Immobilien: Pro und Contra
Ist es Zeit für die eigenen 4 Wände?
Die Zinsen sind derzeit wirklich niedrig. Ihre eigene Immobilie können Sie bereits für rund 4 % Zinsen seriös finanzieren. Aber Geld ist bekanntlich nicht alles – was spricht noch für und gegen den Kauf oder Bau einer eigenen Immobilie? Wir haben die wichtigsten Argumente zusammengetragen.
Das spricht für Immobilien
Altersvorsorge
Die eigene Immobilie ist ideal als zusätzliche Rente. Denn wenn die Kreditbelastung im Alter wegfällt, können Einkommenseinbußen kompensiert werden, weil Sie keine Miete mehr zahlen müssen.
Steuerfreiheit
Alle Vorteile der Immobilie sind steuerfrei. Das gilt für die Nutzung heute genauso wie für die im Alter. Die eigenen 4 Wände sind nicht mit Abgeltungs- oder Einkommensteuer belegt. Und auch Wertsteigerungen sind steuerfrei!
Wertaufbau
Der (bei guter Lage und Qualität steigende) Wert der Immobilie kann immer wertstabil und inflationssicher an die nächste Generation weitergegeben werden. Allerdings stellt nur eine wirklich gute Lage sicher, dass Ihre Immobilie im Wert steigt und jederzeit ohne größere Verluste verkäuflich ist. Deshalb muss das Wohnumfeld, die Verkehrsanbindung, die Lärmbelästigung und andere wertbildende Faktoren auf Herz und Nieren geprüft werden.
Lebensqualität
Im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung zu leben ist mehr als eine Geldanlage: Es bedeutet Unabhängigkeit, Sicherheit und individuellen Freiraum.
Zuschüsse
Mit den günstigen Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau, dem Wohnriester und mit den Fördermitteln der einzelnen Bundesländer gibt es umfangreiche finanzielle Unterstützung, die für andere Geldanlagen nur beim Riester-Modell vergleichbar sind.
Das spricht gegen eine Immobilie
Flexibilität
Wenn Sie z. B. wegen eines neuen Jobs umziehen müssen, haben Sie mit einer Immobilie einen Klotz am Bein. Nur Immobilien in Top-Lagen werden Sie jederzeit verkaufen oder zumindest rentabel vermieten können.
Verkauf
Wenn Sie (aus welchem Grund auch immer) Ihr Haus vor Ablauf der Zinsbindung verkaufen müssen, haben Sie 2 Probleme: Zum einen gerät der Preis bei einem dringenden Verkauf schnell unter Druck. Und zum anderen verlangt die Bank eine Entschädigung, wenn Sie vorzeitig Ihr Darlehen kündigen.
Zeit
Der Bau und Kauf selbst, aber auch die Pflege und die Erhaltung einer Immobilie (das gilt vor allem für Eigenheime) kostet Zeit, die Ihnen vielleicht in der Freizeit fehlt.
Unsicherheit
Eine Immobilie kostet Geld – nicht nur beim Bau oder Kauf, sondern auch in den Jahren danach. Für Instandhaltung, Reparaturen oder Neuanschaffungen müssen Sie Geld in der Hinterhand haben oder teure Kredite aufnehmen. Außerdem haben Sie für mindestens 2 Jahrzehnte eine hohe Belastung zu tragen. Sind Sie sicher, dass Sie die auf Dauer werden tragen können? Haben Sie Sicherheitsreserven für den Fall der Fälle, dass z. B. Ihr Einkommen reduziert wird oder eine Zeitlang ganz wegfällt?
Rendite
Die tatsächliche Rendite des Geldes, das Sie in Ihre Immobilie stecken, ist nur dann akzeptabel, wenn die Immobilie stetig an Wert gewinnt. Ansonsten bringen konventionelle Geldanlagen sicherlich dauerhaft mehr Rendite als Ihr eigenes Zuhause.
Ärger
Vom Bauvertrag über den Bau selbst bis hin zu späteren Mängeln. Immobilien können ein Hort voller Stress und Ärger sein. Denken Sie daran: Wenn Sie eine Immobilie bauen lassen, treffen Sie auf Profis. So sind viele Bauverträge zu Ihrem Nachteil lückenhaft und bei den Beschreibungen vage. Und beim Bau selbst wird gepfuscht, was das Zeug hält. Sichern Sie sich bei allen Baustufen einen Experten an Ihrer Seite, auch wenn der viel Geld kostet. Ohne Experten sind Sie ein leichtes Opfer für unredliche Bauträger, Handwerker und andere "Experten".
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