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Firmenwagen und Dienstwagen Versteuerung des geldwerten Vorteils

In vielen Firmen gehört der Firmenwagen zum Gehalt – allerdings muss die Privatnutzung als geldwerter Vorteil versteuert werden. Denn wer einen Firmenwagen zur Privatnutzung bekommt, spart ja die Kosten für einen privaten Pkw – so die Argumentation der Finanzämter.
Firmenwagen und Dienstwagen Versteuerung des geldwerten Vorteils
Wer einen Firmenwagen oder Dienstwagen bekommt, kann bei der Versteuerung wählen. Entweder wird der geldwerte Vorteil im Rahmen der Pauschalmethode ermittelt (Ein-Prozent-Regelung) oder mit der Fahrtenbuchmethode.

Geldwerter Vorteil beim Firmenwagen: Berechnung mit der Pauschalmethode

Bei der Pauschalmethode wird der sogenannte Nutzungswert für die Dienstwagenbesteuerung auf Basis des Listenpreises ermittelt. Dabei gilt: Ein Prozent des Listenpreises wird für die Privatfahrten generell als Nutzungswert angesetzt, zusätzlich werden die Fahrten zur Arbeit angerechnet. Monatlich werden dann 0,03 Prozent des Listenpreises je Entfernungskilometer für die Versteuerung des Firmenwagens hinzugerechnet. Bei weniger als 15 Fahrten monatlich werden für den geldwerten Vorteil 0,002 Prozent des Listenpreises je Entfernungskilometer zugrunde gelegt.

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Dienstwagenbesteuerung nach der Fahrtenbuchmethode

Anstatt die steuerliche Belastung für den Firnwagen mit der 1Ein-Prozent-Regelung pauschal zu ermitteln, können Sie den Anteil auch individuell ermitteln, indem Sie ein Fahrtenbuch führen, in das sämtliche Fahrten – private wie berufliche – eingetragen werden. Der Arbeitgeber muss dann die Gesamtkosten des Firmenwagens nachweisen, der private Nutzungsanteil, der mit dem Fahrtenbuch ermittelt wurde, wird dann entsprechend versteuert.

Versteuerung des Dienstwagens: Wahlrecht für die Steuererklärung

In den meisten Firmen werden die Firmenwagen und Dienstwagen nach der Ein-Prozent-Regelung besteuert. Für Sie muss das aber nicht unbedingt die beste Lösung sein – und Sie haben die Möglichkeit, die für Sie günstigere Variante der Versteuerung in der Einkommensteuererklärung neu zu wählen. Sie müssen für die Dienstwagenbesteuerung nicht das Verfahren wählen, für das sich der Arbeitgeber entschieden hat und können die gewählte Methode korrigieren. Dafür ist es lediglich erforderlich, dass Sie im Laufe des Jahres ein Fahrtenbuch für den Dienstwagen führen, sich von Ihrem Arbeitgeber die ermittelten Kosten ausweisen lassen und die daraus resultierende Steuerlast für Ihren Dienstwagen mit der Summe vergleichen, die der Arbeitgeber pauschal der Besteuerung unterworfen hat – die finden Sie in aller Regel in der Dezember-Abrechnung. Die günstigere Summe ist dann die, die für die Versteuerung des Firmenwagens herangezogen wird.

Dienstwagenbesteuerung: Was ist mit meinen eigenen Kosten?

Nicht immer werden Firmenwagen vom Arbeitgeber voll bezahlt: In vielen Fällen müssen Angestellte Teile der Kosten selbst tragen. Müssen Sie für die Nutzung des Firmenwagens selbst Kosten tragen, werden die von dem Betrag abgezogen, der als geldwerter Vorteil zu versteuern ist. Müssen Sie laufende Betriebskosten selbst tragen und zum Beispiel Benzin oder Wartungskosten aus eigener Tasche zahlen, hängt die steuerliche Anrechnung davon ab, wie der geldwerte Vorteil ermittelt wird.

Kommt die Ein-Prozent-Regelung zur Anwendung, mindern die eigenen Auslagen nicht den zu versteuernden Nutzungswert. Sie zahlen also den vollen Anteil vom Listenpreis, obwohl Sie Teile der Kosten selbst getragen haben. Bei Anwendung der Fahrtenbuchmethode sieht es anders aus: Da der Arbeitgeber die Kosten nicht trägt und verbucht, können sie auch nicht die Basis für die Versteuerung des Firmenwagens erhöhen.
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Zuzahlung zu den Anschaffungskosten

In manchen Fällen muss der Arbeitnehmer beim Kauf eines Firmenwagens eine Zuzahlung leisten, weil er sich einen Firmenwagen aussucht, der das gestellte Budget des Arbeitgebers überschreitet. Auch in diesem Fall hängt die steuerliche Behandlung davon ab, welche Berechnungsmethode gewählt wird.

Wird im Rahmen der Ein-Prozent-Regelung abgerechnet, wird die Zuzahlung vom ermittelten Nutzungswert abgezogen. Ist die Zuzahlung höher als der Nutzungswert im Jahr der Anschaffung, kann der restliche Nutzungswert im Folgejahr abgezogen werden. Bei der Fahrtenbuchmethode kann der Eigenanteil nur dann auf den Nutzungswert angerechnet werden, wenn der Arbeitgeber die Abschreibung für das Fahrzeug inklusive Ihres Anteils vornimmt. Ist das der Fall, kann der Rest der Zuzahlung auch im Folgejahr einkommensmindernd angesetzt werden.
29.06.2012 - Autor Oliver Mest
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