Optimaler Schutz für den Nachwuchs
Krankenzusatzversicherungen für Kinder
Wenn es Ihrem Kind gesundheitlich schlecht geht, soll die medizinische Versorgung optimal sein. Die gesetzlichen Kassen bieten natürlich eine gute Rundum-Versorgung, allerdings wird der Leistungskatalog natürlich auch bei Kindern ausgedünnt.
Viele Eltern denken deshalb darüber nach, den gesetzlichen Schutz mit privaten Zusatzversicherungen aufzustocken. Wie Sie den gesetzlichen Schutz am besten ergänzen, erfahren Sie hier.
Zahnzusatzversicherung
Teurer Zahnersatz – der bei den meisten Erwachsenen das Motiv zum Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung darstellt – ist bei Kindern erfahrungsgemäß kein Problem. Anders sieht es bei kieferorthopädischen Behandlungen aus. Was die gesetzliche Kasse übernimmt, hängt davon ab, welche "kieferorthopädische Indikationsgruppe" (KIG) indiziert ist. In der Gruppe 1 wird nur eine minimale Fehlstellung festgestellt, die nur aus kosmetischen Gründen korrigiert werden muss. Dafür zahlen die Kassen genauso wenig wie für Fälle der Gruppe 2: Bei denen ist eine Behandlung zwar aus medizinischer Sicht notwendig, wird aber von den Kassen nicht getragen. Nur in den Gruppen 3 bis 5 übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Allerdings nur für eine wirtschaftliche und zweckmäßige Behandlung. Wenn Sie für Ihr Kind "Sonderwünsche" haben und eine hochwertigere Versorgung wünschen, müssen Sie die Kosten selbst tragen – oder aber eine Versicherung abschließen.
Die richtige Wahl treffen
Empfehlenswert sind Zusatzversicherungen, die für die kieferorthopädische Behandlung zum einen die reinen privatärztlichen Leistungen übernehmen, also alle "Extrawünsche" der Eltern außerhalb der kassenärztlichen Versorgung sowie alle Behandlungen der Gruppen 1 und 2, die gar nicht von den gesetzlichen Kassen gezahlt werden. Daneben sollte die Zusatzversicherung auch einspringen, wenn die Kasse Kosten nur zum Teil erstattet. Wichtig ist, dass Sie die Versicherung möglichst frühzeitig abschließen, denn ist die kieferorthopädische Behandlung erst einmal notwendig geworden, werden Sie keine Versicherung finden, die die Kosten kurzfristig übernimmt. Sinnvoll bei Zahnzusatzversicherungen sind zudem Policen, die die sogenannte "Fissurenversiegelung" zum Schutz gegen Karies übernehmen, die von der gesetzlichen Krankenkasse nur für die hinteren Backenzähne übernommen wird. Ebenfalls gut sind Tarife, die für Prophylaxe-Behandlungen wie eine professionelle Zahnreinigung die Kosten tragen.
Die beste Versorgung sichern
Überlegenswert – wenn auch kein Muss bei der Wahl des Versicherungsschutzes – sind für Kinder stationäre Zusatztarife. Sie erlauben bei Krankenhausaufenthalten die Chefarztbehandlung auch über den Höchstsatz der Gebührenordnung hinaus und ermöglichen die Unterbringung im Einbettzimmer – ideal, wenn die Eltern im Krankenhaus bleiben wollen. Ein weiterer Pluspunkt der privaten Krankenzusatzversicherung: Sie zahlt auch, wenn Ihr Kind in einem anderen Krankenhaus als dem nächstgelegenen behandelt wird. In diesem Fall würden die gesetzlichen Kassen eventuelle Mehrkosten nämlich nicht übernehmen. Ihre private Krankenzusatzversicherung sollte im Übrigen auch die Option abdecken, dass ambulante Operationen vom Chefarzt übernommen werden. Denn immer mehr Eingriffe werden in den Krankenhäusern ambulant gemacht. Ob für den Nachwuchs weitere Zusatzleistungen versichert werden sollen, hängt auch vom Budget der Eltern ab. Policen für Brillen, Heilpraktikerbehandlungen oder individuelle Gesundheitsleistungen gehören allerdings nicht zu den Pflicht-Policen für Kinder.
Ein Muss: Auslandskrankenversicherung
Anders sieht es mit einer privaten Auslandskrankenversicherung aus, wenn die Reise über die Grenze geht. Denn die gesetzlichen Krankenkassen mit ihrem „Auslandskrankenschein“ decken kaum noch die anfallenden Kosten an, wenn der Urlauber in den schönsten Wochen des Jahres krank wird – außerhalb Europas müssen gesetzlich Versicherte ohne Auslandskrankenversicherung fast immer alle Kosten für eigene Behandlungen oder die der Kinder selber zahlen. Dabei ist privater Schutz durch die Auslandskrankenversicherung alles andere als teuer: Auslandskrankenversicherungen für einen zweiwöchigen Sommerurlaub gibt es schon für ein paar Euro – und zwar als Familienpolice. Dafür übernehmen die privaten Auslandskrankenversicherungen in den meisten Fällen alle Kosten für ambulante und stationäre Behandlung, zahlen Medikamente und übernehmen sogar den Rücktransport, wenn er medizinisch notwendig ist.
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