Berufsunfähigkeitsversicherung und Gesundheitsfragen
Gesundheitsprüfung: Warum Ehrlichkeit so wichtig ist
Wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen wollen, müssen Sie die Gesundheitsfragen im Antrag beantworten. Sonst wird die Berufsunfähigkeits-versicherung den Antrag nicht annehmen. Denn anhand Ihrer Angaben zu den Gesundheitsfragen bewertet die Berufsunfähigkeitsversicherung das Risiko, dass Sie berufsunfähig werden.
Die Antworten auf die Gesundheitsfragen entscheiden, ob die
Berufsunfähigkeits-versicherung Ihren Antrag annimmt oder ob Sie nur gegen Aufschlag versichert werden können. Damit dürfte klar sein, welche zentrale Bedeutung die Gesundheitsfragen und ihre richtige Beantwortung im Rahmen der Gesundheits-prüfung und Ihrem Antrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung haben.
Fiese Fragen, schwere Folgen
Mittlerweile müssen die Berufsunfähigkeits-versicherungen bei der Gesundheitsprüfung im Antrag ihre Gesundheitsfragen schon sehr präzisieren, damit sie die Anforderungen der Rechtslage mit dem neuen Versicherungs-vertragsgesetz von 2008 erfüllen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung darf Ihnen bei den Gesundheitsfragen und der Gesundheitsprüfung keinerlei offene Fragen mehr stellen. Sie müssen nur noch das beantworten, nach dem Sie auch gefragt worden sind. Wenn bei den Gesundheitsfragen nach ärztlich behandelten Störungen gefragt wird, müssen Sie also gegenüber der Berufsunfähigkeitsversicherung Erkrankungen nicht angeben, wegen derer Sie nicht in Behandlung waren.
Gesundheitsfragen: Alles, wirklich alles angeben
Im Antrag für eine
Berufsunfähigkeitsversicherung sollten im Rahmen der Gesundheits-prüfung wirklich alle Vorerkrankungen angegeben werden. Auch sogenannte Bagatell-erkrankungen (z. B. grippale Infekte) sollten Sie bei den Gesundheitsfragen immer angeben, da es nicht darauf ankommt, wie relevant die Erkrankungen für Sie sondern für die Berufsunfähigkeitsversicherung sind. Die Rechtsprechung zeigt, dass es immer besser ist, Gesundheitsfragen bei der Gesundheitsprüfung möglichst umfassend zu beantworten als etwas zu verschweigen, was aus Sicht der Berufsunfähigkeitsversicherung bedeutsam war. Denken Sie daran: Bei den Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung tragen Sie das Risiko, wenn Sie Gesundheitsfragen bei der Gesundheitsprüfung falsch einschätzen.
Berufsunfähigkeitsversicherung und BUZ: Nur Ehrliche haben eine Chance
Auch falsche Angaben und Beschönigungen lohnen bei der Gesundheitsprüfung und den Gesundheitsfragen auf keinen Fall. Denn die Versicherer werden spätestens im Leistungsfall Ihre Krankenakten sehr genau studieren und sicherlich Differenzen zwischen Ihren Angaben und den ärztlichen Unterlagen feststellen. Kommt dann heraus, dass Sie bei Antragstellung und der Gesundheitsprüfung gelogen haben, entfällt in der Regel der Versicherungsschutz in der Berufsunfähigkeitsversicherung komplett. Dies gilt sogar dann, wenn Sie gar nicht durch die Krankheit
berufsunfähig werden, die Sie verschwiegen haben, sondern durch eine, die erst später aufgetreten ist. Gehen Sie davon aus, dass Erkrankungen, wegen deren Sie einmal abgelehnt worden sind, in zentralen Dateien gespeichert und damit für alle Versicherer bei und nach der Gesundheitsprüfung zugänglich sind. Sie sehen: Nur bei Beantwortung aller Gesundheitsfragen im Antrag zur
Berufsunfähigkeitsversicherung können Sie sicher sein, im Ernstfall auch wirklich Geld zu bekommen.
Tipp: BU-Schutz ohne Gesundheitsfragen? Gibt es so etwas? Die Antwort bekommen Sie hier!
Richtigen Beruf angeben
Nicht nur die Gesundheitsfragen bei der Gesundheitsprüfung für die
Berufsunfähigkeits-versicherung sind wichtig: Auch der aktuell ausgeübte Beruf ist im Antrag entscheidend. Denn bei der
Risikoprüfung bewerten die Berufsunfähigkeitsversicherungen Sie auch danach, welchen Beruf Sie als Antragsteller ausüben. Versichert wird grundsätzlich die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in ihrer konkreten Ausgestaltung. Es geht also nicht darum, was Sie gelernt haben, sondern womit Sie konkret Ihr Geld verdienen.
Tipp: Mehr zu den Risikofaktoren bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung erfahren Sie hier.
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