternativprodukte, zu gering das Know-how, um flexibel reagieren zu können.
Das geht gar nicht: Wenn ein Vertreter oder Makler stur bei "seinem" Produkt bleibt, obwohl Sie Alternativen angeboten bekommen möchten, beenden Sie das Verkaufsgespräch. Hier geht es nicht um Ihre Interessen, sondern um die des Vertreters. Oder Sie haben schlicht ein Exemplar der Gattung Vertreter erwischt, der entweder zu schlecht oder zu wenig informiert ist. Denn es gibt in 99,9 % aller Fälle eine Alternative!
Mit Brief und Siegel
Vertreter und Makler sind verpflichtet, über das Beratungsgespräch ein Protokoll anzufertigen – mit allen Zusagen, Versprechen und Zusicherungen, die sie im Beratungsgespräch gegeben haben. Allerdings findet sich im Protokoll nur selten alles wieder, was Stunden vorher gesagt wurde. Denn viele Berater verwenden standardisierte Protokolle, in denen vorher schon alles vermerkt wurde, was Sie hinterher angeblich besprochen haben.
Drehen Sie den Spieß um! Besorgen Sie sich für das nächste Beratungsgespräch ein Aufnahmegerät und schneiden Sie das Beratungsgespräch mit. Jeder gute Berater wird nichts dagegen haben, denn er verspricht Ihnen nichts, was er später nicht einhalten kann. Wenn Ihr Verkäufer aber einen roten Kopf bekommt und vor dem Gerät keinen Ton mehr rauskriegt, dann sollten Sie skeptisch werden.