Die Grundregeln für den erfolgreichen Sparer
Sparen ohne Verlustangst
"Kaufen Sie nur, was Sie wirklich verstehen!" – diese Regel ist in der Nach-Lehmann-Zeit sehr beliebt in Anlegermagazinen. Und sie ist trotz der Krise so falsch, wie sie schon immer war. Denn wenn wir nur kaufen würden, was wir verstehen, dann läge unser Geld bestenfalls auf dem Sparbuch.
Und mal ganz ehrlich: Verstehen Sie, wie der Immobilienmarkt funktioniert? Dann dürften Sie auch nicht in den eigenen 4 Wänden wohnen. Und wenn man weiterdenkt, hieße die Regel vom "Nur-kaufen-was-man-versteht" in letzter Konsequenz auch, dass wir weder Waschmaschine noch Auto hätten – denn wer versteht schon, wie beides wirklich funktioniert?
Regeln ja – aber sinnvoll müssen sie sein!
Die Beispiele zeigen: Regeln für die Geldanlage sind gut – Binsenweisheiten jedoch helfen nicht. Die Regel "Kaufen Sie nur, was Sie verstehen!" ist an sich nicht verkehrt, nur muss sie auch richtig verstanden werden. Wenn Sie Aktien kaufen wollen, müssen Sie verstehen, womit das Unternehmen in Zukunft sein Geld verdienen will. Denn immerhin werden Sie mit einer Aktie Anteilsinhaber. Wenn Sie einen Fonds kaufen, müssen Sie verstehen, auf welche Einzelwerte Sie damit setzen – denn die entscheiden über Gewinn und Verlust. Und wenn Sie ein Zertifikat kaufen, dann müssen Sie verstehen, wie es funktioniert, denn hinter den Zertifikaten verstecken sich oft komplizierte Anlagekonstrukte – wer die nicht versteht, der investiert in eine Black-Box. 6 wirklich sinnvolle Grundregeln für den erfolgreichen Geldanleger finden Sie hier.
1. In der Bank arbeiten Verkäufer
Ihr Bankberater ist zunächst einmal Verkäufer, denn die Bank lebt davon, an und mit Ihnen Geld zu verdienen. Seien Sie deshalb misstrauisch und vorsichtig, wenn Ihr "Berater" (= Verkäufer) Ihnen etwas vorschlägt – so, wie Sie es bei jedem anderen Verkäufer auch sind. Hinterfragen Sie die Empfehlung – im Gespräch mit dem Verkäufer genauso wie bei unabhängigen Experten.
2. Sie müssen sich entscheiden
Es gibt keine 100 % sichere Geldanlage, die 10 % Rendite abwirft und jederzeit verfügbar ist. Sie müssen sich entscheiden, welcher der Faktoren – Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit – für Sie entscheidend ist – und die Anlageentscheidung entsprechend ausrichten. Alle 3 Faktoren werden Sie mit einer Geldanlage niemals abdecken können.
Anzeige
BU-Schutz mit Top-Note "sehr gut"
Sie brauchen einen Schutz gegen Berufsunfähigkeit! Warum sichern Sie sich den nicht beim Testsieger HUK 24 (Note "sehr gut" von Finanztest)?
Jetzt unverbindlich Angebot berechnen
Bis zu 1000 € für Sie - Jahr für Jahr
Sichern Sie sich die "sehr gute" Riester-Rente von HUK 24 (lt. Stiftung Warentest) und verschenken Sie keinen Cent Förderung.
Jetzt unverbindlich Angebot berechnen
3. Sparen mit Ziel
Wenn Sie sich unabhängig beraten lassen wollen, dann müssen Sie dafür selbst aktiv werden. Eine gute Beratung kann nur dann zu einem wirtschaftlichen Erfolg werden, wenn der Berater weiß, was Sie eigentlich wollen. Definieren Sie Ihre Anlageziele, Ihre Renditewünsche und den Anlagehorizont: Nur so kann ein Berater die passende Geldanlage empfehlen.
4. Vergessen Sie die Steuern
Wenn Geldanlagen "steueroptimniert" sind, dann vergessen viele Anleger alle Warnungen und Vorbehalte: Hauptsache, das Finanzamt muss bluten. Tatsache ist jedoch: Eine gute Anlage muss auch ohne steuerliche Erwägungen rentabel sein – ein Bonus vom Finanzamt kann immer nur das Sahnehäubchen darstellen. Ausschlaggebend sollte er für Anleger niemals sein, allein deshalb, weil Steuervorteile immer wegfallen oder geringer ausfallen können als geplant – wenn nämlich das Einkommen unerwartet sinkt.
5. Senken Sie das Risiko
Die erfolgreichste Anlage ist die, mit der das allgegenwärtige Risiko der Finanzmärkte minimiert wird. Sie selbst können das Risiko minimieren, indem Sie immer einen Anteil an festverzinslichen Geldanlagen besitzen, indem Sie die Anlagen möglichst breit streuen und Ihr Geld immer so anlegen, dass Sie nicht plötzlich Anlagen unter Druck verkaufen müssen.
6. Schriftlich ist alles – mündlich ist nichts
Es muss von jedem Verkaufsgespräch bei der Bank ein individuelles schriftliches Protokoll geben – ohne Wenn und Aber. In dem Protokoll sollten alle Ihre Fragen, Vorbehalte, Wünsche und natürlich die Zusagen des Beraters oder Verkäufers genau protokolliert werden. Nur so lässt sich später feststellen, welche Zusagen Ihnen gemacht wurden – und ob die auch eingehalten wurden.
Anzeige:
