Vorsicht, Falle!
Die neuen Tricks der Geldanlage-Gauner
Träumen wir nicht alle von Geldanlagen mit zweistelligen Renditen ohne Risiko. Klar ist: Solche Geldanlagen gibt es nicht. Aber ist das wirklich klar? Denn Geldanlagebetrüger machen gute Geschäfte mit solchen Versprechen – sie finden genug Opfer, die sich über den Tisch ziehen lassen.
Grund genug also, hier einmal ein paar der Tricks zu zeigen – damit Sie nicht auf das Versprechen von der schnellen und sicheren Rendite reinfallen.
Optionsschein – gaaanz sicher!
So setzen die Gauner z. B. auf spekulative Optionsscheine, die sie als sichere Anlage verkaufen. Die Betrüger geben dabei vor, eine computergestützte Methode einzusetzen, um das Risiko für Sie als Anleger auszuschließen. Blanker Unsinn: Tatsächlich können Sie mit Optionsscheinen viel Geld verdienen – aber eben auch verlieren. Und tatsächlich kann die Computeranalyse hilfreich sein bei der Ermittlung von aussichtsreichen Werten, aber eben nicht das Risiko der spekulativen Anlage ausschließen.
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Vertrauen sie nicht den Falschen
Wenn man Ihnen nicht nur hohe Zinsen bietet, sondern die auch noch von einer bekannten Bank garantiert sind, dann kommen selbst die vorsichtigsten Anleger unter Ihnen ins Grübeln. Das wissen auch Betrüger und machen ein tolles Angebot: Für einen kleinen Anlagebetrag (meist 1.000 Euro) bekommen Sie Zinsen bis zu 10 % jährlich, die monatlich ausgezahlt werden. Für die Zinsen bürgt immer ein bekanntes Geldinstitut aus dem Ausland. Ein Vierteljahr lang bekommen Sie dann regelmäßig Ihre Zinsen ausgezahlt, Sie gewinnen Vertrauen, und dann kommt der Anruf: Wenn Sie jetzt 15.000 Euro investieren, können Sie die Zinsen verdoppeln. Alles garantiert, alles verbürgt. Haben Sie die 15.000 Euro überwiesen, ist allerdings nur noch eines sicher: Ihr Geld sehen Sie nicht wieder, denn die Betrüger machen sich aus dem Staub. Die Masche: Die Zinsen auf die 1.000 Euro sind ein Schneeballgeschäft gewesen, und haben sich genug Anleger gefunden, die einen höheren Betrag gezahlt haben, brechen die Betrüger ihre Zelte ab und suchen sich mit einer neuen Masche neue Opfer.
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Die Grundschuld-Abzocke
Bei diesem Trick geht es an Ihre abbezahlte Immobilie. Sie sollen einen Kredit aufnehmen, der – gut angelegt – eine satte Rendite abwirft. Dafür müssen Sie allerdings Ihre Immobilie beleihen. Deshalb besorgen Sie sich einen Grundschuldbrief, der beim Notar hinterlegt wird. Dann lassen sich die Anlagebetrüger eine Vollmacht erteilen – angeblich, um in der Schweiz mit dem Kredit die versprochene Rendite zu erwirtschaften – und holen sich mit dieser Vollmacht den Grundschuldbrief beim Notar ab. Für die Betrüger eine Lizenz zum Gelddrucken, denn sie können Kredite aufnehmen und Ihr Haus als Sicherheit einsetzen. Im schlimmsten Fall kann Ihr Haus dann gepfändet werden.
Immobilieneigentum – und Geld dazu!
Normalerweise benötigt man zum Immobilienerwerb ausreichend Eigenkapital. Sogenannte Cash-Back-Modelle gaukeln Ihnen jedoch vor, dass Sie Immobilien nicht nur ohne Eigenkapital erwerben können, sondern nach dem Kauf durch Abschreibungen auch noch zusätzlich Geld ausgezahlt bekommen. Der einzige Zweck solcher Geschäfte besteht darin, Ihnen überteuerte Immobilien anzudrehen und gleichzeitig eine Finanzierung zu miserablen Konditionen zu verkaufen. Am Ende sitzen Sie auf Immobilien, die kaum genug Geld abwerfen, um die Kreditzinsen zu begleichen – und die angeblich erzielbaren Steuervorteile werden Sie auch nie erreichen.
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